Enter Shikari werden im Herbst 2026 nach Deutschland zurückkehren! Am 3. November starten sie in Hamburg ihre Europa-Tour, bevor sie wenig später die bisher größte deutsche Headline-Performance ihrer Karriere in der Düsseldorfer Mitsubishi Electric Halle spielen wollen. Insgesamt stehen fünf Deutschland-Konzerte im Terminkalender. Holding Absence und The Callous Daoboys begleiten Enter Shikari auf dieser Reise.

04.11.2026 – (DE) München, Zenith
05.11.2026 – (DE) Leipzig, Haus Auensee
06.11.2026 – (DE) Düsseldorf, Mitsubishi Electric Halle
07.11.2026 – (DE) Berlin, Columbiahalle
Sänger Rou Reynolds kommentiert: „November will bring our biggest arena tour ever. With a completely new show. I cannot say much yet but I can tell you now it will be our most thrilling. To get to play Ally Pally two nights in a row is going to be something of a fantasy. I bloody love that building and we will make sure we have the variety and theatrics to do the place justice. The tour also includes our biggest ever Belgian show, and first ever German headline arena show, which we’re all buzzing for.“
Enter Shikari sind eine jener Bands, an denen sich exemplarisch ablesen lässt, wie sich Popkultur im 21. Jahrhundert verhält: rastlos, hybrid, politisch aufgeladen – und dennoch zutiefst emotional. Gegründet 2003 im englischen St Albans, haben Rou Reynolds, Rory Clewlow, Chris Batten und Rob Rolfe früh begonnen, die Bruchlinien zwischen Post-Hardcore, Elektronik, Punk und Pop nicht zu kitten, sondern bewusst offenzulegen. „Trancecore“ nennt die Band dieses Spannungsfeld selbst – ein Begriff, der ebenso programmatisch wie trotzig wirkt.
Mit ihrem Debüt Take To The Skies landeten Enter Shikari 2007 überraschend in den oberen Rängen der britischen Charts. Es war der Auftakt einer Karriere, die sich konsequent jeder Verlässlichkeit verweigerte. Album für Album verschob die Band ihre ästhetischen Koordinaten: von der wütenden Überforderung auf Common Dreads über die farbsatte Eskalation von A Flash Flood Of Colour bis zur stilistischen Neuvermessung auf The Mindsweep und dem verletzlichen, fast schon intimen The Spark. Spätestens mit Nothing Is True & Everything Is Possible wurde klar, dass Enter Shikari ihre Musik als Resonanzraum gesellschaftlicher Krisen verstehen – und als Gegenentwurf zur Behauptung, es gebe „keine Alternative“.
The Callous Daoboys: Chaos, Konzept und Katharsis
The Callous Daoboys gehören zu den aufregendsten und unberechenbarsten Bands der aktuellen Heavy-Szene. Zwischen Mathcore, Metalcore, Post-Hardcore, Noise, Screamo und avantgardistischem Chaos erschaffen die Musiker aus Atlanta einen Sound, der sich konsequent jeder Schublade verweigert – radikal, emotional und zugleich intellektuell aufgeladen.
Ihre Musik wirkt wie ein kontrollierter Zusammenbruch: nervös verschachtelte Riffs, abrupte Tempowechsel, fragile Melodien, brutale Ausbrüche und eine Performance, die eher an Performancekunst als an klassische Hardcore-Shows erinnert. Frontmann Carson Pace bewegt sich dabei irgendwo zwischen Prediger, Theaterfigur und emotionalem Ventil – mit Texten, die persönliche Traumata, Identität, Gesellschaftsdruck und Selbstwahrnehmung sezierend offenlegen.
Mit Veröffentlichungen wie Celebrity Therapist, God Smiles Upon The Callous Daoboys und zuletzt I Don‘t Want To See You In Heaven hat sich die Band international als eine der mutigsten Stimmen im modernen Heavy-Kosmos etabliert. Statt Trends zu bedienen, sprengen The Callous Daoboys Strukturen – musikalisch wie ästhetisch. Ihr Ansatz ist nicht: Wie klingt Heavy 2026? Sondern: Was kann Heavy überhaupt noch sein?


