Was haben Phantom Spell um den Seven-Sisters-Sänger Kyle McNeill mit Fable aus Spanien zu tun? An der Gitarre bei Phantom Spell agiert Jose Solar, der zunächst als Soloprojekt Fable aus der Taufe hob. Dass die Anfänge von Phantom Spell, das McNeill als Soloprojekt startete, ein Vorbild waren, ist kaum wegzudiskutieren. Die musikalische Ausrichtung und der Werdegang sind zu ähnlich. Long Hath The Night Dwelt nennt sich das Debüt und liefert inklusive Intro fünf Titel und damit einen ersten Eindruck, was Fable zukünftig vorhaben.
Long Hath The Night Dwelt ist ein erster Eindruck von Fable
Die Einflüsse sind bei Solder und Fable etwas weniger progressiv als bei Phantom Spell. Die 70er-Rock-Ikonen wie Whitesnake und Thin Lizzy, aber auch Ashbury, sind mögliche Vorbilder für Soler, der selbst die Saitenarbeit und die Drums einspielt. Für den Gesang holte er sich Alberto de Lara, am Bass agiert Miguel M. Menárguez.
Nach dem knapp zweiminütigen Intro folgt mit The Owl ein entspannter Rocksong, der weniger an die großen Klassiker erinnert als an Underground-Perlen wie Ashbury. Dass bei einem Projekt eines Gitarristen die Saitenarbeit im Mittelpunkt steht, überrascht dabei kaum. Soler liefert sauber ab und erinnert zum Beispiel an den einen oder anderen Track von Phantom Spell, nur mit einem anderen Sänger.
Auf The Owl folgt The Owk. Es wird flotter und spätestens jetzt stehen die Zeichen auf Phil Lynott und Co. Es ist kein Abkupfern, dazu sind die Vocals einfach anders. Aber Melodieführung und Rhythmus erinnern an die irischen Rockheroen. The Funeral – March To The Black Mountain klingt genauso, wie es der Titel vermuten lässt. Ein instrumentales Stück, das zu The Moon überleitet. Es wird progressiver und verspielter als bei den vorherigen Tracks, und der Schatten von zum Beispiel Wishbone Ash ist im Hintergrund erkennbar, auch wenn instrumental Fable noch Luft nach oben hat.
Hier geht es für weitere Informationen zu Fable – Long Hath The Night Dwelt in unserem Time For Metal Release-Kalender.



