Eventname: Awakening Tour 2019
Headliner: Sacred Reich
Vorband: Night Demon
Location: Colos-Saal, Aschaffenburg
Datum: 10.12.2019
Zuschauer: ca. 450
Setlisten:
- Ritual
- Full Speed Ahead
- Overkill (Motörhead Cover)
- Dawn Rider
- The Howling Man
- Heavy Metal Heat
- Curse Of The Damned
- Screams In The Night
- The Chalice
- Darkness Remains
- Night Demon
- Divide & Conquer
- The American Way
- Manifest Reality
- Awakening
- Love…Hate
- Free
- Crimes Against Humanity
- Who’s To Blame
- Ignorance
- Salvation
- Independent
- Killing Machine
- Death Squad
- Surf Nicaragua
Es ist Dienstagabend und die alten Thrash Haudegen aus Arizona, Sacred Reich, haben sich für ein Gastspiel im Aschaffenburger Colos-Saal angesagt. Dafür verlässt man so kurz vor Weihnachten doch gerne noch mal seine hessische Heimat und begibt sich über die bayrische Landesgrenze nach Unterfranken, um einem der geilsten Liveclubs Deutschlands wieder mal einen Besuch abzustatten.
Als ich eintreffe, macht sich erst mal etwas Irritation bei mir breit: Bistrotische, Getränke aus Gläsern und, was allerdings nicht ganz so ungewöhnlich ist, keine Absperrung vor der Bühne, die zum ungestörten Fotografieren genutzt werden kann. Auf Nachfrage werde ich aufgeklärt, dass Letzteres von der Band so gewünscht ist. Bzgl. Gläser und Bistrotische herrscht hier heute einfach Vertrauen in ein (wohl auch alterstechnisch) vernünftiges und entspanntes Publikum.
Das Colos-Saal füllt sich dann auch recht zügig, sodass die Bistrotische rasch aus dem Blickfeld verschwinden und schon eine stattliche Meute den Opener Night Demon im Empfang nimmt. 
Nach nur ca. 15 Minuten Umbaupause stehen dann auch schon Sacred Reich auf den Brettern. 23 Jahre hat sich Phil Rind Zeit gelassen, um mit seinen Mannen in diesem Frühjahr mit Awakening den Nachfolger auf das 1996 erschienene Heal zu veröffentlichen. 
Fast ständig grinsend wirkt er zufrieden und mit sich und der Welt im Reinen. Seine Augen bestätigen seine Aussage, dass er heute extrem müde ist, seiner Performance tut dies aber keinen Abbruch. Zu seiner Linken tobt sich Gitarrist Joey Radziwill seine jugendliche Energie raus. Bei der Frage nach dem Alter der Youngster in der ersten Reihe, erfahren wir von einem lachenden Phil, dass Joey genauso alt ist, wie der zweitjüngste Konzertbesucher: 16 Jahre! Das stimmt natürlich nicht, tatsächlich war der 23-jährige Gitarrist bei der Veröffentlichung von Heal aber noch nicht geboren. Wiley Arnett, seit 1986 Bandmember, macht im Grunde nur das, was er immer macht: cool und locker geile Riffs raushauen. Im Hintergrund gibt Dave McClain, bereits in den 90ern und nun seit 2018 wieder Schlagzeuger der Band, die Studioeinspielungen scheinbar mühelos so dermaßen originalgetreu wieder, dass es mir zeitweise die Kinnlade runterklappt. Wahnsinn! Eine neue CD bedeutet natürlich auch, dass diese entsprechend umfangreich eingebaut wird und damit Klassiker hinten runterfallen. 
Der jüngste Besucher heute Abend war übrigens zwölf Jahre alt! Metal und Sacred Reich verbinden sowohl auf als auch vor der Bühne Generationen!















