Mit Coronach, das am 27.03.2026 über Century Media Records erschienen ist und dort sowohl als CD als auch auf Vinyl erhältlich ist, legt James McBain alias Hellripper den nächsten eindrucksvollen Beweis dafür vor, dass auch im Blackened Speed/Thrash Metal noch reichlich kreatives Potenzial steckt.
Rasender Einstieg mit Atmosphäre
Schon der Opener Hunderprest lässt keine Zweifel an der Marschrichtung aufkommen: Hohes Tempo, aggressive Riffs und ein treibendes Schlagzeug dominieren das Geschehen. Gleichzeitig blitzen unerwartete Klangfarben auf, die dem Stück eine düstere, fast mystische Note verleihen. Auch Kinchyle (Goatkraft & Granite) knüpft daran an, verbindet Geschwindigkeit mit einprägsamen Melodien und überrascht mit kleinen, aber wirkungsvollen Details im Arrangement.
Mehr Tiefe im Songwriting
Im Vergleich zu früheren Veröffentlichungen zeigt sich das Songwriting deutlich weiterentwickelt. The Art Of Resurrection nenne ich hier mal exemplarisch dafür: Ein atmosphärischer Einstieg führt in einen Song, der gekonnt zwischen Härte und klassischen Heavy-Metal-Elementen pendelt. Dabei bleibt der charakteristische, raue Gesang stets erhalten und sorgt für die nötige Bodenhaftung.
Kompromisslose Härte und Dynamik
Natürlich kommt die rohe Seite nicht zu kurz. Stücke wie zum Beispiel Blakk Satanik Fvkkstorm liefern die erwartete Hochgeschwindigkeitsattacke mit messerscharfen Riffs und unnachgiebigem Vorwärtsdrang. Die Auswahl der Songs sorgt für Abwechslung und Energie.

Pic by Big Simonski
Epischer Abschluss
Der Titeltrack Coronach bildet gleichzeitig den Abschluss und Höhepunkt des Albums. Mit seiner ausgedehnten Spielzeit entfaltet er eine dichte, fast epische Atmosphäre. Unterschiedliche Gesangsstile, epische Gitarrenpassagen und ungewöhnliche Elemente wie gesprochene Parts verleihen dem Stück eine besondere Tiefe und zeigen die Weiterentwicklung von Hellripper eindrucksvoll auf.
Live-Qualitäten
Ich hatte zudem vor einigen Jahren bereits die Gelegenheit, Hellripper live bei einem kleinen Konzert zu erleben, und genau hier zeigt sich eine weitere Stärke des Projekts. Das, was James McBain im Studio nahezu im Alleingang erschafft, funktioniert auch auf der Bühne mit Live-Musikern erstaunlich gut. Die rohe Energie, die Geschwindigkeit und die melodischen Feinheiten lassen sich problemlos übertragen und sorgen live für eine ebenso intensive wie mitreißende Erfahrung.
Hier! geht es für weitere Informationen zu Hellripper – Coronach in unserem Time For Metal Release-Kalender.



