Sacred Blood – Alexandros

“Kleine Geschichtsnachhilfe gefällig?“

Artist: Sacred Blood

Album: Alexandros

Spiellänge: 52:59 Minuten

Genre: Epic Power Metal

Release: 29.05.2012

Label: Pitch Black Records

Link: Facebook, Bandhomepage

Klingt wie: hin und wieder wie Dropkick Murphys, Alestorm

Bandmitglieder:

Gesang – Epeios Phocaeus
Gitarre, Keyboard, Flöte, Pfeife, Akkordeon, 12-saitige Klassikgitarre – Polydeykis
Schlagzeug – Jim „the Animal“ Stamatis

Tracklist:

  1. The Warrior’s Scion
  2. The Bold Prince Of Macedonia
  3. The Battle Of The Granicus (persian In Throes)
  4. Phalanx Invicta
  5. Marching To War
  6. Golden Shields In The Sky
  7. Death Behind The Walls
  8. New God Rising (At The Oracle Of Siwa)
  9. Before The Gates Of Ishtar
  10. Battlefield Aenaon
  11. The Apotheosis Of Alexander
  12. Ride Through The Achaemenid Empire
  13. Heart Of The Ocean (Nearchus Advancing)
  14. Macedonian Force
  15. Legends Never Die

SacredBlood_Alexandros_Cover

Die Band Sacred Blood wurde im Jahre 2003 unter dem Namen Sacred in Polydeykis und Faethon (Griechenland) gegründet. Nach einer Demo im Jahre 2003 sowie dem ersten Album The Battle Of Thermopylae: The Chronicle Is Released im Jahr 2008, veröffentlicht das Trio Ende Mai diesen Jahres nun ihr zweites Album, Alexandros. Dieses handelt, wie der Name und der geschichtliche Hintergrund des Vorgängeralbums schon vermuten lässt, von den überlieferten Taten von Alexander dem Großen. Konzeptalben finde ich persönlich recht gut, da diese ein bestimmtes Thema aufgreifen und meist eine schöne Geschichte erzählen – anders als die Art von Alben, auf der einfach alle vorhandenen Songs zusammengepackt wurden. Ob dieses Konzept bei den drei Griechen aufgegangen ist, wird sich gleich zeigen.

Der Beginn ist, wie erwartet, episch: eine Erzählerstimme kombiniert mit instrumentaler Untermalung (unter anderem einem Dudelsack) macht uns der Grundgeschichte vertraut und schlägt somit einen Bogen zum ersten richtigen Song, The Bold Prince Of Macedonia. Und dieses Stück überzeugt. Die Kombination von orchestralen Elementen mit den Standard-Elementen des Power Metals ist passend gewählt und gefällt, auch wenn der Song insgesamt eher eines der langsameren Stücke ist. Und wie es oft so ist, hält sich die anfängliche Stimmung im weiteren Verlauf des Albums. Power Metal? Ja, auf jeden Fall, die typischen Elemente werden hier von Sacred Blood in die Schlacht geschickt und zeigen voller Würde, wofür ihr Name steht. Episch? Auch diese Eigenschaft wird auf dem Album klar verdeutlicht. Kampfgeräusche, jubelnde Menschen, die stets wiederkehrende Erzählerstimme und folkloristische Instrumente beschwören eine Stimmung, bei der man sich nicht wie der Prinz von Mazedonien, sondern gar wie der Gott von Mazedonien fühlen kann. Mit vor Stolz geschwollener Brust höre ich mich immer weiter durch das Album und lasse mich auch von dem teils enorm hohen Gesang nicht mehr auf den Boden der Tatsachen zurückholen – ich denke, die Zeit für ein Fazit ist gekommen.

Fazit: Geschichtsunterricht mal anders. So oder so ähnlich könnte das Album Alexandros des griechischen Trios von Sacred Blood auch heißen. Denn wer noch nichts über Alexander den Großen weiß, bekommt hier eine ordentliche Portion Nachhilfe, die mit kräftigen Riffs, epischen orchestralen Elementen und starkem Gesang vor einer Kampfkulisse dargeboten wird. Anspieltipps: The Bold Prince Of Macedonia, Death Behind The Walls, New God Rising (At The Oracle Of Siwa) & Ride Through The Achaemenid Empire
Petra D.
7.5
7.5
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