Sandstorm – Dungeon Of Death

22.05.2026 – Heavy Metal, NWoTHM – Dying Victims Production – 22:51 Minuten

Bei Sandstorm handelt es sich um ein schwedisch/kanadisches Trio, das sich 2017 gründete und bisher ausschließlich EPs und eine Single veröffentlichte. Auf Time To Strike und Desert Warrior folgt 2026 Dungeon Of Death. Gute 20 Minuten kredenzen uns Sandstorm und die Essener Underground-Perlensucher Dying Victims Productions übernehmen die Hardware-Veröffentlichung.

Dungeon Of Death ist in guten 20 Minuten erzählt

Warum Sandstorm erneut nur ein EP-Format veröffentlichen, ist nicht bekannt. Aber auch in den 80ern, während der NWoBHM, gab es Bands, die kaum mehr als eine Single auf den Markt brachten. Ein sehr bekannter Vertreter kommt aber auch aus den USA und nennt sich Medieval Steel, die über die Jahrzehnte einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangen konnten. Können die neuen Nummern von Sandstorm 2026 ähnliche Akzente setzen?

Sechs Titel, alle kurz und knackig auf den Punkt gebracht. Wer hier Parallelen zu Bands wie Tyrann oder Century sieht, ist grundsätzlich auf dem richtigen Weg. Wobei die Saitenarbeit teilweise sehr auf simpel und old school getrimmt ist. Sachen wie Slave To Sin oder Close Combat mit seinem Refrain gehen ins Ohr und dürften bei Fans der bekannten Undergroundfestivals für ein Lächeln sorgen.

Zum Ende fassen sich Sandstorm kurz mit knapp drei Minuten Storm The Gate und knapp vier Minuten The Bird. Die pumpenden und galoppierenden Saiten erinnern an Undergroundbands der NWoBHM, woran Sandstorm anknüpfen und in Zeiten von überproduzierten LPs einen angenehmen Gegenpol erschaffen.

Hier geht es für weitere Informationen zu SandstormDungeon Of Death in unserem Time For Metal Release-Kalender.

Sandstorm – Dungeon Of Death
Fazit Dungeon Of Death
Wer auf Angel Witch, Century oder auch Tyrann steht, und dazu eine eher einfache, organische Produktion bevorzugt, kann bei Sandstorm bedenkenlos zugreifen, auch wenn das Vergnügen nur gute 20 Minuten andauert. Das ist der größte Kritikpunkt an einer sehr schlüssig klingenden Veröffentlichung. Wann erschaffen Sandstorm einen Longplayer? Reicht es nicht zu mehr als für ein paar Nummern? Eigentlich empfiehlt sich das Trio für die allgemein bekannten Festivals, wo sich jedoch die Frage stellt, ob genügend Material am Start für 45 Minuten wäre. Anscheinend steht das Trio auf kurze Appetithappen, die zwar gut ankommen, aber nur kurzzeitig sättigen.

Anspieltipps: Slave To Sin, Close Combat und Storm The Gate
Jürgen F.
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