Once Human – The Life I Remember

“Auf Dauer etwas eintönig.“

Artist: Once Human

Herkunft: Vereinigte Staaten von Amerika

Album: The Life I Remember

Spiellänge: 42:52 Minuten

Genre: Metal

Release: 04.09.2015

Label: earMUSIC

Link: https://www.facebook.com/oncehuman

Bandmitglieder:

Gesang – Lauren Hart
Gitarre – Logan Mader
Gitarre – Skyler Howren
Bassgitarre – Damien Reinaud
Schlagzeug – Dillon Trollope

Tracklist:

  1. Trail Of Tears
  2. Ground Zero
  3. You Cunt
  4. Pick Your Poison
  5. Terminal
  6. Demoneyes
  7. Devil Can Have You
  8. Time Of The Disease
  9. I Am War
  10. The Life I Remember
  11. Siren
  12. Growing Colder

Once Human - The Life I Remember

Der Gründer der Band Once Human, Logan Mader, dürfte Fans der härteren Klänge noch als Gitarrist bei Machine Head und Soulfly bekannt sein. Außerdem hat er auch bereits Alben von so bekannten Bands wie Five Finger Death Punch, Gojira oder Periphery produziert. Nun war es also an der Zeit, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen, wobei Logan Mader nicht verhehlen kann oder will, wo er her kommt. Das Debütalbum von Once Human mit dem Titel The Life I Remember erscheint am 04.09. über earMUSIC, und für die Gestaltung des Covers konnte niemand Geringeres als Seth Siro Anton gewonnen werden.

Nach dem symphonisch gehaltenen Intro Trail Of Tears, das seltsamerweise in Ground Zero mehr oder weniger noch einmal wiederholt wird, geht die Band mit ihrer Shouterin Lauren Hart gleich mal richtig in die Vollen. Mich erinnert das Shouting von Lauren Hart ein wenig an Alissa White-Gluz. Bei dem noch eine Spur härteren You Cunt zeigt sie dann auch gleich mal richtig, was sie drauf hat. Klingt fast wie Dani Filth, wobei Logan Mader in einem Interview erklärte, dass Lauren Hart ursprünglich aus dem Black Metal kommt. Von daher passt es ja dann. 🙂

Ab Pick Your Poison stellt sich bei mir schon so etwas Ähnliches wie ein Gewöhnungseffekt ein. Der Song nimmt zwar ordentlich Tempo auf, ähnelt aber im Großen und Ganzen den ersten beiden Songs. Auch Terminal und Demoneyes verfolgen die gleiche Struktur und den gleichen Songaufbau und lassen mich ein wenig wegdämmern.

Und als ob Once Human selbst geahnt haben, dass sie jetzt doch mal irgendwas ändern müssen, gibt es bei Devil Can Have You plötzlich neben den Shouts auch Klargesang von Lauren Hart zu hören. Kann sie auch sehr gut und weckt mein Interesse aufs Neue. Auch bei The Life I Remember und dem letzten Song Growing Colder wechseln Klargesang und sehr aggressive Shouts einander ab. Im sehr getragenen I Am War gibt es sogar nur Klargesang zu hören. So haben Once Human zwar ab dem siebten Song mal was anders gemacht, das dann aber auch wieder gnadenlos durchgezogen. Schade eigentlich.

Fazit: Jeder Song für sich gesehen ist klasse, aber über die gesamte Spielzeit fiel es mir ziemlich schwer, aufmerksam zu bleiben, denn für mich klang irgendwann ein Lied wie das andere. Einen kleinen Weckruf haben Once Human dann noch mal ab dem siebten Song durch den Klargesang eingebaut, aber auch das wird dann wieder bis zum Ende durchgezogen. Das ist so, wie wenn man den Weckeralarm ausstellt, sich wieder ins Bett legt und weiter schläft. Wer die alten Sachen von The Agonist oder Arch Enemy mochte, kann dieses Album definitiv auch mal antesten, aber ich werde es wohl eher nicht mehr in einem Durchlauf hören.

Anspieltipps: You Cunt, Devil Can Have You und The Life I Remember
Heike L.
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