Seit Februar dieses Jahres können sich Fans von Hellysh über die neue Platte Heksenkæssel des Trios aus Ostfriesland freuen.
Dabei gibt es elf Tracks mit einer Spielzeit von gut 41 Minuten, was erst mal ein solides Fundament darstellt.
Denn Abwechslung gibt es musikalisch genug: Hier wird bei Songs wie Burden Of Mind mal die rockige Death-Metal-Keule ausgepackt, während man bei Children Of The Lost atmosphärischer wird und Hypocrisy dann etwas mehr Gas gibt.
Doch trotz dieses Angebots an verschiedenen Ausrichtungen merkt man schnell den Stil von Hellysh: Die Riffs leben viel von stehenden Tönen oder langgezogenen, geschredderten Riffs und Tönen. Dabei arbeiten Hellysh reduzierter und konzentrieren sich auf eine Handvoll tonaler Wechsel, bei denen die ein oder andere Melodie beziehungsweise ein Gitarrensolo eingeworfen wird. Begleitet wird alles von einem Schlagzeug, das nicht viele Experimente wagt, wodurch viel Raum entsteht, der noch gefüllt werden könnte.
In Summe kommt bei mir immer wieder der Gedanke auf: Das kennst du doch so ähnlich von Six Feet Under!
Und auch der Sound sowie die Vocals von Phil erinnern immer wieder stark an die frühen Phasen der Death-Metal-Veteranen aus den USA.
Allerdings erinnert das auch nur daran und klingt ein bisschen so, als würde man mit angezogener Handbremse fahren. Es fehlen die Power und der letzte Feinschliff im Songwriting und Mix, damit das hier richtig überzeugt.
Hier gibt es weitere Informationen zu Hellysh – Heksenkæssel in unserem Time For Metal Release-Kalender.



