“Tief in der Kiste der alten Tugenden gefischt.“

Artist: Tony Mills

Herkunft: Solihull, England

Album: Over My Dead Body

Spiellänge: 52:36 Minuten

Genre: Rock, Heavy Metal

Release: 23.02.2015

Label: Battlegod Productions

Link: http://www.tonymills-official.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Tony Mills

Tracklist:

  1. Time Won’t Wait
  2. 28 Flights
  3. We Should Be On By Now
  4. No Love Lost
  5. Gate 21
  6. My Death
  7. Bitter Suite
  8. Northern Star
  9. 4 In The Morning
  10. Somewhere In London
  11. Free Spirits

Tony Mills - Over My Dead Body - Albumcover

Tony Mills dürfte einigen bekannt sein von Truppen wie Shy oder TNT. Der gute Herr wandelt jedoch auch auf Solo-Pfaden und brachte mit Over My Dead Body Anfang des Jahres sein neuestes Werk auf den Markt. Darin verarbeitet er unter anderem den auf Tour erlittenen Herzinfarkt.

Auch wenn ich das Konzept hinter dem Album recht interessant finde, ist die Scheibe für mich doch irgendwie eine Art Helene Fischer des Rockbereichs. Mir ist Over My Dead Body ein wenig zu klischeegeladen und altbacken. Die Scheibe hätte gut in die 1980er Jahre gepasst, ist jetzt jedoch definitiv nicht mehr up to date. Das soll nicht heißen, dass das Gespielte total schlecht wäre, denn das stimmt so auch nicht, jedoch bestätigt das die Gedanken der US-Amerikaner, dass Europa in einigen Musikgenres 10-15 Jahre hinter dem Rest der Welt hinterherhinkt.

Auf Over My Dead Body hört man durchgängig seichten Gesang, der auch von Gamma Ray hätte stammen können. Die Gitarrenarbeit hat eher untermalenden Charakter mit teilweiser Eigenständigkeit in kleineren Soli, das Schlagzeug ist hier wirklich nur Rhythmusinstrument und fällt kaum besonders auf. Was für einige bestimmt ganz nett ist: Der Bass ist oftmals recht schön abgesetzt, was für mich eine saubere Produktion der Scheibe bescheinigt.

Tony Mills - Over My Dead Body
Fazit: Für Fans des melodischen Metals bzw. Rocks ist die Scheibe definitiv hörenswert. Ich finde, dass sich Herr Mills zu sehr auf alte Tugenden verlässt und leider keinen wirklich eigenständigen Sound kreiert, den man nicht schon irgendwann (meinetwegen auch vor 20 Jahren schon) gehört hat.

Anspieltipps: Somewhere In London
Petra D.5.5
5.5Gesamtwertung

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