Burial Hordes – Extinction (EP)

“Der frostige Sturm aus Athen!“

Artist: Burial Hordes

Herkunft: Athen, Griechenland

Album: Extinction (EP)

Spiellänge: 18:53 Minuten

Genre: Black Death Metal

Release: 28.10.2016

Label: Folter Records

Link: https://www.facebook.com/BurialHordesOfficial/

Bandmitglieder:

Gesang – T.D.
Gitarre, Bass – K.T.
Gitarre, Bass – D.D.
Schlagzeug – F.V.

Tracklist:

  1. Demise
  2. The World Ablaze
  3. Dawn Of War
  4. Hatred

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Bereits im Oktober ging die neue Burial Hordes EP Extinction auf Weltreise. Über Folter Records wurden die neuen vier Stücke inszeniert, die auf fast 20 Minuten kommen. Wer von den Griechen bislang noch nichts gehört hat, der soll entschuldigt sein. Das Black/Death Metal-Quartett zerlegt zwar schon seit der Demo Entering The Untrodden Forest aus 2001 regelmäßig den Extreme Metal Underground, konnte mit den drei Studioalben bislang aber noch nicht den ganz großen Wurf leisten.

Kategorisch darf man Sänger T.D. und Co in ganz düstere Gefilde schieben, die sowohl auf Black-Attacken als auch auf Death Metal-Salven setzen. Die Vocals rauschen zwischen den stampfenden Passagen hervor, wie ein Windhauch im Winter in den höchsten Baumkronen. Frostig ist Demise, der den Opener bildet, emotional kann die tiefe Kälte nur langsam greifen. Das liegt mehr oder minder an der Gangart, die ganz deutlich in die Doom-Schiene schielt. Säbelrasseln können am Bass und der Gitarre K.T. und D.D., wenn es nötig ist. Als belanglose einfältige Rumpel-EP darf man Extinction nicht gleich verkennen. Man braucht etwas, um die Handschrift der Griechen für sich zu gewinnen.

The World Ablaze kann deutlich schneller punkten. Das Drumming von F.V untermalt die zermürbende Dunkelheit der arktischen Tiefsee, ganz klar der Höhepunkt der EP, auf der mir persönlich T.D. zu einfallslos die Lyrics wiedergibt. Gurgeln und dabei in tiefe Eisschichten vordringen, reicht einfach nicht. Da hilft auch der teilweise sehr fette angereicherte Hall nicht, der maßgeschneidert die kleinen Fregatten wie beim Schiffe versenken zum Kentern bringt. Rassiger als die beiden ersten Nummern springt Dawn Of War dem Käufer an die Gurgel. Der ganz große Ah-Effekt bleibt in der absolut soliden Komposition aus. Nörgeln auf hohem Niveau würden viele jetzt in den Raum schreien. Dem kann ich nur zustimmen, denn auch der letzte Titel Hated kann ohne Bedenken laut aufgedreht durch die heimische Bude hämmern, ohne dass einem die EP nach 20 Minuten aus dem Hals hängt.

Fazit: Burial Hordes, ein noch relativ unbeschriebenes Blatt, welches mit Folter Records zum Angriff bläst. Die Extinction EP ist vielversprechend, ein paar bereits angesprochene Kleinigkeiten ausmerzen, und dann macht die Tinktur aus Black und Death Metal noch mehr Laune. Ansonsten hört einfach mal rein, was ihr eventuell in den letzten Jahren verpasst habt.

Anspieltipps: Demise und The World Ablaze
Rene W.
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