Headliner: Gold
Vorband(s): Hitten und Motorowl
Ort: UT Connewitz, Leipzig
Datum: 09.11.2019
Genre: Doom Rock, Psychodelic Rock, Heavy Rock, Heavy Metal
Link: https://www.facebook.com/events/3492680027424834/
Setlisten:
Hitten:
- Take It All
- Final Warning
- Liar
- Lady Killer/Endless Race
- Twist Of Fate
- Flight To Freedom
- On The Run
- Rocking Out The City
- In The Heat Of The Night
- State Of Shock
Gold:
- Wide-Eyed
- He Is Not
- Things I Whish I Never Knew
- Summer Thunder
- Old Habits
- I Do My Own Stunts
- Taken By Storm
- Please Tell Me You’re Not The Future
- You Too Must Die
- Why Aren’t You Laughing?
- O.D.I.R.
- Till Death Do Us Part
- Mounting Into Bitterness
- Truly, Truly Disappointed
Motorowl
Das UT Connewitz, ursprünglich ein alter Kinosaal im gleichnamigen Leipziger Stadtteil, ist schon seit einigen Jahren zu einer Veranstaltungsperle geworden. Es ist sogar das älteste noch erhaltene Lichtspielhaus der Stadt und somit etwas ganz Besonderes. Der ruinöse Charme der Anfangsjahre ist mehr und mehr einer behutsamen Restauration gewichten und mittlerweile ist es urgemütlich im UT. Das hat sich längst herumgesprochen und Gäste strömen in großer Zahl heran, die Halle wird voll. Selbst schon bei der ersten Band des Abends, Motorowl. Irgendwo zwischen Doom Metal und Psychedelic Rock mit ein paar Schleifen zu Progressive und Post Rock lässt sich der Sound von Motorowl beschreiben. Die Thüringer, seit 2014 aktiv, haben im letzten Jahr ihr zweites Album Atlas veröffentlicht, aus dem auch größtenteils an diesem Abend gespielt wird.

Hitten
Die Band aus dem südspanischen Murcia, im Moment auf ihrer Twist Of Fate-Tour, spielt waschechten Heavy Metal, als ob es die letzten 30 Jahre gar nicht gegeben hätte. Selbstverständlich patzen sie auch beim Outfit nicht. Es macht den Eindruck, als seien viele Besucher auch gerade wegen Hitten gekommen. Der Saal ist jetzt noch etwas stärker gefüllt und das Publikum feiert die Band. Die fünf Spanier lassen sich auch nicht lumpen und liefern ihre Show mi
Das Konzert beginnt mit Take It All und Final Warning, den ersten beiden Tracks des letzten Albums. Gerade der erste steht nicht umsonst auch am Anfang des Longplayers. Der Track kommt direkt zur Sache und zeigt die DNA der Band und wofür sie steht. Ohne lange Umschweife wird hier dem Heavy Metal der 80er gehuldigt, samt theatralischem Gesang, der bis in Falsetttöne geht. Das hätte so auch in den Billboard Charts der 80er laufen können neben Dokken oder Warrant. Heutige Vergleichsbands heißen eher Enforcer, Striker oder RAM. Sänger Alex Panza, erst seit 2017 dabei, hat die Songs im Griff. Seine Stimme passt perfekt zur Musik. Die Gitarren heulen auf, treiben den Rhythmus voran und die Soli erinnern herrlich an den Speed Metal der 80er. Gitarrist Johnny Lo
Mit Liar und einem Medley aus Lady Killer und Endless Race (beide aus unterschiedlichen Alben stammend) folgt nun ein Rückgriff auf älteres Material aus den beiden Vorgängeralben, ehe mit dem Titeltrack Twist Of Fate, Flight To Freedom, On The Run, Rocking Out The City und In The Heat Of The Night wieder viel aktuelles Material am Stück präsentiert wird. Bei dieser Musik gleitet man unweigerlich ab in alte Zeiten, als die Metalwelt noch einfach war, es noch nicht zahlreiche Subgenres gab (die allerdings auch alle interessant sind und die man nicht missen möchte) und in der Metal noch als Mainstream-Radiotauglich angesehen wurde und zwischen all den anderen Songs hohe Chartpositionen erreichte. Das ist hier reine Nostalgie. Nach State Of Shock und einer Zugabe ist jedoch leider schon wieder Schluss mit der Zeitreise. Die gute Stunde ist wie im Fluge vergangen.
Gold
Höhepunkt des Abends ist der Auftritt der belgischen Post-Metaller von Gold. Die Setlist der Headliner entpuppt sich als ganz auf das aktuelle, im April dieses Jahres veröffentlichte Album konzentriert. Was auch keine Überraschung ist, handelt es sich doch bei ihrer Would It Kill You To Smile?-Konzertreihe um eine Tour für eben dieses Album namens Why Aren’t You Laughing?. Allerdings werden auch einige Songs aus den letzten beiden Vorgängeralben mit eingestreut. Man merkt schon, die Band um Sängerin Milena Eva ist nicht ganz neu im Geschäft und hat ihren Stil längst gefunden.

Bestreitet Milena Eva den Anfang des Konzerts in einen langen schwarzen Mantel gehüllt fast unbeweglich, so steigert sich ihre Performance dann immer weiter. Nach und nach werden ihre Bewegungen eindringlicher, so zu älteren Songs wie Summer Thunder, Old Habits und I Do My Own Stunts. Es
Der Titeltrack des aktuellen Albums Why Aren’t You Laughing? wird umrahmt von den älteren Stücken You Too Must Die und O.D.I.R. Mit dem nachdenklichen Till Death Do Us Part, dem Wave-lastigen Mounting Into Bitterness und zum Schluss Truly, Truly Disappointed, bei dem die Gitarrenfront noch einmal zeigt, was sie kann, schließt nicht nur das aktuelle Album, sondern auch der Konzertabend im gut gefüllten UT Connewitz.

































