Mit Loss präsentiert die portugiesische Post-Black-Metal-Band Gaerea ihr fünftes Studioalbum, das am 20. März 2026 über Century Media Records erscheint und sowohl als CD als auch auf Vinyl erhältlich sein wird. Für die maskierte Formation aus Porto markiert die Platte zugleich ihr Debüt beim renommierten Metal-Label. In weniger als einem Jahrzehnt hat sich das Kollektiv, im Kern bestehend aus Alpha (Gitarre, Gesang), Rho (Bass), XI (Schlagzeug) und Omega (Gitarre), zu einer der spannendsten Bands im modernen Extreme Metal entwickelt – getragen von kompromissloser Intensität, emotionaler Tiefe und einer geheimnisvollen Ästhetik.
Post Black Metal mit neuen Facetten
Auch auf Loss folgt die Band konsequent ihrem Instinkt. Das Album greift die bekannten Post-Black-Metal-Elemente auf, erweitert sie jedoch um neue Nuancen. Neben den harschen Vocals tauchen immer wieder klarere Gesangspassagen auf, während einige Refrains eine überraschende Eingängigkeit entwickeln. Trotz dieser Öffnung bleibt der Sound düster, intensiv und voller emotionaler Spannung.

Pic by Big Simonski
Kraftvolle Songs mit atmosphärischer Tiefe
Der Opener Luminary setzt sofort ein markantes Zeichen. Präzise Drums und scharf geschnittene Riffs treiben das Stück nach vorne, während melodische Gitarrenlinien eine epische Dimension eröffnen. Submerged lebt von starken Gegensätzen. Aggressive Blastbeats und wütende Gitarrenattacken stehen hier neben luftigen, beinahe schwebenden Passagen. Wenn sich darüber melancholische Gitarrenflächen ausbreiten, entsteht ein intensiver Moment, der im letzten Drittel in einem epischen Höhepunkt mit klarem Gesang und geisterhaften Hintergrundstimmen kulminiert. Mit Hellbound schlägt die Band eine besonders brachiale Richtung ein, die so nach dem kurzen atmosphärischen Auftakt nicht zu erwarten war. Bei Uncontrolled dominieren raue Vocals das Klangbild, während melodische Schichten die Musik in eine faszinierende Balance zwischen Aggression und Atmosphäre führen.
Der Song Phoenix gehört für mich zu den zugänglichsten Momenten des Albums. Der Song lebt von einem treibenden Groove und einem äußerst eingängigen Refrain. Cyclone beginnt zunächst etwas zurückhaltender, entwickelt sich jedoch schnell zu einem Sturm aus komplexen Drumfiguren und lodernden Gitarren. Das kurze atmosphärische Lbrnth, mit weiblicher Stimme im Mittelteil, fungiert anschließend als kurzes Intermezzo, bevor das nachfolgende Nomad wieder mit voller Intensität einsetzt. Den Abschluss bildet Stardust, das die emotionalen Themen des Albums bündelt und Loss in einer dichten, melancholischen Klanglandschaft ausklingen lässt.
Hier! geht es für weitere Informationen zu Gaerea – Loss in unserem Time For Metal Release-Kalender.



