Isegrim – Isegrim EP (Re-Release)

22.05.2026 – Black Metal – Fireflash Records – 25:29 Minuten (ohne Bonus)

Seit dem 22.05.2026 ist die neu aufgelegte Vinyl-Version der selbst betitelten EP von Isegrim über Fireflash Records erhältlich. Damit kehrt ein Stück deutscher Underground-Black-Metal-Geschichte zurück, das ursprünglich Ende der Neunziger (1998) erschien und nun als streng limitierte Edition erneut veröffentlicht wurde. Gleichzeitig dient die Wiederveröffentlichung als Vorgeschmack auf zukünftiges Material.

Rückkehr eines Underground-Relikts – roh, kompromisslos und traditionsbewusst

Bitte den Ludwigshafener Böse Wolf A. Blackwar aka Isegrim nicht mit den niederländischen Death-Metallern Izegrim verwechseln. Isegrim ist das Soloprojekt von A. Blackwar, der mit seiner anderen Band Mystic Circle auch keine Unbekannter im deutschen Black-Metal-Underground ist.

Isegrim setzt konsequent auf die klassischen Tugenden des traditionellen Black Metal: rasende Blastbeats, kalte Gitarrenriffs, eine raue Produktion und eine düstere Atmosphäre. Das unheilvolle Intro In Nomine bereitet den Boden für Diabolical Witchcraft, das sofort mit hohem Tempo und aggressiver Energie loslegt. Die Produktion bleibt dabei bewusst ungeschliffen und transportiert genau jenen rauen Geist, der viele Underground-Veröffentlichungen der späten Neunziger geprägt hat.

Musikalisch orientiert sich Isegrim deutlich an der skandinavischen Black-Metal-Schule. Rasende Hochgeschwindigkeitspassagen treffen auf schwere Midtempo-Parts und erzeugen eine kalte, aggressive Atmosphäre, die konsequent durchgezogen wird.

Die stärksten Momente der EP

Seven Legions gehört meines Erachtens zu den stärkeren Songs der Veröffentlichung. Hier verbinden sich Tempo, Dynamik und Atmosphäre deutlich besser als in manchen anderen Momenten der EP. Hear The Screams Of Hell weiß mit Tempowechseln und einem überraschenden Solo zu überzeugen.

Zusätzlichen Reiz bietet die Neuauflage durch die enthaltenen Bonusstücke. Vor allem das Cover von Destructions Bestial Invasion funktioniert erstaunlich gut und überträgt den Thrash-Klassiker in ein frostiges Black-Metal-Gewand.

Ungefiltert mit Underground-Charme

Natürlich ist Isegrim kein Album, das mit außergewöhnlicher Vielseitigkeit glänzt. Manche Songstrukturen wirken schlicht gehalten und die rohe Machart dürfte nicht jeden Hörer ansprechen. Genau darin liegt allerdings auch der Reiz dieser Veröffentlichung: Die EP klingt kompromisslos, ungefiltert und vollkommen dem alten Underground-Geist verpflichtet.

Hier! geht es für weitere Informationen zu Isegrim – Isegrim EP (Re-Release) in unserem Time For Metal Release-Kalender.

Isegrim – Isegrim EP (Re-Release)
Fazit zu Isegrim
Mit dieser EP liefern Isegrim eine Rückkehr zu den ursprünglichen Wurzeln des Black Metal. Die EP ist sicher kein verborgenes Meisterwerk, besitzt aber eine authentische, rohe Energie, die besonders Puristen und Liebhabern des klassischen Underground-Sounds gefallen dürfte. Moderne Spielereien waren zum Aufnahmezeitpunkt sowieso nicht up to date!

Anspieltipps: Diabolical Witchcraft, Seven Legions und Hear The Screams Of Hell
Juergen S.
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