Thunderor – Bleed For It

17.04.2026 – Heavy Metal, Hard Rock, Melodic Metal, Melodic Rock, AOR – Boonsdale Records – 32:31 Minuten

Drummer JJ Tartaglia dürfte primär von Skull Fist bekannt sein. Mit dem ehemaligen Skull-Fist-Gitarristen Johnny Nesta ist Tartaglia als singender Drummer bei Thunderor aktiv und frönt dort deutlich mehr der melodischen Schiene. Auf das Debüt Fire It Up 2022 folgt 2026 Bleed For It. Bereits die Querverweise in Richtung Rockoper machen klar, dass Thunderor in völlig anderen Gewässern fischen als der Hauptakt Skull Fist.

Thunderor und Bleed For It fischen in melodischen Gewässern

Pump Up The Volume eröffnet die Platte und ein melodischer Mix aus Metal und Rock sorgt für gespitzte Ohren bei Menschen, die auf Melodiebögen stehen und sich in dem rockigen Zweig der NWoBHM wohlfühlen. Der Titeltrack Bleed For It legt an Melodie und Eingängigkeit noch zu und kommt als Ohrwurm mit Stadionrock-Ansätzen um die Ecke.

Die nachfolgenden Stücke wie Take Me To The Show, Get ‘Em Counted, Streets Of Fire oder One Chance kommen nicht so zwingend daher, wie das Eröffnungsduo und verdienen sich das Prädikat solides Material im Sektor melodischer Rock und Metal, welches im Monat dutzendfach produziert wird.

Das balladesk eröffnende und mit Keyboard und Violone begleitete Cape Breton Home bricht den Rhythmus auf und blinzelt etwas in Richtung Rockoper, ist aber dafür viel zu punkig, knackig und kurz gehalten. Das Finale läutet das Interlude DreamQuest ein, bevor In The Fire o‘ The Heat im Meat-Loaf-Style nochmals die Möglichkeiten von Tartaglia und Co. bezüglich Melodie aufzeigt. Die Instrumentalisierung und der Gesang dazu sind aber zu rudimentär, als dass die Nummer ihr volles Potenzial ausschöpfen kann.

Hier geht es für weitere Informationen zu ThunderorBleed For It in unserem Time For Metal Release-Kalender.

Thunderor – Bleed For It
Fazit Bleed For It
JJ Tartaglia zeigt mit Thunderor und dem zweiten Album Bleed For It ganz andere Ansätze als mit seiner Hauptband Skull Fist. Wenn das Trio sich mutig in die Melodien mit Keyboard und Kitch stürzt, wird es interessanter, aber leider nicht hochklassig. Der Titeltrack, Cape Breton Home und In The Fire o' The Heat stechen hervor und liefern in Teilen Ohrwürmer. Bei der Saitenarbeit, dem eintönigen Gesang und auch beim Keyboard gibt es jedoch deutliche Abstriche. Vor allem die Saiten wirken an manchen Stellen etwas dünn.

Dazu sitzen Thunderor zwischen den Stühlen. Soll es noch mehr in Richtung Kitsch, Pomp und Glamour gehen, dann wäre der gesamte Soundmix inklusive Vocals mehr als verbesserungswürdig. Soll es zukünftig in dem Sektor melodischer Metal und Rock weitergehen, ordnet sich das Trio irgendwo in der Masse der monatlichen Veröffentlichungen ein. Das zweite Werk liefert einige gute Ansätze, lässt aber Potenzial liegen und wirkt insgesamt etwas unausgegoren.

Anspieltipps: Pump Up The Volume, Bleed For It und In The Fire o' The Heat
Jürgen F.
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