Gravety – Of Cults And Chaos

06.06.2026 – Epic Metal, Epic Doom Metal – Barhill Records/Cargo Records – 41:10 Minuten

Bereits seit 2009 existieren Gravety aus dem Saarland und agieren im Genre Epic Metal, Epic Doom. Wer jetzt Atlantean Kodex schreit, ist auf der falschen Fährte. Candlemass, Solitude Aternus oder Sorcerer wären mögliche Einflussgrößen. Mit Of Cults And Chaos folgt das dritte Album in der Geschichte von Gravety, das über das lokale Label Barhill Records auf den Markt kommt.

Of Cults And Chaos ist das dritte Album von Gravety

Wer in die Bandbesetzung von Gravety schaut, stolpert eventuell über Sänger Kevin Portz, der vier Jahre bei Old Mother Hell tätig war, ohne dass es zu einem Studiorelease reichte. Das holen Gravety nach.

Nach dem Intro Lament For The Unknown ertönt Cryptor’s Calling als klassischer Epic Metaller mit doomigen Aspekten und erinnert zwangsläufig an die schwedischen Szenegrößen. The Forgotten Village knüpft fast nahtlos an seinen Vorgänger an, kommt aber an der einen oder anderen Stelle noch etwas getragener um die Ecke.

Stampfend doomig geht es mit Bane In The Black Cloud los, bei dem der Refrain mit viel Pathos vorgetragen wird und zum Mitsingen einlädt. Wer es etwas flotter mag, kommt bei Cosmic Truth auf seine Kosten. Outpost 31 legt den Hebel mit einer Schippe Düsternis und fauchenden Sprechblasen zum epischen Doom zurück, wo Brotherhood Of Sleep bereits mit dem Sprechgesang zum Einstieg noch einen draufsetzt. Düster von der Stimmung, aber durchaus ins Ohr gehend, präsentieren Gravety eine starke Nummer in Richtung Ende der Platte. Into The Mouth Of Madness punktet zum Finale mit minimalistischem Einstieg und legt einen sauberen Spagat zwischen Epic und Doom auf den Plattenteller.

Hier geht es für weitere Informationen zu Gravety – Of Cults And Chaos in unserem Time For Metal Release-Kalender.

Gravety – Of Cults And Chaos
Fazit Of Cults And Chaos
Gravety und Of Cults And Chaos sind keine leichte epische Kost der Marke Manowar und Co. Epic Metal trifft Doom und die ganze Platte liefert eine dunkle und getragene Atmosphäre. Das bedeutet aber nicht, dass es keine Melodien gibt, die ins Ohr gehen. Beispiele wären Brotherhood Of Sleep oder Cryptor’s Calling, die Doom und Epic Metal kombinieren und im Fahrwasser von den bereits genannten Genregrößen aus Schweden schwimmen.

Gravety gelingt ein starker Spannungsbogen, sodass der Albumfluss die Hörerschaft beschäftigt und sich die Nummern kontinuierlich steigern. Wer nach neuen Rädern sucht, der wird bei der saarländischen Band nicht fündig. Eine ausgeprägte Eigenständigkeit ist ebenfalls nicht auszumachen, aber eine starke Interpretation von Material, das schon andere Bands in ähnlicher Form erschaffen haben, aber nicht jeden Monat gleich im Dutzend auftaucht. Fans von Epic Doom, die mit einer düsteren Attitüde klarkommen, sollten die Platte auf jeden Fall antesten.

Anspieltipps: Cosmic Truth, Brotherhood Of Sleep und Mouth Of Madness
Jürgen F.
8.5
Leserbewertung0 Bewertungen
0
8.5
Punkte