Eventname: D-A-D Tour 2019
Headliner: D-A-D
Vorband: The Sandmen
Ort: Ceres Arena, Aarhus, Dänemark
Datum: 05.06.2019
Kosten: 425 DKK VK, 480 DKK
Genre: Rock
Besucher: ca. 3500 Besucher
Links: http://www.dad.dk/
http://www.thesandmen.dk/
https://www.visitaarhus.de/de/ceres-park-arena-gdk603437
Setlisten:
The Sandmen
- Long Legs
- Udkantsdreng
- Get Up Get Out
- How Come
- WTRF
- Roadside
- 5 Min
- House Of The Country
- Devilsway
D-A-D
- Burning Star
- Musical Chairs
- Jihad
- New Age
- P.O.W
- E.G.
- Prayer
- Something Good
- Grow Or Pray
- Sky Is Made Of…
- Jackie’o +Ridin
- Nothing Ever
- Recon
- Evil
- Bad C
Zugabe:
- Sleeping My Day Away
- Laugh’n‘1/2
- After Dark
Durch einen Zufall sind wir heute zum dritten Termin diese Woche. Nach Marco Mendoza am Montag in Hamburg und Avantasia am Mittwoch in Berlin, geht es nun ins Nachbarland Dänemark. Hier treten heute D-A-D in Aarhus auf. Die 270 km sind, bis auf den dänischen geschwindigkeitsbeschränkten Autobahnanteil, relativ schnell überwunden und auch der Veranstaltungsort ist gut ausgeschildert und schnell gefunden. Zu unserer Überraschung gibt es genügend kostenfreie Parkplätze. Auf dem Weg zur Halle tönt uns schon laute Musik entgegen. Sind wir etwa zu spät und haben die Anfangszeit überlesen? Nein. Vor der Location haben sie ein großes Aufenthaltszelt, einen Bierwagen sowie einen Döner/Hot Dog Stand aufgebaut und eine große Musikanlage stimmt die Besucher schon mal lautstark auf den Abend ein. Eine kurze Nachfrage bei einem der Sicherheitsleute bringt uns die Auskunft, dass wir später beim Einlass unsere Akkre einlösen können. Pünktlich um 19:00 Uhr beginnt der Einlass und wir stehen leider nicht auf der Gästeliste. Nun mach mal einer Dänin klar, was du willst. Sie versteht auch die Namen nicht richtig, aber nach einem Telefonat werden wir ohne viel Tamtam durchgelassen. Kein Bändchen, kein Pass, kein Stempel, nichts. Einfach durch. Wir gehen in die Halle und sind ob der Größe überrascht. Eine kurze Recherche zeigt, dass bis zu 4700 Zuschauer Platz finden. Durch die Bühne und die Abtrennung der hinteren Ränge dürften so 4000 Menschen Platz haben. Die Halle ist nur zunächst noch sehr leer und wir befürchten Schlimmes. Auf ein Pils verzichte ich, denn 8 € für einen 0,4-l-Becher erscheinen mir leicht hoch. Aber das ist in Dänemark normal.


Nun erfolgt der schnelle Umbau, denn D-A-D (früher hießen sie mal Disneyland After Dark) nutzen die gesamte Bühne. Ich besorge mir vorsichtshalber noch einen Fotopass, obwohl ich scheinbar nichts brauche. Die Security ist so etwas von entspannt und auch hinter der Absperrung scheint es keinen zu interessieren, was ich mache. Das wird gleich noch deutlicher. Um 21:05 Uhr gehen die Lichter aus und D-A-D betreten die Bühne. Die ist inzwischen so verändert, dass die vier Herren um Jesper Binzer genügend Platz haben. Es gibt auch einen Laufsteg, der etwas in die Halle ragt, sodass ab und an die Gitarristen nach vorne kommen. Das ist für die Fans toll und uns, die Fotografen, freut es. Das Licht ist gut, naja, mal etwas rot oder blau aber kein Nebel, sodass gute Bilder möglich sind. Im Hintergrund ist eine riesige dreigeteilte Leinwand, auf der Livebilder von den anwesenden Kameramännern für eine gute Sicht im hinteren Hallenbereich sorgen. Außerdem werden an bestimmten Stellen Cover oder Zeichnungen zu den Alben gezeigt, die zu den gespielten Songs gehören. Der Sound ist, wie schon bei The Sandmen, mega gut.

Jesper sieht wie immer aus. Jeansjacke, dunkle Hose, ’ne Gitarre und lange Haare. Eben ein Rocker. Links steht Gitarrist und Bruder Jakob Binzer, der mit seinen schwarzen Klamotten und Zylinder für ein imposantes, gutes Bild sorgt. Rechts sorgt Bassist Stig Pedersen für Erstaunen. Zunächst bedient er einen blau leuchtenden Bass und stellt sich gleich auf die Bass Drum von Laust Sonne, der mit einem pastellfarbenen, mintblauen Anzug für Miami Vice Feeling sorgt. Es geht weiter mit Musical Chair und Jihad, bei dem auch gleich ein neues Bass Gebilde zum Einsatz kommt. Das einem Eisernen Kreuz nachempfundene Instrument wird mit einem Doppeldecker am Halsende verziert und da enden die beiden Basssaiten. Er braucht immer nur zwei. Alles andere ist überflüssig. So, drei Songs sind um, aber keiner verlässt den Graben. Also bleibe ich auch einfach mal. Das scheint so wirklich auch niemanden zu interessieren. Der Security Mann zuckt nur mit der Schulter und auch sonst kümmert sich keiner. Also munter weiter. So kann ich bei den folgenden Tracks New Age, P.O.W und E.G. auch noch Bilder machen, bis es mir persönlich dann erst mal reicht. Ich bleibe aber hinter der Absperrung und bin verwundert, wie lange die Fotografen bleiben dürfen. Nach einer gewissen Zeit kommt ein offensichtlich zur Band gehörender Fotograf zu mir und fragt, ob ich gute Bilder habe machen können. Er spricht gut Deutsch und merkt an, dass es sich rumgesprochen hat, dass ein deutsches Magazin vor Ort ist. Deshalb scheine ich fast alle Freiheiten zu haben. Nur auf die Bühne traue ich mich nicht, obwohl das bestimmt möglich hätte sein können. Aber so kann ich mich trotzdem durch die gesamte Halle mit Kamera bewegen, ohne dass irgendjemand sich daran stört. So kann ich viele Bilder auch aus dem Hintergrund machen.

Fazit: Eine super Halle, ein mega entspanntes Team vor Ort, zwei Bands, die mit einem hervorragenden Sound super abgeliefert haben. So machen Konzerte Spaß und da kann sich der eine oder andere spießige deutsche Veranstalter oder lokale Hallenbetreiber eine Scheibe abschneiden. So kann das auch gehen, ohne dass es irgendjemandem schadet oder dass es ausgenutzt wird. Die Dänen verstehen es zu feiern und das haben sie hier heute Abend bewiesen.

























