Blackfinger – Self-Titled

 

“Wagners neue Symphonie – unverkennbar mit dem richtigen Vibe“

Artist: Blackfinger

Herkunft: Chicago, USA

Album: Self-Titled

Spiellänge: 43:37Minuten

Genre: Doom Rock / Metal

Release: 31.01.2014 (D); 03.03.2014 (GB)

Label: Church Within

Link: http://www.blackfinger.net

Bandmitglieder:

Gesang – Eric Wagner (Ex-Trouble)
Gitarre – Rico Bianchi
Gitarre – Doug Hakes
Bass – Willie Max
Schlagzeug – Larry Piatz

Tracklist:

  1. I Am Jon
  2. Yellowood
  3. Why God
  4. On Tuesday Morning
  5. As Long As I’m With You
  6. Here Comes The Rain
  7. Keep Falling Down
  8. My Many Colored Days
  9. For One More Day
  10. All The Leaves Are Brown
  11. Til Death Do Us Part

Blackfinger - Self-Titled

Auch wenn Blackfinger einem zunächst Fragezeichen ins Gesicht zaubern sollten, wird man bei näherem Hinsehen erkennen, dass es sich hier um die neue Band der Ex-Stimme Troubles Eric Wagner handelt. Nach einer Erholungsphase ist er nun also zurück und klingt weiterhin unverkennbar. Diese Stimme ist einfach aus Tausenden zu erkennen.

Für alle Musiker unter euch, gibt es einen kleinen Dämpfer, was das Songwriting angeht. So findet sich auf der Platte der eine oder andere Song, dessen Hauptriff nach Songwriting-Grundschule klingt. Das klingt jetzt eigentlich schon zu hart formuliert als es eigentlich ist, denn der Vibe dieser Zusammenkunft von Musikern ist trotzdem einfach grandios.

Schon im ersten Song wird klar, dass man sich hier nicht im klassischen Doom Metal wie zu Trouble-Zeiten der End-80er befindet, jedoch immer wieder mit kleinen, aber feinen Passagen darauf hinweist. Bei I Am Jon singt Wagner ausnahmsweise mal recht dunkel und hat so auch mal die Chance, allen Kritikern seiner Stimme zu zeigen, wie großartig er dieses Handwerk beherrscht.

Bei Yellowood ist dann wieder alles beim Alten und das ist auch gut so. Etwas nach Black Sabbath klingend, aber nicht zu verurteilen bei diesem Genre, bringt einen dieser Song in eine Stimmung, die nach mehr verlangt. Und so wird man auch bedient.

Bei On Tuesday Morning wird man das erste Mal von die Fähigkeiten der 6-Saiter beeindruckt. Der The Doors-ähnliche Riff zu Beginn und in den Strophen zaubert ein Lächeln in das Gesicht eines Gitarreros, der sich im Hard Rock der 60er/70er zu Hause fühlt. Etwas paradox aber trotzdem den zuvor beschriebenen Vibe unterstützend, verliert man sich bei diesem Song oft an dem Gedanken, man würde eine Ballade von Guns ’n‘ Roses genießen. Und genau diese Mischung macht es zu 100 % wett, dass die Riffs das Rad nicht neu erfinden. So weitergeführt, findet auch der bereits zuvor veröffentliche Song All The Leaves Are Brown seinen Platz in den Reihen dieses Longplayers. Er bettet sich sehr gut in das Album ein und hat also schon zuvor gezeigt, dass man diese Langrille nicht unterschätzen sollte.

 

Fazit: Die Stimme von Eric Wagner muss man mögen. Bei Blackfinger hat er jedoch Wert darauf gelegt, seine Qualitäten zu zeigen und es mit Bravur geschafft. Rifftechnisch befindet man sich hier nicht auf einem technisch riesig hohen Niveau, doch diese Fusion von Musikern erzeugt eine Stimmung, die es einem nicht möglich macht, die Platte vor Erklingen des letztens Tones zu stoppen. Ein Must-Have, nicht nur für Trouble-Fans!

Anspieltipps: Yellowood, On Tuesday Morning und All The Leaves Are Brown
Lutz N.
8
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