Während unser Verstand uns lieber vorgaukelt, festen Boden unter den Füßen zu haben, brodelt in Wahrheit ein Strudel aus geschmolzenem Metall und Gestein unter der Erdkruste – genau wie unsere Gefühle unter der Haut verborgen liegen. Fen entfesseln diese Urgewalt in ihrem harten Song Tectonic, der als erste Single-Auskopplung aus dem neuen Album der ostenglischen Post-Black-Metal-Veteranen ausgewählt wurde: Elemental Part One: Mourning Earth. Das Album erscheint am 21. August 2026.
Fen präsentieren Tectonic als allegorisches und hochsymbolisches Musikvideo, das ab sofort hier angesehen werden kann:
Fen Kommentar: „As the primordial spheroid of the earth cooled, the crust shifted and solidified – the colossal movement of tectonic plates underpins all that we know“, schreibt Mastermind Frank „The Watcher“ Allain. „With Tectonic we seek to explore this foundational ebb and flow, a brutal pulse that with one mere twitch, can wreak destruction upon the fragile leavings of our civilisation. And so does our inner self – a primordial, malformed kernel that lurks within, yearning to manifest as something with meaning, something with purpose. To know this can never happen – that true meaning and purpose will forever elude us – is a fundamental source of dissonance, bursting forth in volcanic rage and existential despair. This piece is one of the more direct songs within Mourning Earth; pulsing and surging with strident anger, heaving riffs and moments of pure, wordless anguish.“
Elemental Part One: Mourning Earth – Tracklist:
- Glacier
- Tectonic
- Massif
- Abyssal Plain
- Barrow
- Moor
Gastmusiker:
James Carter – Violine bei The Same Deep Water As You (The Cure-Cover auf CD 2)
Die Produktion und Aufnahme erfolgten durch Chris Fielding im Penylan Studio in Meifod (UK), wo er auch für den Mix verantwortlich zeichnete. Das Mastering übernahm Jaime Gomez Arellano in den Orgone Studios in Porto (Portugal). Das Artwork stammt von Grungyn (Adam Allain), während das Layout von Łukasz Jaszak gestaltet wurde.
Verfügbare Formate:
Elemental Part One: Mourning Earth ist als 36-seitiges Hardcover-Artbook mit 2 CDs, als limitierte Splatter-LP auf transparentem grün-schwarzem Vinyl, als LP auf schwarzem Vinyl sowie als CD im Digisleeve erhältlich.
Es ist ein Paradoxon: Fen erreichen mit ihrem achten Album Elemental Part One: Mourning Earth neue künstlerische Höhen, indem sie gleichzeitig bodenständig wirken. Das Trio aus East Anglia besinnt sich im wahrsten Sinne des Wortes auf seine Wurzeln und destilliert die Essenz ihres Sounds aus all dem, was sie in den letzten zwei Jahrzehnten gelernt und weiterentwickelt haben.
Im Bewusstsein ihres zwanzigsten Albumjahres wollten Fen die gesamte Bandbreite ihres Sounds und Stils einfangen. Mourning Earth lässt sich daher als eine Verbindung ihrer ersten und letzten Veröffentlichungen beschreiben, mit dem Meilenstein „Winter“. Musikalisch liegt der Fokus auf den emotionalen Texturen und den filmischen Aspekten der Songs. Während das Vorgängeralbum Monuments To Absence (2023) bewusst dicht, schnell und intensiv gestaltet war, entschieden sich Fen auf diesem Album für mehr Raum, um Themen und Ideen Raum zur Entfaltung zu geben. Natürlich ist die klangliche Aggression weiterhin spürbar, wird aber anders kanalisiert, da große Teile von Mourning Earth live eingespielt wurden, um einen organischen Fluss zu ermöglichen und den natürlichen Rhythmen der Stücke Raum zur Entfaltung zu geben.
Die Rhythmusgruppe von Fen wandte sich aktiv vom Blastbeat- und Doublebass-lastigen Ansatz ab, um sich auf dynamischere Drum-Patterns zu konzentrieren und mit Akzenten und Feeling zu experimentieren. Anspruchsvolle Basslinien verweben sich mit dem Schlagzeug und bilden gleichzeitig einen Kontrapunkt zu den Gitarrenspuren. Fen fassen die Grundidee hinter Elemental Part One: Mourning Earth in ihren eigenen poetischen Worten zusammen: „The morning mists clearing over the boggy expanses of the fens to reveal another grey, gloom-laden day of sorrow and regret. And at twilight, the slow, sad realisation that tomorrow promises only more of the same – tormented by the half-heard whispers of the spirits bound to the soils, our pain continues. And we can only endure.“
In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, dass Mourning Earth der erste Teil eines zweiteiligen Konzeptalbums ist, dessen zweiter Teil sowohl konzeptionell als auch musikalisch bereits weitgehend ausgearbeitet ist. In diesem Sinne ist das „Elemental“-Diptychon zweifellos das bisher größte Projekt von Fen. Die Farbgebung eines Fen-Albums gibt stets einen eindeutigen Hinweis auf seine konzeptionelle und musikalische Ausrichtung. Das Cover des achten Albums wird von der Farbe Grün dominiert, was den elementaren, erdverbundenen Charakter des Albums unterstreicht.
Mit Elemental Part One: Mourning Earth erreichen Fen einen neuen Höhepunkt ihrer beeindruckenden Karriere und schaffen eine perfekte Balance zwischen ihren Black-Metal-Wurzeln und den Innovationen des Post-Black-Metal. Fen nehmen ihren Zuhörer mit auf eine Reise in düstere Moore, träge Wasserwege und trübe Nebel über nacktem Fels – doch auf der anderen Seite wartet ein Gefühl der Erlösung von der endlosen existenziellen Langeweile im Inneren.
Fen sind:
The Watcher (Frank Allain) – Gesang, Gitarre
Grungyn (Adam Allain) – Gesang, Bass
J.G. – Schlagzeug
Fen online:
www.facebook.com/fenofficial
www.instagram.com/fenbanduk


