Time For Metal presents Spell Doom For BBW am 14.04.2018 im Berufbildungswerk Neuwied / Heimbach – Weis

“Time For Metal presents Spell Doom For BBW am 14.04.2018 im Berufbildungswerk Neuwied / Heimbach – Weis“

Eventname: Spell Doom For BBW

Headliner: Grim van Doom

Vorbands: The Heisenberg Dilemma, I.M. Nail, Anchor’s Lost

Ort: Stiftsstr. 1, 56566 Neuwied, Berufsbildungswerk Heinrich-Haus gGmbH

Datum: 14.04.2018

Kosten: 6 € VK, 8 € AK

Genre: Alternative Metal, Progressive Metal, Heavy Metal, Groove Metal, Doom Metal, Sludge, Metalcore, Melodic Death Metal

Besucher: ca. 100 Besucher

Veranstalter: Heinrich-Haus, Kultur & Freizeit

Link: https://www.facebook.com/events/1591994834225009/

 

Setlisten


1. Dancing With The Freaks
2. Sorow
3. Let US Prey
4. I Am The Knife
5. Sleepless
6. Taste Of Deception
7. Fear he Unknown

 

1. Prayers
2. Heartwire
3. Darkness
4. Bitter Pill
5. Twin
6. Hyena
7. Joyrider
8. New Born
9. Under The Gun
10. Hell
11. Tighter Love

 


1. Unbroken
2. Why
3. T.N.I.D.A.F.O.T
4. Father’s Lie
5. The Gates
6. Bastion
7. United Nothing


1. Goddamn This Love
2. Family Girl
3. Crimson
4. Rust
5. Thulsa
6. Butchr
7. Azure
8. Snowfields

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heute gibt es im Berufsbildungswerk in Neuwied / Heimbach-Weis etwas ganz Besonderes. Unter der Rubrik Presented by TFM.Rocks steht heute das Event Spell Doom For BBW an.

Bereits zum dritten Mal zeigt sich das Berufsbildungswerk (BBW) ganz im Zeichen harter Musik. Nach den hervorragend aufgenommenen Vorgängerveranstaltungen Core Nacht (2016) und Big Simonskis Hardcore Dreams (2017) folgt heute mit Spell Doom For BBW ein weiteres großartiges Metal Event.

Um 18:00 Uhr ist Einlass, die Veranstaltung soll um 19:00 Uhr beginnen. Nur langsam füllt sich die Venue. Die Bands entschließen sich noch etwas mit dem Beginn zu warten. Es wird dann auch voller, also gibt es um 19:30 Uhr den Startschuss für The Heisenberg Dilemma.

The Heisenberg Dilemma aus Koblenz stehen für Alternative Metal mit einem fetten Groove. Und die legen sich direkt schon mal so richtig ins Zeug. Von wegen undankbarer Opener. The Heisenberg Dilemma sind ein dankbarer Opener. Von Beginn an nehmen sie die Fans mit in den heutigen Metal Abend im BBW. The Heisenberg Dilemma stehen seit 2013 für Alternative Metal mit einem fetten Groove. Das sagt die Band selbst. Ja am heutigen Abend gibt es dann auch einen Alternative Metal Mix mit fettem Groove zu hören. Ich habe die Band bereits letztes Jahr bei einem chaotischen Konzert im SK2 in Koblenz erlebt und war dort schon von der Band angetan. Heute zeigen sie sich noch stärker und sicherer. Genremäßig dem Alternative Metal zugeordnet, haben sie eine Menge Stilelemente des Metals in ihrem Repertoire. Neben dem bereits erwähnten Groove stehen auch Songs die etwas langsamer und melodischer sind. Kaum einzuordnen das Ding was sie da betreiben. Tolles Gebräu, auf das Walter White (Heisenberg) sicher stolz wäre und dadurch in einem besonderen Dilemma steckt – dem The Heisenberg Dilemma. Und genauso wie das Meth, das Walter White herstellt, macht auch diese Mucke süchtig. Tolle Gitarren (Stephan Meeß), dröhnender Baß (Georg Geber) und stampfende Drums (Alexander Jungblut) gibt es während des Gigs zu hören. Während Stephan und Georg ziemlich cool und ruhig ihre Parts ableisten, ist Sänger André Küpper permanent in Bewegung. Trotz der schon recht großzügig bemessenen Bühne hält es ihn zeitweise nicht da oben. Auch im Auditorium bringt er seine Shouts an. Aber nicht nur Shouts. André Küpper ist ebenso schwer einzuordnen, wie die Band selbst. Seine Voices bestehen aus Shouts, Cleanvocals und Growls. Irgendwie ein Hans Dampf in allen Gassen. Er und seine Jungs peitschen ihre Songs geradezu in das Publikum. Und darauf haben die Fans nur gewartet. Gerne gehen sie bei den einzelnen Songs mit. Die Freaks (Fans) tanzen bei Songs wie Dancing With The Freaks und Let Us Prey mit. Und natürlich haben sie keine Angst vor dem Unbekannten (Fear The Unknown), wie man beim letzten Song nach ca. 45 Minuten meinen könnte. Toller Opener für den heutigen Abend. Wenn das so weiter geht können wir uns doch freuen. In Kürze wird von The Heisenberg Dilemma eine EP erscheinen. Leider war diese zum heutigen Abend noch nicht fertig gestellt.

Weiter geht es mit I.M. Nail aus Koblenz. Der Bandname wurde laut Bekunden der Band in Anlehnung an ein medizinisches Produkt mit dem Namen Intramedullary Nail (dt. Marknagel) gewählt, das zur Fixierung von Frakturen ins Knocheninnere implantiert wird. Also bekommen wir von der Band heute nicht nur einfachen rostigen Metal serviert, sondern in diesem Fall besonderes: Titanium. Und wie es der Name schon hergibt, geht der Sound der Band wirklich durch Mark und Bein. Die faulen Knochen werden jetzt richtig durchgeschüttelt. Die Band um die Brüder Danny und Mike Klockner überzeugt mit einem eigenen Stil, der am ehesten auf Heavy Metal und Rock basiert, lässt jedoch auch andere Einflüsse zu. Hatte ich eben bei The Heisenberg Dilemma schon erwähnt, dass dem ein fetter Groove zugrunde liegt, so geht es bei I.M. Nail noch ein weiteres Stück grooviger zu. Die Mucke, auch ein Stück eingängiger, kommt bei den Fans sehr gut an. Jetzt wird richtig ab- und mitgerockt. Das Publikum kommt ganz schön in Wallung und ins Schwitzen. Ich muss gestehen, dass ich da gar nicht überrascht bin. Ich habe sie ja bereits letztes Jahr beim Last Stand in Mendig gesehen und weiß, was die Band drauf hat. Sie geben Stücke ihrer EP Darkness For Rent und des Mini Albums Hyena Sunrise mit weiteren Stücken zum Besten. Das Publikum wird mit Titeln wie Under The Gun regelrecht befeuert und in die Hölle (Hell) geschickt bevor es am Ende wieder etwas mehr Liebe (Tighter Love) als Zugabe gibt. Der Song Darkness For Rent darf natürlich auch nicht fehlen. Von dem gibt es übrigens ein tolles Video, das ihr euch mal reinziehen solltet. Nach 45 Minuten machen dann I.M. Nail Schluss und empfehlen sich für weitere Konzerte. Diese stehen in Kürze bereits an.

Anchor‘s Lost aus Höhr-Grenzhausen, so wie sie es offiziell angeben, sind jetzt dran. Mittlerweile sind die Bandmitglieder jedoch etwas verstreut. Anchor’s Lost sind bereits bestens im BBW bekannt. Konnten sie doch letztes Jahr auf den Big Simonski Hardcore Dreams gewaltig abräumen. Einige der Fans, die sie letztes Jahr hier auf den Big Simonski Hardcore Dreams gesehen und gehört haben, freuen sich, die Jungs erneut zu sehen. Und sie haben auch ihre eigene Fanbase dabei. Es ist mittlerweile doch voller geworden.
Anchor’s Lost zählen mittlerweile im Raum Koblenz zu einer festen Größe im Metalcore Bereich. Zum Metalcore servieren die Jungs noch einen Schuss Melodic Death Metal. Das ist natürlich wieder ein Stilbruch, da für die Metalfreunde hier erneut ein anderes Genre bedient wird. Aber was soll es: In Metal we trust! Ich freue mich, dass sie heute Abend hier sind, hatten sie doch bereits gestern Abend im MTC in Köln einen Gig. Die Jungs von Anchor’s Lost werden hier genauso gut aufgenommen wie die beiden vorangegangenen Bands. Stilbruch hin oder her. Die Metalgemeinde würdigt die authentische Art und Spielfreude der Band. Anchor’s Lost zelebrieren hervorragend einen tollen Metalcore am heutigen Abend. Ich habe die Band bereits mehrmals gesehen und ich muss gestehen: da ist eine tolle Weiterentwicklung. An der Gitarre glänzt Philipp wie immer mit Soloparts. Shouter Adrian ist in seinem Element und haut tolle Voices raus. Adrian ist immer unterwegs, steht auf den Monitoren, lässt sich im Publikum blicken und rotzt seine Voices nur so raus. Die restlichen Musiker sorgen mit starken Einsätzen dafür, dass er sich austoben kann. Bassist Tarik macht das wie immer in einer erstaunlichen Coolness. Da scheint er sich ein wenig von Mr. Entwistle abgeschaut zu haben. Adrian unterhält auch während den Songpausen. Bengt, der sich auf anderen Konzerten hin und wieder als Entertainer während den Pausen hervor getan hat, hält sich diesbezüglich heute Abend etwas zurück, jedoch nicht mit seinem guten Gitarrenspiel. Am Schlagzeug haben die Jungs heute ihren Backup Drummer sitzen, da ihr eigentlicher Drummer Robert heute wohl nicht kann. Der steht dann aber im Publikum irgendwann neben mir und schaut sich das Konzert an. Spielfreude bei den Jungs pur. Mit United Nothing ist dann Schluss. Dem Publikum hat es gut gefallen, und es gibt viel Applaus.

Jetzt kommt mit Grim Van Doom der Headliner des heutigen Abends. Die Jungs von Grim Van Doom sind heute etwas später als die lokalen Bands angereist, so dass sie den vorausgegangenen Soundcheck verpasst haben. Das ist zu entschuldigen, sind sie doch extra aus Wuppertal angereist. Außerdem sind sie gestandene Profis. Auf der Bühne bereits mit solchen Genregrößen wie u.a. Crowbar oder demnächst mit Eyehategod unterwegs. Zuletzt auf dem Deathtrip in Limburg gesehen, weiß ich, was mit Grim Van Doom auf uns zukommt. Einige Fans im Publikum auch, denn sie sind extra wegen Grim Van Doom heute Abend hierhin gekommen. Und es kommt, was kommen muss: ein gewaltiger verwirrender Untergang in Perfektion. Erneut beeindrucken mich die Jungs sehr. Sie packen den mächtigen Hammer of Doom aus und hauen uns ein geiles Gebräu aus Doom, Sludge und ein wenig Hardcore um die Ohren. Gewaltig, brutal und betäubend schlagen sie damit zu. Auf der Bühne und auch gerade vor der Bühne geht es voll ab. Wie viele hier wissen, bin ich selbst ein bekennender Doom Fan und mag den Doom in all seinen Subgenres. Einige aktuelle Doomalben wurden von mir in der letzten Zeit bei Time For Metal rezensiert. Das, was Grim Van Doom hier abliefern, ist wahnsinnig. Rauh, gewaltig, düster und brutal. Lansky, der Sänger ist erbarmungslos mit seinen Voices. Die Band um ihn herum schafft die notwendige Stimmung im Downtempo. Grim Van Doom beeindrucken heute die Fans mächtig. Ein Wahnsinnfeeling, was die Jungs von Grim Van Doom hier aufbauen. Ich hatte es im Bericht über das Deathtrip zum Gig von Grim Van Doom bereits gesagt: „Das ist Doom und Sludge aus den Sümpfen von Wuppertal, wenn es die dort überhaupt gibt“. Heiß und schwül ist es hier und Grim Van Doom geben einem mit ihrem Doom / Sludge den Rest. Es fehlen nur noch die Mosquitos, um die Sümpfe hier perfekt zu machen ….So oder so ähnlich muss der Leser es sich vorstellen, was die Jungs hier abliefern. Die Songs, die dargeboten werden, stammen von der LP Grim Love und der der Split LP Grim Van Doom / Cult Of Occult. Nach 45 heftigen Minuten endet der Gig und die Fans sind richtig baff. Der Hammer of Doom hat heute Abend im BBW mit voller Breitseite zugeschlagen und den süßlichen Schmerz ins Publikum geschleudert. Das macht Lust auf mehr.

Fazit:
Spell Doom for BBW hat nicht nur mich, sondern auch die anwesenden Metalheads am heutigen Abend richtig begeistert, so jedenfalls die Rückmeldungen. Vier tolle Bands unterschiedlicher Genres haben heute gezeigt, wo im Metal der Hammer hängt. Den Hammer of Doom haben zum Schluss Grim Van Doom als Headliner gnadenlos geschwungen und damit die Fans in eine andere Welt, nämlich die des Dooms / Sludge, katapultiert.
Ein wenig mehr Fans hätten es ruhig sein dürfen. Das tat jedoch den Anwesenden keinen Abbruch, einen tollen Abend zu erleben. Bemerkenswert für mich war es, Mitglieder der Möhnen der Karnevalshochburg Heimbach-Weis hier begrüßen zu dürfen. Diese teilten mir mit, dass sie bereits den letzten Metal Events hier beigewohnt hätten und sie den jährlichen Metalabend im BBW als tollen Event wahrnehmen, den sie sich auch in Zukunft nicht entgehen lassen werden. Toll auch am heutigen Abend, viele Bewohner und einige Rollstuhlfahrer des Heinrich-Hauses hier begrüßen zu dürfen. Getreu dem Motto „Inklusion muss laut sein“.

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