Verdun – Abyssal Womb

26.06.2026 – Black Metal, Sludge – Transcending Obscurity Records – 39:12 Minuten

Am 26. Juni 2026 erschien mit Abyssal Womb das dritte Studioalbum der französischen Sludge-/Black-Metal-Band Verdun über Transcending Obscurity Records. Das Label bietet das Album unter anderem auch als limitierte Vinyl-Edition für Sammler an.

Schwere ohne Kompromisse

Sieben Jahre nach dem Vorgänger Astral Sabbath meldet sich das Quartett aus Montpellier mit einem Werk zurück, das kompromisslos auf Schwere, Dissonanz und beklemmende Atmosphäre setzt. Verdun gehören zu jener Sorte Bands, die sich konsequent jeder Form von Gefälligkeit verweigern. Das Quartett aus Montpellier – David Sadok (Gesang), Jay Pinelli (Gitarre), Florian Celdran (Bass) und Géraud Jonquet (Schlagzeug) – setzt auf seinem dritten Album Abyssal Womb kompromisslos auf Schwere, Dissonanz und eine Atmosphäre, die den Hörer regelrecht verschlingt. Verdun servieren auf dem Album riffgetriebene Songs, die Black Metal, Sludge und Doom zu einem beklemmenden Gesamtbild verschmelzen.

Gewaltige Klangwände und starke Einzelleistungen

Schon der Opener Funeral Of The Cosmic Knight macht deutlich, wohin die Reise geht. Gewaltige Sludge-Riffs treffen auf frostige Black-Metal-Dissonanzen, während David Sadoks markante Mischung aus Screams und Growls den Songs eine beinahe greifbare Verzweiflung verleiht. Besonders in den französisch gesungenen Stücken wie La Lame Et La Chair oder Les Noces Du Néant wirkt seine Stimme noch eindringlicher und verleiht der Musik eine zusätzliche, bedrohliche Intensität.

Musikalisch überzeugt vor allem das Zusammenspiel der Band. Florian Celdrans präsenter Bass sorgt dafür, dass die massiven Gitarren nie im Klangbrei versinken, sondern ein stabiles Fundament behalten. Géraud Jonquet hält mit seinem druckvollen, dynamischen Schlagzeugspiel die Balance zwischen schleppender Doom-Schwere und groovenden Sludge-Passagen, während Jay Pinelli immer wieder mit schneidenden Leads und verstörenden Dissonanzen Akzente setzt. Trotz der enormen Härte wirken die sieben Songs niemals eintönig. Tempowechsel, kleine melodische Inseln und geschickt platzierte Spannungsbögen sorgen dafür, dass die knapp 40 Minuten wie aus einem Guss wirken.

Düster und intensiv

Zu den Höhepunkten zählen neben dem wuchtigen Opener insbesondere He Who Killed The Devil mit seinem hypnotischen Groove sowie Rise Of The Atomic Ghouls, das eindrucksvoll zeigt, wie Verdun selbst in den langsamsten Momenten eine enorme Sogwirkung entwickeln. Erdrückend langsam auch der vorletzte Song The Man Behind My Eyes.

Mit Abyssal Womb gelingt Verdun ein tolles Album. Die Band klingt direkter, düsterer und kompromissloser. Fans von Blackened Sludge, Doom und dissonantem Black Metal erhalten hier ein Album, das gleichermaßen erdrückend wie faszinierend ist und seine Wirkung noch lange nach dem letzten Ton entfaltet.

Hier! geht es für weitere Informationen zu Verdun – Abyssal Womb in unserem Time For Metal Release-Kalender.

Verdun – Abyssal Womb
Fazit zu Abyssal Womb
Auf Abyssal Womb verbinden Verdun die Wucht des Sludge, die Schwere des Doom und die Dissonanzen des Black Metal zu einem dichten, finsteren Klangkosmos, der trotz seiner Härte erstaunlich abwechslungsreich bleibt.

Anspieltipps: Funeral Of The Cosmic Knight, He Who Killed The Devil und Les Noces Du Néant und
Juergen S.
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