Omen - 2026 - Zypern

40 Jahre Omen – Kenny Powell spricht über die beste Besetzung der Bandgeschichte und kommende Musik

Kenny Powell über die stärkste Omen-Besetzung aller Zeiten, neue Musik und den Kampf gegen die Zeit

Band: Omen

Herkunft: Los Angeles, USA

Genre: Power Metal, Heavy Metal, Speed Metal

Link: https://www.facebook.com/omenofficial

Bandmitglieder:

Gesang –Matt Storey
Gitarre – Kenny Powell
Bassgitarre – Andy Hass
Schlagzeug – Wampa Zayas

Omen – 2026 – Zypern

Nach dem zweiten Omen-Auftritt in Nikosia (Bericht hier) bietet sich noch eine kurze Gelegenheit für ein Gespräch mit Bandgründer Kenny Powell. Die Umstände sind alles andere als ideal. Das Konzert steckt ihm sichtbar in den Knochen, gesundheitliche Probleme machen ihm zu schaffen und immer wieder achten Freunde und Begleiter darauf, dass er sich nicht übernimmt. Dennoch nimmt er sich die Zeit für ein paar Fragen.

Time For Metal / Marcel P.:
Kenny, nach einigen schwierigen Jahren scheinen Omen mit der aktuellen Besetzung wieder dort angekommen zu sein, wo die Band ursprünglich einmal stand. Täuscht dieser Eindruck?

Omen / Kenny Powell:
Nein. Für mich ist das sogar die beste Besetzung, die Omen jemals hatte. Besser als die Originalbesetzung. Es waren viele harte Jahre, in denen ich versucht habe, die richtigen Leute zu finden. Jetzt habe ich sie endlich gefunden.

Time For Metal / Marcel P.:
Welchen Rat würdest du jungen Musikern heute geben?

Omen / Kenny Powell:
Man muss unglaublich viel Arbeit investieren. Man kann nicht einfach Rockstar sein wollen. Ich hasse dieses ganze Rockstar-Ding sowieso. Man muss sich den Arsch aufreißen. Das ist mein einziger Rat.

Time For Metal / Marcel P.:
Gibt es etwas, das du an den alten Tagen vermisst?

Omen / Kenny Powell:
Nein. Gar nichts. Ich liebe die Gegenwart. Ich liebe meine aktuelle Band. Natürlich bin ich mittlerweile älter und habe gesundheitliche Probleme, aber ich vermisse nichts aus den alten Tagen.

Omen – 2026 – Zypern

Time For Metal / Marcel P.:
Woher kam damals eigentlich die Fantasy-Welt von Omen?

Omen / Kenny Powell:
Vor allem aus Filmen. Fantasy allgemein. Natürlich war das alles immer eine Rolle, ein Bild. Ich bin eigentlich ein sehr friedlicher Mensch. Es ging nie darum, das wirklich zu leben. Es war Fantasie.

Time For Metal / Marcel P.:
Die 80er waren voll von Fantasy/Sword-and-Sorcery-Filmen. Gab es bestimmte Filme, die dich besonders beeinflusst haben?

Omen / Kenny Powell:
Absolut. Conan Der Barbar zum Beispiel. Oder Terminator. Solche Sachen habe ich immer geliebt.

Time For Metal / Marcel P.:
Ist Heavy Metal heute kulturell weniger gefährlich oder provokant als früher?

Omen / Kenny Powell:
Das kann ich ehrlich gesagt nicht beurteilen. Für mich war das immer Fantasy. Wie ein Filmskript. Nicht etwas, das man in der Realität umsetzt. Omen haben in Griechenland und auf Zypern eine unglaublich treue Fangemeinde.

Time For Metal / Marcel P.:
Hast du eine Erklärung dafür?

Omen / Kenny Powell:
Nicht wirklich. Aber ich liebe die Menschen hier. Wenn es einfacher wäre und ich keine Kinder und Enkelkinder in den USA hätte, würde ich wahrscheinlich in Athen leben.

Time For Metal / Marcel P.:
Gibt es Pläne für neue Musik?

Omen / Kenny Powell:
Ja, jede Menge. Das Material für ein neues Album ist bereits geschrieben. Das Problem ist eher, genügend Zeit zu finden. Wir spielen ständig die alten Songs. Ich liebe die alten Songs, versteht mich nicht falsch. Aber ich möchte diesen Jungs noch ein neues Album hinterlassen.

Omen – 2026 – Zypern

Time For Metal / Marcel P.:
Warum dauert es so lange?

Omen / Kenny Powell:
Die Bandmitglieder leben weit auseinander. Unser Sänger lebt in Griechenland, Bassist und Schlagzeuger wohnen mehrere Stunden voneinander entfernt. Das macht die Arbeit schwierig. Aber wir müssen das Album fertigstellen.

Time For Metal / Marcel P.:
Möchtest du den Fans in Zypern, Griechenland und Deutschland noch etwas mitgeben?

Omen / Kenny Powell:
Einfach danke. Danke für alles. Für die Unterstützung, die Leidenschaft und dafür, dass ihr immer noch da seid.

Time For Metal / Marcel P.:
Zum Schluss: Wie geht es dir aktuell?

Omen / Kenny Powell:
Nicht besonders gut. Mein Herz macht Probleme. Aber ich kann jetzt noch nicht sterben. Noch nicht. Es ist noch nicht Zeit.