Artist: Burning Sun
Herkunft: Debrecen, Ungarn
Album: Retribution
Genre: Heavy Metal, Power Metal
Spiellänge: 38:15 Minuten
Release: 22.08.2025
Label: Metalizer Records
Link: https://burningsun.bandcamp.com/album/retribution
Bandmitglieder:
Gesang, Gitarre – Pancho Ireland
Bass – Zoltán Pap
Tracklist:
- By The Light
- Fight In The Night
- Aftermath
- Cold Winds
- Heart Of Darkness
- Open Your Eyes
- Shadows Undone
- Redemption
Wenn eine Band als Duo antritt, die Vorbilder Helloween und Grave Digger ausruft und ein Fantasy-Konzept-Album ankündigt, gehen spätestens die Alarmglocken an. Der Blick auf die Protagonisten stellt die Frage nach dem Drummer im Studio. Die Antwort dürfte ähnlich ausfallen, wie bei Running Wild. Die Eckdaten machen wenig Appetit auf den Genuss von knapp 40 Minuten Power Metal aus Ungarn.
So schlimm ist es aber nicht. Die beiden Herren haben ein gutes Gespür für Melodieführung und auch die Saitenarbeit und Vocals sind keine Katastrophe. Was bleibt, ist ein billig klingender Sound, nicht nur bezüglich der Drums. Dass Helloween die großen Vorbilder von Pancho Ireland und Zoltán Pap sind, lässt sich sofort beim Opener By The Light ableiten. Nur vom Niveau, das Helloween nach der Reunion liefern, sind Burning Sun Lichtjahre entfernt.
Nummern wie Fight In The Night, Cold Winds oder Heart Of Darkness mit freundlichen Grüßen an Chris Boltendahl stören nicht, wenn sie laufen. Wenn die Stücke nicht laufen, wird diese wahrscheinlich niemand vermissen. Aftermath sticht mit dem balladesken Anfang zunächst hervor, kann aber im Verlauf das Niveau nicht halten und verfällt sowohl von der Produktion als auch vom Refrain mit dem Backgroundgesang in Richtung Discounter-Metal. Schnell produzierte CD, quadratisch und glatt, passt unter jede Ladentheke und kann alternativ als Möbelstück für wackelnde Stühle und Tische eingesetzt werden.
Das Schlusswort Redemption ist der Langläufer mit knapp sechs Minuten, das an den grundsätzlichen Problemen des Albums aber nichts ändert. Ideen sind vorhanden, Melodien können die Herren auch, beim Rest ist noch sehr viel Luft nach oben.




