Foreigner rocken den Norden in Flensburg – 02.07.2019 in der Flens-Arena

Radio Bob! präsentiert die Classic Night

Eventname: Live & Loud Tour 2019

Band: Foreigner

Ort: Flens-Arena, Campusallee 2, 24943 Flensburg

Datum: 02.07.2019

Kosten: 63,00 €/ 65,00 € Stehplatz (VVK/Abendkasse), 65,35 € Sitzplatz (ausverkauft)

Genre: Hard Rock, Classic Rock

Besucher: ca. 3.000

Link: https://www.foreigneronline.com/

Bandmitglieder:

Mick Jones – Lead Guitar
Kelly Hansen – Lead Vocals
Jeff Pilson – Bass
Tom Gimbel – Flute, Rhythm Guitar, Saxophone
Michael Bluestein – Keys
Bruce Watson – Lead Guitar
Chris Frazier – Drums

Setliste:

  1. Double Vision
  2. Head Games
  3. Cold As Ice
  4. Waiting For A Girl Like You
  5. Dirty White Boy
  6. Feels Like The First Time
  7. Urgent
  8. Short Drum / Key Solos
  9. Jukebox Hero
  10. Long, Long Way From Home
  11. I Want To Know What Love Is
  12. Hot Blooded

Foreigner kommen für zwei Konzerte in den Norden? Das darf ich nicht verpassen!
Nach den Gigs 2009 und 2016, die beide Open Air Konzerte waren, entscheide ich mich aus diesem Grund für die Flens-Arena. In der Halle spielen sie zumindest im Dunkeln und es kommt eine bessere Stimmung auf. In Wacken vor drei Jahren hatte es außerdem gegossen, als wenn jemand die Dusche aufdreht. Das war kein Spaß!

Salamanda

Der Support Salamanda ist eine lokale Band, die im vergangenen Sommer schon einmal einen Support bei Foreigner geben durfte. Nun haben sie ein Heimspiel, bringen auch einige junge Teenager als Fans mit. Kreischalarm wie bei Tokio Hotel, denn es ist eine junge Boygroup mit eingängigem Pop-Rock. Ein Großteil der Mädels steht hinter mir, nicht sehr angenehm, genau wie die Musik übrigens. Gut, dass nach bereits 30 Minuten Schluss ist …

Foreigner beginnen pünktlich um 21 Uhr mit dem Opener Double Vision und wirbeln auf einer völlig leeren Bühne. Kleidungstechnisch gibt es Retro-Schick mit Sonnenbrillen, Skinny Jeans und Blazer. Da hat sich seit Jahren nichts verändert. Dank eines Fotovertrags haben nur drei Fotografen den Zugang beantragt. So haben wir genug Platz und laufen uns nicht über den Haufen. Als Zweites folgt der erste Megahit Head Games. Im Hintergrund bei den Instrumenten-Helferlein läuft eine Countdown-Uhr rückwärts. Hui, da bleibt nicht viel, denn sie ist bei 01:30:00 Uhr gestartet. Im Untertitel heißt der Gig The Hits On Tour, da müssen sie sich sputen, um alles zu schaffen. Nahtlos geht es in Cold As Ice über. Mist! Schnell kontrollieren, ob ich alle abgelichtet habe, denn der dritte Song ist für uns Fotografen immer die Deadline. Plötzlich verursacht Frontmann Kelly Hansen Schnappatmung bei den Fans (und mir). Er verlässt die Bühne in unseren Graben, klatscht die Fans der ersten Reihe ab und gibt sogar ein Autogramm. Er nimmt ein Bad in der Menge, spürt, dass der Funke sofort übergesprungen ist und die Leute gut drauf sind.

Song für Song feiern wir die Party weiter, tanzen und klatschen. Eine halbe Stunde ist um, zu Feels Like The First Time kommt dann auch Bandgründer Mick Jones auf die Bühne. Was für ein Sound mit drei Gitarren und dem Bass. Kraftvoller und emotionaler ist der Sound heute, als damals in 1988. Nach Urgent, den die Halle fast ausnahmslos mitsingt, wird es dunkel auf der Bühne. Nur Michael Bluestein sitzt an den Keyboards und zeigt, was seine Tasten so hergeben. Drummer Chris Frazier steigt mit ein und für eine Weile ist es ein Double. Dann verlässt auch Michael die Bühne. Chris rückt seinen Sitz zurecht und es folgt ein fünfminütiges Trommelsolo, was seinesgleichen sucht. Nach und nach kommen alle wieder auf die Bühne. Es folgt ein weiterer Megahit, Jukebox Hero. Die Band verlässt die Bühne, aber bevor jemand nach einer Zugabe rufen kann, stehen sie alle wieder da. Long, Long Way From Home, I Wanna Know What Love Is und Hot Bloodet folgen. Eine Menge Plektren fliegen in das Publikum, Chris entledigt sich auf die gleiche Weise seiner Sticks. Die Uhr im Hintergrund zeigt noch 00:01.38, die Band hat die Bühne jedoch verlassen. Auf eine weitere Zugabe brauchen wir nicht zu hoffen. Unmittelbar nach dem man seinem Partner in die Augen geschaut hat, beginnt schon die Hintergrundmusik und das Licht geht an.

Fazit: Der Hallenbetreiber scheint nicht viel verdienen zu wollen. Noch vor der Supportband ist die Pizza aus, nach dem Konzert haben alle Stände geschlossen. Immerhin stehen noch zwei Damen in der Halle, bei denen man seine Pfandbecher abgeben kann. Foreigner machen das, was sie immer getan haben, kommen mit dem Gründer Mick Jones auf der Bühne groß raus. Der Sound war super, die Organisation bei der An- und Abreise klappte reibungslos. Einzig rund 65 Euronen für heruntergezählte 90 Minuten tat schon einigen weh, vor allem, wenn man das Konzert vor zwei Tagen als Maßstab nimmt. Im Rahmen des Würth Open Air kostete das Ticket 69 Euro bei gleicher Setlist und man hatte noch das Alan Parson Live Project sowie Mother´s Finest als Support.

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