2. K-Town Metalfest vom 27.07. – 29.07.2018 in Köthen

Name: 2. K-Town Metalfest

Bands: Apega, Albez Duz, Bömbers, Chasing Death, CxAxHx, Casket, Deranged, Drill Star Autopsy, Eminenz, Himinbjorg, Infest, IXXI, Lifeless, Mallevs Maleficarvm, Mist Of Misery, Mutilated Judge, Ophis, Osserp, The Lamplighters, Thulcandra, Thrudvangar

Ort: Köthen

Datum: 27.07. – 29.07.2018

Kosten: VVK: 30 €, AK: 35 €

Genre: Thrash Metal, Black Metal, Doom Metal, Death Metal

Link: https://www.facebook.com/events/112149212766667/

K-Town Metalfest? Nie gehört. Wann? Wo? Welche Bands?
Genau so erging es mir, als ich zum ersten Mal von diesem regionalen Event hörte. Nicht mal eine Stunde Fahrzeit entfernt findet das K-Town Metalfest in Episode zwei statt. Hierbei steht das K für Köthen, jener Ort, welchen das Event mit sich bringt. Mit etwa 30.000 Einwohnern mitten im idyllischen Sachsen Anhalt unweit im Dreieck Halle, Magdeburg und Dessau.

Wenn man sich das Lineup so ansieht, könnte man denken, dass dieses Event schon viel länger existiert. Bereits im Jahr 2017 trumpfte Veranstalter Kai Linkohr ganz groß auf. Direkt zum Debüt gab es Fantoft, Fleshless und als Headliner Hate. Gewagt und ein großartiger Start für das kleine Event! In diesem Jahr hingegen fahren Geschütze wie Mist Of Misery Cytotoxin, Thulcandra und sogar Bömbers auf. Fans von Abbath können sich hier als getrost die Motörhead-Cover geben und entspannt ihr Bier vor der Bühne verzehren. Apropos Bier – kommen wir doch zum Event.

Angekommen im Nichts, finden wir das kleine Gelände vor, an dem sich am Samstag schon einige Hartgesonnene bei 35 Grad ihre Getränke schmecken lassen. Der kleine Zeltplatz genießt hier heute ausreichend Platz und auch Parkplätze sind massig vorhanden. Wir trudeln gegen 13 Uhr ein und finden einen fast leeren Ground vor. Die ersten Bands spielen bereits, und nur 10-15 Leute sitzen im Schatten des Mischpultes und schauen diesen dabei zu, wie sie sich auf der Bühne ein Schweißperlenbattle geben. Direkt aufgefallen ist mir, dass es keine Schattenplätze gibt. Keine Bäume, keine Sonnenschirme, nichts. Ein harter Tobak bei diesen Temperaturen. Lediglich das Backstagezelt kann man als solches wahrnehmen.  Mein erster Weg wird somit direkt dorthin führen. Kalte Getränke stehen bereit und Sitzmöglichkeiten reichen aus, um kurz zu verschnaufen. Immer wieder pendeln Besucher in den Bereich, der eigentlich nur für Presse und Bands gedacht ist. So gibt es keine Kontrollen, wer sich genau wo rumtreibt. Letztendlich wurde dennoch nichts geklaut, auch wenn das Zelt unbeaufsichtigt zurück gelassen wurde. Klein und familiär bleibt es auch am Nachmittag. Die drückende Hitze schlägt sich auf die ersten Besucher nieder, und so kann man beobachten, wie sich die ersten Hitzekollapse ausbreiten. Auch ich bleibe nicht verschont, und wärend ich mir den Auftritt von Mallevs Maleficarvm zu Gemüte ziehe, wird mir schwarz vor Augen.

Die Besatzung von Mallevs Maleficarvm reist aus ganz Deutschland an und gibt trotz der tropischen Atmosphäre eine authentische Show. Allen ist das Wetter ein harter Dorn im Auge. Nichts desto trotz wird es schnell voll. Vor der Bühne tummeln sich wärend des gesamten Sets unerwarteterweise 30 Gäste. Den Jungs ist es dennoch nicht zu schade, eine Show mit Schweineblut aufzufahren. Eine schöne abgerundete Sache – wäre da nicht der Ton. Leider steckt dieser etwas zurück. Auch Kinder finden sich ein und begrüßen die Black Metal Bands.

Kurz nach dieser Einlage ziehen Wolken auf, und ein großes Gewitter reitet ein. Nanu? Regen? Und das nicht zu knapp! Landunter, leider ohne Schirm und Unterstand für die Besucher. Diese verziehen sich alsbald in ihre Autos oder Zelte. Es möchte an dieser Stelle kein Ende geben – daher entschließen wir uns abzureisen. Resultat: Zwei von fünf Freunden genießen am heutigen Abend einen Sonnenstich nach 3 Stunden Festival. Mir gehört dazu ein schöner Sonnenbrand. Da ich bisher immer dachte, dass das In Flammen Festival zum heißesten Festival Deutschland auftaktet, darf ich diesen Punkt nun gebührend weitergeben.

Am Abend reichen sich noch Thulcandra und Bömbers die Mikrofone in die Hand. Das ist durch die ganze Stadt zu hören. Da ich 10 Kilometer vom Platz entfernt zur Ruhe komme, kann ich trotz alledem noch die Musik genießen, denn es hallt so laut, dass man denken könnte – es sei nebenan.

Auch wenn dieses Event zu den kürzesten von mir besuchten zählt, denke ich, dass hier noch sehr viel Potenzial vorhanden ist. Ich bin gespannt auf das nächste Jahr!

 

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