The Great Old Ones – Kadath

Der Cthulhu Zyklus geht in eine neue Runde

Artist: The Great Old Ones

Herkunft: Bordeaux, Frankreich

Album: Kadath

Spiellänge: 61:15 Minuten

Genre: Post Black Metal

Release: 24.01.2025

Label: Seasons Of Mist

Link: https://www.thegreatoldonesband.com/

Bandmitglieder:

Gitarre und Gesang – Benjamin Guerry
Gitarre – Aurélien Edouard
Gitarre – Alexandre „Gart“ Rouleau
Bassgitarre – Grégory Vouillat
Schlagzeug – Julian Deana

Tracklist:

  1. Me, The Dreamer
  2. Those From Ulthar
  3. In The Mouth Of Madness
  4. Under The Sign Of Koth
  5. The Gathering
  6. Leng
  7. Astral Void (End Of The Dream)

Mit Kadath veröffentlichen die Jünger Cthulhus von The Great Old Ones das mittlerweile fünfte Studioalbum seit ihrer Gründung im Jahr 2009. Nach dem großen Erfolg des 2017er-Albums EOD – A Tale Of Dark Legacy sowie zahlreichen Touren mit verschiedenen hochklassigen Bands und Auftritten auf Festivals wie dem Brutal Assault, dem Hellfest oder dem Eindhoven Metal Meeting, ging es für das Quintett aus Frankreich nach Paris ins Studio Sainte-Marthe, in dem unter den wachsamen Augen von Francis Caste besagtes fünftes Werk namens Kadath entstand. Wo The Great Old Ones draufsteht, erwartet den Hörer Post Black Metal, dessen düstere neblige Tentakel den Hörer in die Welt des Cthulhu Mythos entführen.

Und so entfalten The Great Old Ones eben jene mystische Atmosphäre direkt von Anfang an. Me, The Dreamer ist, so würde ich behaupten, der prototypische Song dieser Platte. Denn der Stil bleibt durch die eine gute Stunde dauernde Geschichte gleich, trotzdem wechseln sich getragene Parts mit und ohne Gesang unterlegt mit deutlich forscheren Abschnitten ab. Hier geht es dann auch durchaus mal anständig zur Sache, wobei Benjamin Guerry am Gesang nebst Bandkollegen immer eine gute Balance findet, um das Werk nicht zur reinen Geprügel-Orgie verkommen zu lassen. In The Mouth Of Madness ist hierfür ein hervorragendes Beispiel. Der Song startet mit disharmonischen Melodien, kratzigem Gesang und getragenem Tempo, bevor er dann Fahrt aufnimmt. Nach einem kurzen Sprint fällt er dann wieder zurück in einen Midtempo-Part, der aber mit ganz eigenem Charakter aufwartet. Der Folgetrack Under The Sign Of Koth hingegen startet direkt mit einem strammen Tempo und prügelt sich so durch die ersten drei Minuten, bevor dann der typische Break in einen getragenen Part kommt.

In der guten Stunde Spielzeit erwarten den Hörer acht Tracks, die, laut Aussage der Band, „das jüngste Kapitel ihrer Eldritch Saga, Kadath, darstellen – ihr unnachgiebiges Streben nach Erforschung der Grenzen der Realität und der Vorstellungskraft.“ Die Platte offeriert „eine Einladung zu einer Reise jenseits des Vertrauten, in eine Welt des kosmischen Schreckens und der Ehrfurcht gebietenden Schönheit, wo die alten Götter noch umherstreifen und Träume in die Wirklichkeit bluten.“

Falls ihr The Great Old Ones live erleben wollt, findet ihr hier weitere Infos zur anstehenden Tour:

District 19: präsentiert die „Mantras For Peaceful Death Over Europe“-Tour von Cult Of Fire, The Great Old Ones & Caronte

The Great Old Ones – Kadath
Fazit
Kadath stellt eine in sich stimmige Platte dar, die für Fans des Genres definitiv ein Hörerlebnis darstellt. Was mir so ein bisschen fehlt, ist, dass kein Song, trotz mehrfachem Hören des Silberlings, wirklich heraussticht. Versteht mich nicht falsch, die Platte ist auf sehr hohem Niveau produziert und musikalisch definitiv großes Tennis. Aber ihr fehlt so das gewisse Etwas, um sie für mich ganz nach oben zu heben.

Anspieltipps: In The Mouth Of Madness und Under The Sign Of Koth
Oliver J.
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