The Vertical Slide Orchestra – 2/3 Ohrenfeindt im Kneipen-Akustik-Set am 20.04.2019 auf St. Pauli

Ein Kneipenkonzert der besonderen Art

Eventname: The Vertical Slide Orchestra at The Other Place Hamburg /1

Headliner: The Vertical Slide Orchestra

Support: keinen

Ort: The Other Place, Hamburg

Datum: 20.04.2019

Kosten: Eintritt frei

Genre: Classic-Rock, Vollgasrock

Besucher: ca. 50

Veranstalter: The Other Place Hamburg

Link: https://www.facebook.com/events/341033069872281/

Setliste:

1. Mit 18
2. Job In ’ner Bank
3. Summer Of 69
4. Whole Lotta Love
5. You  Shook Me All Night Long
6. Auf Die Fresse Ist Umsonst
7. Dead Or Alive
8. Hey Hey My My
9. Dust My Broom
10. Fernweh
11. Heule Den Mond An
12. Alright Now
13. We Will Rock You
14. Butcher And Fast Eddy
15. Nice Boys
16. Hoochie Coochie Man
17. Motor An
18. Eisbär
19. Tanz Nackt
20. Proud Mary
21. TNT
22. Tush
23. Whole Lotta Rosie
24. I Love Rock ’n‘ Roll
Zugabe:
25. Rock ’n‘ Roll Sexgott
26. Highway To Hell
27. Mercedes Benz

Kennt ihr das? Man geht in eine Kneipe, da sitzen zwei Jungs mit Gitarren und spielen Rock ’n‘ Roll. Irgendwie kommen die einem bekannt vor…
Genau so ging es gestern vielen auf St. Pauli.
St. Pauli – die ausgewiesene Heimatstadt der Combo Ohrenfeindt.

Gut, wir waren eingeweiht… Auf der  Facebook-Veranstaltungsseite steht zu lesen „Das Unplugged-Gitarren-Sturmtief aus dem Norden. Das gnadenlose Volle-Pulle-Rock ’n‘ Roll-Gewitter ohne Rücksicht auf Verluste. Zwei Mann, zwei Gitarren und ein Bottleneck aus der Hölle. Von AC/DC über Ohrenfeindt und Rose Tattoo bis ZZ Top. Kracht geil!“. Das macht einen neugierig, aber keinen Hinweis auf die Darsteller..

Wir sind früh in Hamburg, gehen erst einmal in das Hard Rock Cafe zum Abkühlen. In Hamburg ist von einem Tag auf den anderen plötzlich Sommer…
Gestärkt schlendern wir auf den Kiez. Die Motorradkneipe The Other Place liegt direkt am Eingang zur Herbertstraße und erfreut sich einer regen Kundschaft. Pünktlich zum Soundcheck sind wir da, können uns so einen Top-Platz in der kleinen Kneipe sichern. Chis Laut und Pierre Blesse alias „Keule“ begrüßen uns und verkünden, dass das Konzert erst gegen 22/22:30 Uhr stattfinden wird. Na gut. Machen wir es wie die beiden und gehen noch etwas essen…

Alle sind pünktlich wieder da, doch los geht es erst um 23 Uhr. Besucher des HSV-Spiels und Touristen, Neugierige und Stammgäste lassen die Temperatur in dem Club steigen. Total unspektakulär sitzen die beiden in einem Séparée und beginnen zu spielen. Nur eine Handvoll Leute sind wegen der Musik da.
So spulen die beiden dann ihr Programm ab. Eine Zeitreise durch die Rockklassiker wurde versprochen und so kommt es auch. Westernhagen darf beginnen aber Ohrenfeindts Job In ’ner Bank folgt sogleich. Mal sehen, ob jemand reagiert… Auch durch versteckte Ansagen kommt keine Reaktion vom immer stärker alkoholisierten Publikum. Bryan Adams, Led Zeppelin, AC/DC und dann wieder etwas Eigenes. Draußen auf der Davidstraße ist plötzlich Alarm. Das SEK sperrt die Kreuzung zur Herbertstraße ab, Schaulustige bevölkern die Straße. Eine alkoholisierte englische Besuchergruppe verirrt sich in die Kneipe und beginnt zur Musik zu tanzen. Bon Jovi, Neil Joung, etwas Unbekannteres von Elmore James und wieder Ohrenfeindt. Durchgeschwitzt zieht die englische Karawane weiter. Um Mitternacht ist nach 12 Titeln Pause. Zur Abkühlung wird draußen geraucht, obwohl das The Other Place eine Raucherkneipe ist. Der SEK-Einsatz dauert an, es soll wohl eine Hooligan-Schlägerei in einem Restaurant gegeben haben. We Will Rock You, der Queen Klassiker, läutet die zweite Runde ein. Ruckzuck ist die Kneipe wieder voller Leute. Butcher And Fast Eddy und Nice Boys von Rose Tattoo werden lautstark mitgesungen, das Ganze nimmt Fahrt auf. Nach Muddy Waters kommt wieder ein eigener Block. CCR, ZZ Top, AC/DC und Joan Jett – die Kneipenbesucher ticken trotz der vorgerückten Stunde aus. Es ist halb zwei. Wir lassen die Zugaben aus und machen uns auf den Heimweg. Noch ’ne Stunde Fahrt, und ein Konzertabend der besonderen Art bekommt seinen Abschluss.

Fazit: Wieder einmal war Hamburg eine Reise wert. Auch wenn nicht alle Griffe richtig saßen, der Spaßfaktor zählte. Ich finde es klasse, das kleine Kneipen und Bands solche Konzerte veranstalten und unterstütze dieses, so gut es geht. Wer solch einen Abend auch erleben möchte – am 1. Juni findet das Ganze mit einer geänderten Setliste noch einmal statt.

Kommentare

Kommentare

Weitere Beiträge
Dopethrone / High Fighter – am 15.08.2019 im Kesselhaus im Schlachthof Wiesbaden