Kadavar – Berlin

“Von der Tugend geleitet und für Größeres bestimmt!“

Artist: Kadavar

Herkunft: Berlin, Deutschland

Album: Berlin

Spiellänge: 52:20 Minuten

Genre: Rock, Doom Rock, Retro Rock

Release: 21.08.2015

Label: Nuclear Blast

Link: https://www.facebook.com/KadavarOfficial

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Lupus Lindemann
Bassgitarre – Simon „Dragon“ Bouteloup
Schlagzeug – Tiger

Tracklist:

1. Lord Of The Sky
2. Last Living Dinosaur
3. Thousend Miles Away From Home
4. Filthy illusion
5. Pale Blue Eyes
6. Stolen Dreams
7. The Old Man
8. Spanish Wild Rose
9. See The World With Your Own Eyes
10. Circles In My Mind
11. Into The Night
12. Reich Der Träume (Bonus Track)

Kadavar - Berlin

Die Berliner Retro Rocker Kadavar aus dem Hause Nuclear Blast melden sich mit ihrem dritten Langeisen Berlin zurück. Elf neue Stücke haben es auf die neue Platte geschafft, die ab dem 21.08.2015 als neues Schlachtschiff den deutschen Rock der Black Sabbath-Glanzzeit hochleben lassen. Das Trio um Sänger und Gitarrist Lupus Lindemann steht für unkompliziertes Songwriting und für das feine Feeling, die alte Duftnote neu aufflammen zu lassen, ohne dabei zu staubig die Lungen der Käufer zu verpesten.

Wer Kadavar in den letzten beiden Alben Kadavar und Abra Kadavar, welches sie sogar in die Charts führte, reingehört hat, wird wissen, dass die Jungs aus der Hauptstadt ein groovendes Brett aus Psychedelic Riffs und galoppierenden Stoner Rock an den Tag legen. In eine Schublade stecken kann man Kadavar, muss man aber nicht zwingend. Zwar kann man die drei Musiker eingruppieren, jedoch nicht in ein enges, einschneidendes Korsett schnüren. In der Kreativität nicht eingesperrt, machen Kadavar auf Berlin das, was sie am besten können: Handgemachte Rockmusik mit Biss. Von einem Lord im Himmel, über Dinosaurier, über einem alten Mann, dunkelblaue Augen oder auch dem Statement, die Welt aus eigenen Augen zu sehen, ist alles dabei. Mir gefällt die Grundhaltung der drei Berliner, die unverbogen Rockmusik hochleben lassen – so wie es vor drei Jahrzehnten ganz andere (mittlerweile große) Namen gemacht haben, die heute, völlig vom Weg abgekommen, in völlig unverständlichen Bereichen wildern. Wer an Berlin Blut geleckt hat, kann die Truppe in nächster Zeit auf ihrer Europatour, die auch in diversen Deutschen Städten Halt macht, begutachten.

Fazit: Berlin steht der letzten Platte Abra Kadavar um nichts nach. Gradlinig ohne aufgeblähten Kunstsound basiert die Platte auf Tugenden aus der Zeit, wo ehrlicher Rock nicht nur eine Floskel, sondern eine Lebenseinstellung war. Berlin untermauert die beachtliche Leistung der ersten beiden Gehversuche, lässt noch ein wenig Luft nach oben, ohne an Niveau einzubüßen.

Anspieltipps: Pale Blue Eyes, The Old Man und Spanish Wild Rose
Rene W.
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