Artist: Dolmen Gate
Herkunft: Lissabon, Portugal
Album: Echoes Of Ancient Tales
Genre: Heavy Metal, Epic Metal
Spiellänge: 43:02 Minuten
Release: 03.10.2025
Label: No Remorse Records
Links: https://dolmengate.bandcamp.com/
Bandmitglieder:
Gesang, Akustikgitarre – Ana
Gitarre – Kiko
Gitarre – Artur
Bass – Nuno
Schlagzeug – Alex
Tracklist:
- Souls To Sea
- The Maze
- The Prophecy
- Rising Whispers
- A Tale Of Time’s End
- Carthage Eternal
- Afore The Storm
- We Are The Storm
Auf den letzten Drücker noch fix die LP zum 3. Oktober 2025 raushauen. Dolmen Gate und No Remorse Records wissen um die wichtigen Daten im Jahr. Es ist Keep It True Rising in Würzburg. Nach dem starken Debüt Gateways Of Eternity und dem Auftritt als Opener beim KIT-Warm Up in Lauda-Königshofen, werden die Freaks auf dem Festival die Platte von Dolmen Gate nicht nur einmal als Mitbringsel mit nach Hause nehmen. Können Dolmen Gate mit ihrer zweiten Scheibe an ihr Debüt anknüpfen?
Bevor es ins Detail geht, kurz ein paar Worte zu Sängerin Ana. Die Vocals klingen manchmal traurig und sind oft mit einer gewissen Melancholie versehen. Fado ist der traditionelle Gesang aus Lissabon. Ob Ana sich als Fado-Sängerin ausprobiert hat, ist nicht bekannt. Die Stimme von ihr ist das prägnante Element von Dolmen Gate, dazu spielt sie – wie beim Fado – Akustikgitarre.
Zum Auftakt mehr als neun Minuten Souls To Sea. Seeleute haben angeblich den Fado entwickelt. Die Variante von Dolmen Gate erklingt im Fahrwasser von Atlantean Kodex oder Eternal Champion, bis Ana am Mikrofon die Regie übernimmt. Erhaben majestätisch schmeicheln sich die Vocals in die Ohren der Fans, selbst die Stakkato-Drums bleiben im Hintergrund. Die instrumentalen Passagen sind ein spannendes Intermezzo, bevor Ana erneut zum Mikrofon greift. Vielleicht zieht sich das Stück am Ende etwas zu sehr in die Länge, ist aber trotzdem ein kräftiges Ausrufezeichen gleich zum Einstieg.
Wem der Langläufer nicht schnell genug zum Punkt kommt, erhält mit The Maze Abhilfe. Temporeich, eigentlich wie ein klassischer Headbanger, dröhnt The Maze aus den Boxen. Die Melodieführung zum Refrain ist episch unorthodox, aber mutig vom Songwriting und nicht an jeder Straßenecke zu finden. Die melancholische Prophezeiung startet mit akustischer Begleitung. Das Ding ist ein typischer Grower, der sich mit jeder Umdrehung weiter steigert und im Verlauf flott durch die Botanik galoppiert.
Im Schatten des Vorgängers bleibt Rising Whispers, wobei Dolmen Gate hier mehr auf den Headbanger-Faktor setzen. Von schwach oder schlecht kann aber keine Rede sein. Auch die Nummer liefert einige Drehungen und Wendungen. Die mehr als sechs Minuten A Tale Of Time’s End sind ein gelungenes Epos, das in der Form auch von anderen Genre-Größen stammen könnte. Der Gesang kommt direkter um die Ecke und lädt die Kuttenträgerschaft zum Schwert-auspacken und Faust-in-die-Luft-recken ein. Daran knüpft Carthage Eternal direkt an und im leichten Galopp geht es durch die Landschaften.
Die Akustikgitarre bestimmt die Überleitung zum Finale We Are The Storm. Wie es sich für ein anständiges Epic-Metal-Werk gehört, beschließt die Schlachtenhymne die Platte, wobei das primär auf die Instrumente und den erhabenen Galopp zutrifft. Ana wirkt an der einen oder anderen Stelle etwas zurückhaltend, hat aber die Zügel selbstverständlich in der Hand.




