I Am Heresy – Thy Will

“Aus Ernst wird Spaß!“

Artist: I Am Heresy

Herkunft: USA

lbum: Thy Will

Spiellänge: 44:16 Minuten

Genre: Metal / Rock / Noise / Punk

Release: 03.03.2014

Label: Century Media Records

Link: https://www.facebook.com/iamheresy/info

Klingt wie: Oathbreaker und Early Graves

Bandmitglieder:

Gesang – Nathan Gray
Gitarre – JaySin
Gitarre – Simon Gray
Gitarre – Gregg Kautz
Bass – Matt Balog
Schlagzeug – Crumbs

Tracklist:

  1. Rahabh
  2. Our Father
  3. March Of Black Earth
  4. Year Zero In The Temple Of Fire
  5. Destruction Anthems
  6. Thy Will I (Black Sun Alpha)
  7. The Will II (Black Sun Omega)
  8. Blasphemy Incarnate
  9. As Week Break
  10. Alarm
  11. Seven Wolves And The Daugthers Of Apocalypse
  12. Devour
  13. Throw Wide The Gates
  14. Hinnom I (Altar Of Fire & Earth)
  15. Hinnom II (This Is The Second Death)

I Am Heresy - Thy Will

Frühzeitig haben sich Century Media Records die Dienste der US-Boys I Am Heresy gesichert. Die Formation steht für ein musikalisch weites Spektrum, welches von Punk über Rock bis hin in Metal bzw. Hardcore Regionen vordringt. Wichtig ist für I Am Heresy nur, dass ihre Musik laut ist und ordentlich lärmt.

Den neuesten Longplayer Thy Will in die Rotation gebracht, weht dem Hörer direkt ein frischer Wind um die Ohren. Der fette Gitarrensound weiß sofort zu begeistern, die drei Äxte sorgen für eine ansprechende Vielfallt und einen derben Sound, der kompromisslos die Stücke antreibt. Rahabh geht direkt steil. Ohne Vorspiel schieben die Amerikaner wüste Rhythmen durch die Anlage. Hardcore-typischer Gesang sprießt aus der Kehle von Nathan Gray, der zusätzlich noch ganz andere Gesangsfarben auf dem Kasten hat. Für jemanden, der von I Am Heresy in der Vergangenheit noch nichts gehört hat, stellt sich Thy Will als ein spannendes Unterfangen ein. Keifend rollt der Zug aus dem Startbahnhof, mit dem bereits genannten Opener und dem folgenden Our Father. Richtig in Fahrt gekommen, steht die Verschnaufpause durch March Of Black Earth dem Langeisen mehr als gut zu Gesicht. Die Clean Gesang Parts sind erschreckend gut angesetzt – da, wo andere Newcomer ihre komplette Produktion an die Wand fahren, gehen I Am Heresy auf die Überholspur.

Im nächsten Augenblick ist die gemütliche Stimmung wie weggeblasen, Year Zero In The Temple Of Fire und Destruction Anthems ziehen wieder deutlich an. I Am Heresy haben schließlich kein Kuschelalbum produziert, sondern eine grundehrliche Scheibe, welche durch ihr meist lärmendes Klangbild einen wilden Charme erhält. Im weiteren Verlauf ändern die Amerikaner nichts an ihren Strukturen, inszenieren hier und da unberechenbare Momente, lassen ihre Muskeln spielen und machen durch ein unkompliziertes Songwriting einen offenen Eindruck für potenzielle Fans.

Auch zum Ende hin wird der Vorschlaghammer liebend gerne herausgeholt, die punkigen Noten durch fetztende Gitarrensoli zum Pulsieren gebracht, während die Lyrics mit voller Wuchtt ins Aufnahmegerät gerotzt werden. Rockige Passagen hingegen (wie bei Alarm) lassen I Am Heresy um 180 Grad drehen. Wer jetzt gleich an einen Qualitätsabriss denkt, wird eines Besseren belehrt. Es scheint fast egal zu sein, was die sechs Musiker anfassen und wie sie dieses durchführen, funktionieren tut wohl alles.

Fazit: I Am Heresy machen das Spiel zu Beginn bereit, dadurch entsteht viel Platz für Augenblicke, die sich beim Hörer wie ein Virus ins Gehirn fressen. Als Nachteil können Kritiker den Punkt aufführen, dass die Handschrift von I Am Heresy auf Thy Will schlecht auszumachen ist. Für eingefahrene Liebhaber der unspektakulären Hausmannskost sind die US-Amerikaner eindeutig zu feurig, für alle anderen, die lärmend über den Tellerrand gucken, kann Thy Will einer der Geheimtipps des Jahres werden

Anspieltipps: March Of Black Earth, Th Will I (Black Sun Alpha) und Throw Wide The Gates
Rene W.
8.5
8.5
Podcast
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