Satyros – Riven

“Perfekte Kombination!“

Artist: Satyros

Album: Riven

Spiellänge: 61 Minuten

Gerne: Melodic Black/Death Metal

Release: März 2011

Label: selbst produziert

Link: http://www.myspace.com/satyrosband

Klingt wie: Nocturnal Eclipse, Winter Whispers

Bandmitglieder:

Gesang – Matthias
Gitarre – André
Gitarre/Bass – Andreas

Trackliste:

  1. Purify
  2. Sardonica
  3. Eyes Of Eternity
  4. Wermode´s Fall
  5. Ataraxia
  6. Seizing The Sceptre Of God
  7. Riven
  8. Irasyati
  9. Traumhallen
  10. Lost In Grey
  11. Moments Of Mine
  12. in Dialogue With Time

Atmosphäre, Natur und atemberaubende Instrumente – das sind Satyros. Die deutsche Band hat ein Gespür für perfekte Inszenierung von Emotionen sowie anderen Thematiken und will dieses mit dem neuen Album Riven bestätigen. Die Jungs aus Singen formierten sich schon 2005, blieben aber noch sehr unbekannt. Die Produktion hat die Truppe selbst vorgenommen und hofft auf viel Anklang und auf Gewinnung neuer Fans. Die Kombination von Black und Death Metal mit Melodic hat sich schon in der Vergangenheit als erfolgreich bewiesen und auf diesen Zug springen die Singener auf.

Es ist faszinierend zu beobachten, dass die Band zwei Seiten hat. Auf der einen Seite steht der typische Black Metal mit wiederholenden Riffs und einem aggressiven Scream, doch auf der anderen Seite gibt es auch überlagernde Rhythmen, ein Schlagwerk, das nicht im Grundtakt bleibt, sondern oft eigene Wege geht und die perfekten Soli, die äußerst kreativ eine Menge Abwechslung hineinbringen. Das Konzept von Satyros{ ist mir in dieser Form noch nie erschienen und zeigt, dass man sich trotz eindeutiger Merkmale neu erfinden kann. Die instrumentalen Abschnitte sind durchzogen von wilden Gitarrenfiguren und heftigen Drums, aber der textliche Part steht eindeutig im Vordergrund. In hohem Scream schreit Matthias seine Lyrics ins Mikrofon und wird zeitweise durch den Gitarristen André unterstützt. Im Song Sardonica lässt sich dieser Eindruck perfekt bestätigen.

Die Tempi sind meist hoch angesetzt und erzeugen Aggression. Die Songs klingen gar nicht so melodisch, denn das Keyboard ist nur im Background zu hören und erhält wenig Raum. Die Gitarren sorgen für die Aura und werden vielseitig eingesetzt. Doch natürlich bietet das Album eine Vielzahl von Interpretationen und nichts klingt identisch. Man erkennt die Passion der Band und diese hält den Hörer bei der Stange.

Wermode´s Fall hebt sich von den vorigen Titeln ab, denn er beginnt ruhig und der Gesang ist enorm tief. Zudem sorgen die anfangs gewählten klaren Keyboardklänge für die nötigen Emotionen. Eindringlich und zugleich verträumt wirkt dieser Track.

Jeder Song trägt eine eigene Einleitung, die zur Thematik passend ist. Ein Beispiel hierfür ist Seizing The Screptre Of God, der eine sakrale Hintergrundmusik beinhaltet. Zudem wird für verschiedene Stimmungen gesorgt und nicht alles erscheint düster und im Licht des Black Metals. Lost in Grey ist positiv und erstrahlt mit virtuosem Riffing, welches den Hörer einnimmt. Das Stück ist vorrangig instrumental und zeigt ein beeindruckendes Solo, welches auf höchstem Niveau präsentiert wird.

Fazit: Die Band begeistert durch hohe Spielkunst, die sich vor allem in den Figuren der Gitarren widerspiegelt. Der oft unrhythmische Sound wirkt passend und nicht wirr zusammen geschustert. Das Album ist komplett durchdacht und hervorragend produziert. Qualität steht an oberster Stelle ebenso wie die perfekte Präsentation der Tracks. Ich kann die Scheibe jedem empfehlen, denn sie macht Spaß und ist weniger melodisch, als man denkt. Anspieltipps: Wermode´s Fall, Lost In Grey
Nadine S.9
9
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