Artist: Demoria
Herkunft: Weißenfels, Deutschland (Sachsen-Anhalt)
Album: Bring Out Your Death
Spiellänge: 53:15 Minuten
Genre: Death Metal, Deathdoom, Deathcore, Death ’n‘ Roll
Release: 11.11.2022
Label: German Democratic Records
Link: https://www.facebook.com/Demoria.official
Bandmitglieder:
Gesang – Dirk Mylius
Gitarre – Ulf Weidner
Bassgitarre – Holger Ritzel
Schlagzeug – Steffen Kolditz
Tracklist:
- Walk
- Inside Out
- Yearning
- Bring Out Your Dead
- Fatality
- As Hard As It Gets
- M.I.L.F.
- Decadence Dance
- Those Corpses
- Hate To Love Her
- G.O.A.T.
- I Want Your Bad (Live Studio Mix)
Weißenfels kann nicht unbedingt als anhaltinische Metalhochburg bezeichnet werden. Jedoch verstärken Demoria – eine Band, bestehend aus teils erfahrenen Musikern, die Metalfront ihres Bundeslandes und haben dankenswerterweise beschlossen, ihr zweites Studioalbum Bring Out Your Dead via German Democratic Recordings auf den Markt zu werfen. Und auch wenn kolportiert wird, es handele sich bei der Mucke der Band um Death ’n‘ Roll – der Rezensent hat hier einen deutlich anderen Eindruck gewinnen dürfen, aber das erst mal nur am Rande.
Die erste Hälfte der Platte bewegt sich mit marschartigen Rhythmen stampfend vorwärts. Die Todesblei-Dampfwalze fährt recht eindeutig in Fahrspuren, die Bands wie Bolt Thrower, Asphyx und Konsorten vorbereitet haben, teils mit thrashigen Einsprengseln, aber meist stark deathdoomlastig. Aber die Jungs machen das sehr variantenreich und auf extrem hohem Niveau.
In der zweiten Hälfte von Bring Out Your Dead ziehen Demoria dann die Daumenschrauben spürbar an, die groovenden Parts wie in Decadence Dance werden mehr und die Band erweitert das Spektrum oft mit einem deutlichen Hauch Deathcore und verleiht dem Gesamtwerk damit ein paar moderne Noten, ohne der Platte damit den Oldschool-Charakter zu rauben. Zum Abschluss präsentieren die Weißenfelser mit I Want Your Bad eine Art live im Studio eingespielte Nummer und – Überraschung – hier tauchen erstmals death’n’rollige Eisprengsel auf, wie man sie von einer waschechten Genreband wie beispielsweise Jesus Chrüsler Supercar erwarten würde.




