Ort: Ortigueira, Galizien, Spanien
Datum: 08.07. – 12.07.2026
Kosten: kostenlos
Genre: Folkmusik aus Galizien, Asturien, Bretagne, Schottland, Irland, Spanien, Kanada Contemporary Folk, Folk Fusion, Celtic Folk Fusion, Folk + Electronic, Dance, Irish Dance
Besucher: ca. 10.000
Veranstalter: Concello de Ortigueira, Comité Organizador del Festival Internacional do Mundo Celta de Ortigueira, Escola de Gaitas de Ortigueira
Ankunft
Die meisten verbinden Spanien mit Flamenco, Rotwein, Sonne und Tapas. Doch das Land besitzt noch eine ganz andere Seite: den grünen Norden. Vom Baskenland über Kantabrien und Asturien bis in den äußersten Westen nach Galizien erstreckt sich eine Region, die landschaftlich und kulturell nur wenig mit dem klassischen Spanienbild gemein hat. Galizien und Asturien zählen gemeinsam mit Schottland, Irland, Wales, der Isle Of Man, Cornwall und der Bretagne zu den keltisch geprägten Regionen Europas. Vieles, was man mit Schottland oder Irland verbindet, findet sich auch hier wieder: Dudelsäcke, Triskelen, Sidra (Cider) und ein keltisches Erbe, das bis heute lebendig geblieben ist und den Alltag prägt.

Im kleinen Küstenstädtchen Ortigueira findet seit den 1970er-Jahren das Festival Internacional Do Mundo Celta De Ortigueira statt. Gegründet vom damaligen Leiter der örtlichen Dudelsackschule, der Escola De Gaitas De Ortigueira, zählt es heute zu den größten Festivals seiner Art weltweit. Musikerinnen und Musiker aus allen keltischen Regionen Europas kommen hier zusammen, um gemeinsame Traditionen zu feiern. Gespielt wird auf zwei Bühnen – einer kleineren, intimeren Bühne, der Villa Celta, und der großen Hauptbühne. Fünf Tage lang steht die gesamte Stadt Kopf. In Cafés, auf Straßen und Plätzen erklingt nahezu ununterbrochen Musik, überall wird getanzt. Dudelsack- und Folkloregruppen aus ganz Spanien sowie aus Schottland, der Bretagne und anderen keltischen Regionen ziehen durch die Gassen.
Hinzu kommen Kunsthandwerk, regionale Spezialitäten und Tanzworkshops. Das Festival ist kostenlos. Es lebt nicht von großen Sponsoren oder hohen Eintrittspreisen, sondern vor allem von der Begeisterung und dem Engagement der Menschen vor Ort. Besonders deutlich wird dieses Gemeinschaftsgefühl bei den Auftritten der Escola De Gaitas De Ortigueira. Für die Menschen von Ortigueira gehören diese Auftritte oft zu den wichtigsten Momenten des gesamten Festivals – nicht nur wegen der Musik, sondern weil sie ihre eigenen Nachbarn, Söhne, Töchter, Väter und Schwestern auf der Bühne sehen. Viele Besucher bezeichnen Ortigueira sogar als das schönste Festival der Welt – und wer einmal hier war, versteht schnell, warum.

Da das kleine Küstenstädtchen nur über wenige Unterkünfte verfügt, entstand etwas außerhalb ein riesiger Campingplatz, auf dem kostenlos gezeltet werden darf. Shuttlebusse pendeln regelmäßig zwischen Campingplatz und Festivalgelände. Längst hat sich dort ein eigenes kleines Festival entwickelt – mit improvisierten Bars, Essensständen und einer ganz besonderen Atmosphäre. Ich erreiche Ortigueira einen Tag vor Festivalbeginn. Schon am Bahnhof wird deutlich, wie tief die keltische Kultur hier verwurzelt ist. Direkt gegenüber begrüßt mich ein riesiges Wandgemälde einer Frau in traditioneller galizischer Tracht mit Dudelsack. Mit mir steigen zahlreiche Reisende aus dem Zug, fast alle mit großen Rucksäcken und Campingausrüstung. Vor dem Bahnhof ziehen Menschen Boller- und Leiterwagen voller Lebensmittel und Getränke Richtung Campingplatz – Bilder, wie man sie von vielen Festivals kennt.
Zunächst hole ich meine Akkreditierung im Tourismusbüro ab und werde anschließend zum Campingplatz gefahren. Noch wirkt alles erstaunlich ruhig. Ich finde einen Platz im Wald, etwas abseits der großen Zeltflächen, und schlage dort mein Lager auf. Schon jetzt herrscht hier eine besondere Stimmung. Fast fühlt es sich an, als gäbe es neben dem eigentlichen Festival noch ein zweites. Da in Ortigueira selbst an diesem Tag noch kein Programm stattfindet, lasse ich mich treiben und genieße den Abend. Viele Besucher verbringen ihren gesamten Aufenthalt fast ausschließlich auf dem Campingplatz – und ich kann gut nachvollziehen, weshalb. Neben Folkmusik gibt es eine Mischung aus Techno, Reggae, Punk und alternativer Musik. Überall entstehen kleine Partys. Aus jeder Ecke dröhnt Musik, Menschen sitzen zusammen, spielen Instrumente, singen oder tanzen bis tief in die Nacht. Es wirkt weniger wie ein eigenes Programm als vielmehr wie eine weitere, spontane Form des Festivals.
Tag 1
Der erste Festivaltag beginnt noch vergleichsweise ruhig. Konzerte gibt es zunächst ausschließlich in der Villa Celta, einem großen Festzelt mit Bar und zahlreichen Essensständen. Natürlich darf auch die berühmte galizische Spezialität Pulpo – gekochter Oktopus – nicht fehlen. Daneben werden Chorizos, Churros und viele weitere regionale Spezialitäten angeboten. Ortigueira selbst ist klein, überschaubar und unglaublich charmant. Direkt an einer weiten Meeresbucht gelegen, die während meines Besuchs bei Ebbe fast vollständig trockenfällt, verbindet der Ort auf typisch galizische Weise Meer, Wälder und sanfte Hügel.

Zu Beginn ist die Villa Celta noch nicht vollständig gefüllt. Den Auftakt macht das Folkduo Mirlo aus León. Diego Gutiérrez übernimmt Gitarre und Gesang, Ignacio Martínez spielt Dudelsack, verschiedene Flöten, Alboka, Pandereta und Pandera Cuadrada. Gemeinsam schaffen sie eine wunderbare Atmosphäre – mal kraftvoll und energiegeladen, dann wieder ruhig und fast intim. Besonders beeindruckt mich Ignacios Vielfalt an Instrumenten, die er mit großer Virtuosität beherrscht. Ein gelungener Einstieg in das Festival.
Anschließend übernimmt die rund fünfzehnköpfige Formation Os Netos Do Escribano, welche direkt aus Ortigueira stammt. Sofort wird deutlich, dass diese Musik hier zu Hause ist. Vor der Bühne beginnen die ersten traditionellen Tänze. Die Gruppe vereint Gesang, Trommeln, Tamburine, Akkordeon, Gitarre und Dudelsäcke zu einem rein traditionellen Repertoire, das zum Mitsingen, Tanzen und Feiern einlädt. Überhaupt wird in Ortigueira ununterbrochen getanzt. Ob traditionelle Gruppentänze oder freies Tanzen – allein, zu zweit oder in kleinen Gruppen –, spielt keine Rolle. Alles wirkt selbstverständlich und ungezwungen. Diese Atmosphäre lässt sich nur schwer in Worte fassen. Es ist eine Lebensfreude, die tief in der Musik und Kultur verwurzelt scheint. Man kennt dieses Gefühl vielleicht aus Irland oder Schottland – in Galizien begegnet es einem jedoch auf eine ganz eigene, wärmere Art.

Auch außerhalb des Zeltes reißt die Musik nicht ab. Während der Umbaupausen erklingen Dudelsäcke, Flöten und Tarrañolas, die traditionellen galizischen Holzklappern. Wohin man auch geht, irgendwo wird musiziert. Den Abschluss des Abends bilden Arthur & Kerran aus Schottland und England. Nur mit Fiddle, Gitarre, Gesang und rhythmischem Zapateado schaffen sie einen ruhigen, aber stimmungsvollen Ausklang. Nach der explosiven Energie von Os Netos Do Escribano wirkt ihr Konzert zunächst zurückhaltend, entfaltet jedoch schnell seinen eigenen Reiz. Die beiden spielen mit großer Leidenschaft und bemerkenswertem Können. Es ist erst der erste Abend, doch das Festival zeigt bereits, wie vielfältig und lebendig keltische Musik sein kann.
Tag 2
Am nächsten Morgen geht es wieder früh los. Schon bei meiner Ankunft im Städtchen höre ich die ersten Dudelsäcke. In einer kleinen Bodega in einer Seitenstraße hat sich eine der Musikgruppen versammelt und spielt für die Gäste vor dem Lokal. Ich geselle mich dazu, komme allerdings zu spät für das Frühstück. Das gibt es hier nur bis zum Vormittag – und auch nur, solange der Vorrat reicht.
Auf dem Platz vor der Hauptbühne, dem eigentlichen Zentrum Ortigueiras, stehen bereits die Tische und Stühle der Cafés und Restaurants. Schon jetzt haben sich zahlreiche Menschen versammelt. Überall erklingen Dudelsäcke, Flöten, Trommeln und andere traditionelle Instrumente. Es sind keine offiziellen Konzerte, sondern Musikerinnen und Musiker, die sich spontan zusammenfinden und einfach aus Freude an der Musik spielen. Noch wirkt das Städtchen vergleichsweise ruhig, doch man spürt, wie die Vorfreude langsam wächst. Während das Programm auf der Hauptbühne erst am Abend beginnt, öffnet die Villa Celta bereits am Nachmittag ihre Tore. Auch die Kunsthandwerkerstände haben inzwischen geöffnet. Handgefertigte Ledergürtel, Schmuck, Holzarbeiten, Bilder und allerlei keltische Andenken werden angeboten. Langsam erwacht das gesamte Festivalgelände zum Leben. Trotzdem bleibt Ortigueira an diesem Vormittag angenehm entspannt. Ich werfe einen Blick ins Programm und entscheide mich zunächst, einer der Dudelsackgruppen zu folgen, die sich für ihre Parade sammeln.

Am vereinbarten Treffpunkt wartet bereits die Musikgruppe Lar Gallego De Sevilla. Die Mitglieder tragen traditionelle galizische Trachten mit Kopftuch unter dem Hut – beeindruckend anzusehen. Gleichzeitig frage ich mich unweigerlich, wie warm es unter dieser Kleidung bei den sommerlichen Temperaturen sein muss. Nach und nach treffen weitere Besucher ein, bis sich die Gruppe schließlich in Bewegung setzt. Mit Dudelsäcken und Trommeln marschieren sie über die Hauptstraße durch Ortigueira. Immer mehr Zuhörer schließen sich an, bis der Zug im Zentrum Halt macht und rund zwanzig Minuten musiziert. Ringsum bleiben Passanten stehen, die Cafés füllen sich und überall bilden sich kleine Menschentrauben.
Auch in den Bars wird weiter musiziert – völlig ungeplant und ohne Bühne. Genau diese Spontanität macht den besonderen Charakter des Festivals aus. Musik scheint hier kein Programmpunkt zu sein, sondern ein selbstverständlicher Teil des Alltags. In der Villa Celta herrscht zu diesem Zeitpunkt noch wenig Betrieb, denn inzwischen versammeln sich die Menschen auf dem Platz Praza Isabel II. Die offizielle Eröffnung des Festivals steht bevor. Die Praza Isabel II bildet das historische Zentrum Ortigueiras. Umgeben von der barocken Pfarrkirche Santa Marta, dem ehemaligen Dominikanerkloster – heute Rathaus und Teatro Da Beneficencia – sowie der historischen Markthalle versammeln sich Hunderte Besucher.
Den Auftakt gestaltet die Escola De Gaitas De Ortigueira. Musizierend zieht die örtliche Dudelsackschule über den Platz und formiert sich schließlich vor der Bühne. Ihre Rolle beim Festival geht jedoch weit über die Eröffnungszeremonie hinaus. Die Schule arbeitet das ganze Jahr über eng mit den Organisatoren zusammen und spielt eine wichtige Rolle hinter den Kulissen. Sie hilft bei der Koordination der angereisten Gruppen und Künstler und unterstützt auch bei der Organisation des Tanz-, Musik- und Workshopprogramms. Dieser Beitrag ist für das Publikum nicht immer sichtbar, doch er ist tief in der Geschichte des Festivals verwurzelt. Vor fünfzig Jahren organisierte der erste Leiter der Schule, D. Xabier Garrote, das erste Festival de Ortigueira und legte damit den Grundstein für die Veranstaltung, die heute existiert.

Es folgen kurze Ansprachen der Veranstalter und Ehrengäste, die immer wieder von musikalischen und tänzerischen Darbietungen unterbrochen werden. Zu den Gästen gehören unter anderem die North Coast Dance Company, eine irische Tanzschule sowie Musiker aus Schottland und der Bretagne. Den Höhepunkt der Zeremonie bildet das Hissen der Fahnen der acht keltischen Nationen. Während die galizische Hymne erklingt, steigen die Flaggen vor der historischen Kulisse der Praza Isabel II empor.

Mit diesem symbolträchtigen Moment ist das Festival offiziell eröffnet. Zwar spielen in der Villa Celta bereits die ersten Bands, doch zunächst brauche ich einen Kaffee und etwas zu essen. Bei einem Festival dieser Größe sollte man seine Kräfte gut einteilen. Von den ersten beiden Bands in der Villa Celta bekomme ich nur Teile ihrer Auftritte mit, da ich immer wieder in Gespräche mit Besuchern und Musikern vertieft bin. Als ich schließlich an der Hauptbühne ankomme, sind Gamelas E Anduriñas bereits aufgetreten. Ich erwische den Auftritt von Leni Pérez & SeKadra. Traditionelle galizische Musik trifft hier auf moderne Einflüsse. Leni überzeugt mit ihrer ausdrucksstarken Stimme und dem Tamburin, während die Band jazzige und brasilianische Rhythmen einfließen lässt.
Anschließend steht JDC – Jesús De Castillo auf der Bühne. Der Musiker, der nicht zum ersten Mal in Ortigueira spielt, verbindet Dudelsack, Tamburin, Fiddle und Gitarre mit elektronischen Beats und modernen Klangwelten. Das Ergebnis ist eine mitreißende Mischung, zu der kaum jemand stillstehen kann. Der Platz vor der Bühne verwandelt sich innerhalb weniger Minuten in eine große Tanzfläche.

Danach betreten Aérokorda aus Belgien die Bühne. Das Folk-Trio nimmt – wie mehrere andere Bands – am Runas-Wettbewerb, dem Nachwuchswettbewerb des Festivals, teil. Mit Violine, Gitarre, Mandoline und Flöte verbinden Aérokorda klassische keltische Musik mit slawischen Einflüssen. Im Vergleich zu JDC wirkt ihr Auftritt deutlich ruhiger, verliert dadurch jedoch nichts von seiner Faszination. Gerade die feinen Arrangements und das präzise Zusammenspiel machen den Reiz ihres Konzerts aus. Vor der Bühne wird inzwischen ausgelassen getanzt. Der Platz ist bis auf den letzten Meter gefüllt. Inmitten der Menge sorgt die Tanzgruppe Irish Treble für zusätzliche Begeisterung. Beim Posten meiner Bilder hatte ich sie zunächst fälschlicherweise als North Coast Dance Company bezeichnet. Tatsächlich handelt es sich um eine spanische Tanzgruppe, die sich dem Irish Dance verschrieben hat.
Im hinteren Bereich des Platzes ziehen Feuershows die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich und verleihen dem Abend eine nahezu magische Atmosphäre. Der Reiz Ortigueiras’ besteht meiner Meinung nach darin, dass es nicht nur darum geht, ein Konzert nach dem anderen zu besuchen. Ebenso prägend sind die Begegnungen zwischen den Auftritten, die spontanen Sessions auf den Straßen und die unzähligen kleinen Momente, die sich nicht planen lassen.

Nach Aérokorda betreten Lúnasa die Bühne. Musikalisch bewegt sich das Ensemble auf höchstem Niveau. Das ist beeindruckend, gleichzeitig aber auch deutlich ruhiger als die vorherigen Acts. Vielleicht liegt es auch daran, dass die vergangenen Tage langsam ihren Tribut fordern. Ich bin bereits vor Festivalbeginn mehrere Tage durch Galizien gereist und spüre inzwischen deutlich die Müdigkeit. Schweren Herzens entscheide ich mich deshalb, noch vor der eigentlichen Hauptband des Abends aufzubrechen. Ihr Auftritt soll erst gegen zwei Uhr morgens beginnen. Die kommenden Tage werden noch lang, und ich möchte meine Kräfte lieber einteilen.
Am nächsten Morgen stelle ich allerdings fest, was ich vermutlich verpasst habe. Auf Instagram tauchen die ersten Videos der bretonischen Band Noon auf. Drei Dudelsäcke treffen auf elektronische Beats, Synthesizer und einen Musiker am Laptop. Die Bühne liegt fast vollständig im Dunkeln, nur einzelne Scheinwerfer zeichnen die Silhouetten der Musiker nach. Unterstützt von einer aufwendigen Lichtshow erinnert der Auftritt eher an ein Rock-, Metal- oder Technokonzert als an klassische Folkmusik. Den Videos nach zu urteilen muss die Stimmung vollkommen eskaliert sein. Natürlich ärgere ich mich ein wenig, diesen Auftritt verpasst zu haben. Trotzdem bereue ich meine Entscheidung nicht. Das Festival dauert noch drei weitere Tage – und ich weiß, dass ich meine Energie noch brauchen werde.
Tag 3
Am nächsten Morgen lasse ich es etwas ruhiger angehen. Mein Platz im Wald erweist sich einmal mehr als Glücksgriff. Von den nächtlichen Technopartys auf dem Campingplatz bekomme ich kaum etwas mit – genau so hatte ich mir das erhofft. Dennoch merkt man, dass inzwischen Freitag ist. Der Campingplatz füllt sich zusehends, die letzten Besucher treffen ein, und mittlerweile säumen sogar Zelte den Waldweg. Im Städtchen angekommen, gerate ich zunächst wieder in eine der vielen Dudelsackgruppen, die durch die Straßen ziehen.

Wenig später stehe ich auf einem der Plätze vor Bagad De Vannes, einer der bekanntesten Formationen aus der Bretagne. Die Gruppe besteht aus einer großen Zahl von Musikern – Dudelsäcke, Bombarden, Trommeln und weitere traditionelle Instrumente –, dirigiert von ihrem musikalischen Leiter. Die Stücke der Bretonen dauern oft acht bis zehn Minuten und entwickeln einen regelrechten Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann. Besonders ins Auge fällt dabei ein außergewöhnliches Instrument: das Bass Tongue. Auf einem Gestell sind unterschiedlich lange Kunststoffrohre montiert, deren Öffnungen in verschiedene Richtungen zeigen. Gespielt wird das Instrument mit Flip-Flops, mit denen die Rohre angeschlagen werden und einen überraschend tiefen, bassigen Klang erzeugen. Irgendwo zwischen Schlagzeug und Bassinstrument – ungewöhnlich, kurios und gleichzeitig ein echter Blickfang. Natürlich wird auch hier wieder getanzt. Die Zuschauer lassen die Musiker kaum weiterziehen und verlangen immer wieder nach einer Zugabe. Bagad De Vannes hinterlassen jedenfalls einen bleibenden Eindruck. Umso gespannter bin ich darauf, wie sie später auf der großen Bühne wirken werden, wenn sich ihr mächtiger Sound vollständig entfalten kann.
Anschließend mache ich mich auf den Weg zur Villa Celta. Während draußen musiziert wird, werfe ich einen kurzen Blick in die angrenzende Sporthalle. Dort finden Tanzworkshops statt, organisiert von der North Coast Dance Company. Schon beim Zuschauen wird deutlich, wie eng Musik und Tanz hier miteinander verbunden sind. Viele Besucher machen spontan mit und lernen ihre ersten Schritte. Zurück in der Villa Celta verweilt die vorherige Gruppe noch eine Weile auf der Bühne und spielt weitere Stücke, bevor sich das nächste Highlight ankündigt.

Schon von Weitem hört man sie. Das Caledonian Cowboy Collective aus Schottland marschiert ein. Sofort verändert sich die Atmosphäre. Die schottischen Great Highland Bagpipes klingen deutlich lauter und kraftvoller als die galizischen Gaitas oder die bretonischen Dudelsäcke. Auch optisch unterscheiden sich die Schotten deutlich. Während bei den spanischen Gruppen traditionelle Trachten dominieren, gehören Kilts hier ganz selbstverständlich dazu. Der Leiter der Gruppe, Johnny, stellt seine Musiker im Kreis auf und beginnt schon nach wenigen Minuten, das Publikum in die Show einzubeziehen. Immer wieder lässt er die Musik auf einem einzigen rhythmischen Muster stehen und fordert die Zuschauer auf, mitzuzählen. Zunächst geht es nur bis vier oder fünf, doch Johnny steigert das Spiel immer weiter. Plötzlich zählt das gesamte Zelt bis zehn, dann bis fünfzehn und schließlich bis zwanzig – und alle machen begeistert mit. Doch damit nicht genug. Immer wieder holt Johnny Besucher aus dem Publikum und drückt ihnen Instrumente in die Hand. Unter Anleitung der Musiker dürfen sie einfach mitspielen, ohne dass das Stück unterbrochen wird. Am Ende entsteht eine herrlich chaotische Mischung aus schottischen Musikern und begeisterten Festivalbesuchern. Eine Szene, die nicht nur für viele Lacher sorgt, sondern die lockere und offene Atmosphäre des Festivals perfekt widerspiegelt. Später werden die Schotten von der nächsten Gruppe abgelöst. Zwischendurch tritt außerdem ein Frauenchor auf. Die Sängerinnen gehören zwar überwiegend der älteren Generation an, stehen den jüngeren Musikern in Sachen Leidenschaft und Spielfreude jedoch in nichts nach. Überhaupt fällt mir immer wieder auf, wie selbstverständlich hier alle Generationen zusammenkommen. Die keltische Kultur wird nicht museal bewahrt, sondern gelebt – von Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren gleichermaßen.

Rellume aus Asturien sind als Nächstes auf der Bühne. Drei Sängerinnen und zwei Musiker bilden die junge Formation. Besonders die mehrstimmigen Gesänge bleiben sofort im Ohr. Man merkt ihnen an, dass sie diese Musik nicht einfach spielen, sondern mit ihr aufgewachsen sind. Vor der Bühne tanzen Freunde und Besucher begeistert mit und verwandeln den Platz innerhalb weniger Minuten wieder in eine große Tanzfläche. Auf der Hauptbühne spielt inzwischen die Escola De Gaitas De Ortigueira. Während des Konzerts wächst ihr Ensemble zeitweise um Musiker der Bagad De Vannes sowie Tänzer, die zuvor noch mit Rellume aufgetreten sind.
Immer wieder werden Gäste eingebunden, Musiker verschiedener Gruppen spielen gemeinsam und das große Ensemble entwickelt eine spürbare Leichtigkeit. Während des gesamten Festivals tauchen immer wieder Gastmusiker auf, verschiedene Gruppen treten gemeinsam auf und solche Kooperationen wirken vollkommen selbstverständlich. Tradition und Offenheit gehen hier ganz selbstverständlich Hand in Hand.

Mit Xara aus Madrid steht der Gewinner des letztjährigen Runas-Wettbewerbs auf der Bühne. Schnell wird klar, warum die Band diese Auszeichnung erhalten hat. Mit viel Leidenschaft und sichtbarer Freude am gemeinsamen Musizieren entwickelt sich ein Konzert, das das Publikum vom ersten Stück an mitnimmt. Ihre Arrangements aus iberischer, irischer und schottischer Musik sind abwechslungsreich, die Musiker hervorragend aufeinander abgestimmt und die Spielfreude überträgt sich unmittelbar auf den Platz vor der Bühne. Mit Yves Lambert aus Quebec betritt danach ein Künstler die Bühne, dessen Herkunft zunächst überrascht. Schnell wird jedoch deutlich, weshalb er seit Jahren fester Bestandteil der internationalen Folkszene ist. Seine Musik frankokanadischer Tradition fügt sich mühelos in das Programm des Festivals ein.
Persönlich erreicht mich sein Auftritt nicht ganz so sehr wie einige der vorherigen Konzerte, musikalisch gibt es daran jedoch kaum etwas auszusetzen. Danach folgt einer der bekanntesten Künstler des Festivals: Rubén Alba aus Galizien. Der Gaitaspieler genießt weit über seine Heimat hinaus einen hervorragenden Ruf. Seine Musik ist fein, elegant und technisch beeindruckend. Im Vergleich zu anderen Künstlern wirkt sie allerdings etwas zurückhaltender und weniger auf große Publikumsreaktionen ausgelegt. Dennoch zeigt auch dieses Konzert eindrucksvoll, wie vielseitig die keltische Musik sein kann. Erst gegen vier Uhr morgens endet das Programm auf der Hauptbühne. Wer danach noch Energie besitzt, zieht weiter ins Caracas, die kleine Bar am Ende des Hafens. Dort wird traditionell weitergefeiert – zumindest so lange, bis am Morgen die Müllabfuhr auftaucht.

Heute verzichte ich allerdings darauf. Denn zwei Festivaltage liegen noch vor mir. Gemeinsam mit anderen Besuchern mache ich mich auf den Rückweg zum Campingplatz. Und dann passiert einer dieser Momente, die man wohl nur auf solchen Festivals erleben kann. Mitten in der Nacht kommt uns plötzlich ein riesiger Schmetterling entgegen. Oder zumindest etwas, das wie einer aussieht. Eine Person reitet langsam auf einem Pferd entlang des Waldes. Auf ihrem Rücken trägt sie ein gewaltiges Flügelpaar, besetzt mit unzähligen bunten LED-Lichtern. Mit jedem Schritt des Pferdes heben und senken sich die Flügel sanft, sodass für einen kurzen Moment tatsächlich der Eindruck entsteht, ein riesiger, leuchtender Schmetterling würde lautlos zwischen den Bäumen schweben. Vielleicht soll es ein Schmetterling sein. Vielleicht eine keltische Fee. Oder irgendein Fabelwesen aus den alten Legenden Galiziens. Wer weiß das auf einem Festival wie diesem schon so genau?
Tag 4
Am vierten Tag geht es wieder früh los. Normalerweise beginne ich den Morgen auf dem kleinen Festivalgelände am Campingplatz, trinke einen Kaffee und genieße die entspannte Atmosphäre. Außerdem lohnt es sich, früh aufzustehen – dann sind die Schlangen vor den Duschen noch angenehm kurz. Heute läuft es allerdings anders. Duschen, Zähne putzen, zusammenpacken und direkt los. Kein Kaffee, keine Gespräche, niemand wird begrüßt. Es zieht mich sofort zurück nach Ortigueira. Kaum komme ich an, empfängt mich wieder der vertraute Klang der Dudelsäcke. An der kleinen Bodega am Ortseingang hat sich – wie schon an den Tagen zuvor – eine Musikgruppe versammelt. Für mich gehört dieser morgendliche Empfang inzwischen genauso zum Festival wie die Konzerte am Abend.

Im Zentrum wartet bereits die nächste Überraschung. Das Caledonian Cowboy Collective aus Schottland ist erneut unterwegs. Die Musiker stellen sich mitten auf dem Platz auf und beziehen das Publikum schon nach wenigen Minuten wieder in ihre Show ein. Ein wenig leid tun sie einem allerdings schon. Für Menschen aus Schottland dürfte die galizische Sommerhitze alles andere als angenehm sein. Man sieht einigen deutlich an, wie sehr sie mit den Temperaturen kämpfen. Trotzdem ziehen sie ihr Programm mit beeindruckender Professionalität durch. Der schottische Humor scheint dabei mindestens genauso belastbar zu sein wie ihre Dudelsäcke.
Der Mittag verläuft insgesamt ruhiger. Abgesehen von den vielen spontanen Straßenkonzerten nutze ich die Zeit diesmal bewusst, um Foto- und Filmmaterial zu sammeln. Ich schlendere durch die engen Gassen, filme die Stadt, die Kunsthandwerker an ihren Ständen und die Menschen, die aus ganz Europa hierher gereist sind. Oft entstehen dabei die interessantesten Geschichten ganz ohne Bühne – in zufälligen Gesprächen mit völlig fremden Menschen. Am Abend entscheide ich mich, diesmal direkt an der Hauptbühne zu bleiben. Die Villa Celta lasse ich aus, denn das Programm auf der Hauptbühne verspricht einige der Höhepunkte des Wochenendes.

Den Auftakt auf der Hauptbühne macht die Banda De Gaitas De Ladrido, bevor anschließend die North Coast Dance Company übernimmt. Besonders schön ist dabei die „große“ Altersspanne der Tänzerinnen und Tänzer. Die meisten gehören zwar noch dem Kinder- und Jugendbereich an, doch etwas ältere, ebenfalls noch junge Mitglieder stehen selbstverständlich mit auf der Bühne. Diese Mischung verleiht dem Auftritt eine besondere Herzlichkeit und zeigt einmal mehr, dass die Tradition hier generationenübergreifend gelebt wird.
Fast noch schöner als die Tänze selbst ist jedoch ein anderes Detail. Einige der irischen Tänzerinnen bedanken sich auf Spanisch beim Publikum. Meist halten sie dabei einen kleinen Zettel in der Hand und lesen die wenigen Sätze etwas unsicher ab. Gerade diese kleinen Gesten sorgen jedes Mal für großen Applaus und herzlichen Jubel. Es ist ein Zeichen des Respekts gegenüber den Gastgebern – und genau so wird es vom Publikum auch verstanden.
Um 23 Uhr folgt schließlich der Auftritt, auf den ich mich den ganzen Tag gefreut habe: Bagad De Vannes. Und die Vorfreude ist vollkommen berechtigt. Auf der großen Bühne entfaltet das bretonische Ensemble seine ganze Kraft. Dudelsäcke, Bombarden und Trommeln verschmelzen zu einer gewaltigen Klangwand, die den gesamten Platz erfasst. Was tagsüber in den Straßen bereits beeindruckend klang, entwickelt auf der Hauptbühne eine noch einmal ganz andere Wucht. Fast noch spektakulärer wird die Kulisse allerdings durch das Wetter. Für den Abend wurde eine schwere Unwetterwarnung ausgegeben. Offenbar sind sogar Tornados nicht völlig ausgeschlossen – etwas, womit ich in Galizien überhaupt nicht gerechnet hätte.
Schon während des Auftritts der North Coast Dance Company hatte es kurz geregnet. Jetzt zucken ununterbrochen Blitze über den Himmel. Wetterleuchten erhellt den Horizont, der Wind frischt spürbar auf und für einen Moment wirkt die gesamte Szenerie beinahe apokalyptisch. Und trotzdem bleibt das Publikum erstaunlich gelassen. Die Galizier nehmen das Wetter mit einem Schulterzucken. Es könne hier jederzeit umschlagen, erklären sie mir. Meist dauere der Regen nur wenige Minuten, bevor sich der Himmel wieder öffne. Sie behalten recht. Das Gewitter zieht vorbei, ohne den Festivalabend ernsthaft zu beeinträchtigen.

Solas sind als Nächstes auf der Bühne. Musikalisch ist das Konzert natürlich deutlich ruhiger als der kraftvolle Auftritt der Bretonen zuvor, verliert dadurch aber nichts an Intensität. Fein arrangierte Stücke treffen auf moderne Elemente und gelegentliche elektronische Akzente, die sich harmonisch mit den traditionellen Instrumenten verbinden und ebenfalls zum Tanzen einladen. In gewisser Weise erinnert es an TripHop mit keltischen Elementen. Zwischendurch habe ich auch wieder das Caledonian Cowboy Collective getroffen, wo ein Teil der Gruppe mit mir den weiteren Abend verbringt. Zum ersten Mal steht für mich an diesem Wochenende nicht mehr die Arbeit im Vordergrund. Ich habe mir bewusst einen Abend freigehalten – ohne Interviews, ohne Kamera, ohne den Blick durch den Sucher. Heute möchte ich das Festival einfach erleben. Was folgt, sind weniger Konzerte als Begegnungen. Wir trinken gemeinsam, lachen, erzählen Geschichten und feiern mitten zwischen Tausenden von Besuchern.
Genau in diesem Moment wird mir klar, dass Ortigueira weit mehr ist als ein Musikfestival. Es ist ein Ort, an dem Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern zusammenkommen, ohne dass Sprache oder Herkunft plötzlich noch eine große Rolle spielen. Als gegen halb fünf morgens schließlich die letzten Konzerte enden, ziehen wir gemeinsam weiter ins Caracas, die kleine Bar am Ende des Hafens, die inzwischen fast schon zu einer Institution des Festivals geworden ist. Dort bleiben wir bis in die frühen Morgenstunden. Lange nachdem die Musik offiziell aufgehört hat, bringt Ortigueira die Menschen noch immer zusammen. Irgendwie fühlt sich genau das wie der wahre Geist dieses Festivals an.
Tag 5
Nach einer sehr kurzen Nacht treffe ich die Schotten am nächsten Morgen schon wieder. Diesmal allerdings nicht zum Frühschoppen – dazu fehlt inzwischen wirklich allen die Energie –, sondern zu ihrem letzten Auftritt. Wieder halten sie tapfer durch. Wie an den Tagen zuvor ziehen die verschiedenen Musikgruppen ein letztes Mal durch die Straßen Ortigueiras. Überall wird noch einmal musiziert, getanzt und gefeiert. Man merkt zwar, dass viele Besucher bereits abgereist sind, doch die Stadt wirkt noch immer voller Leben. Auch an diesem Tag lerne ich noch neue Menschen kennen. Einige Einheimische erzählen mir, dass sie erst sonntags zum Festival kommen können, weil sie an den Tagen zuvor gearbeitet haben. Plötzlich erklärt sich auch, warum selbst am letzten Festivaltag noch so viele Menschen durch die Straßen ziehen. In der Villa Celta stehen noch einmal vier Bands auf dem Programm. Auf der Hauptbühne dagegen hat der Abbau bereits begonnen. Techniker demontieren Lautsprecher, Lichttraversen und Bühnentechnik – ein untrügliches Zeichen dafür, dass sich das Festival langsam seinem Ende nähert.

Für mich fühlt sich dieser Tag anders an. Zum ersten Mal habe ich nicht das Bedürfnis, von Bühne zu Bühne zu eilen. Stattdessen nehme ich mir bewusst Zeit, noch einmal durch die Gassen Ortigueiras zu schlendern. Ich besuche die Plätze, die mir in den vergangenen Tagen ans Herz gewachsen sind, schaue bei den Kunsthandwerkern vorbei, genieße einen letzten Kaffee und lasse die Atmosphäre noch einmal auf mich wirken. Es fühlt sich weniger wie das Ende eines Festivals an als vielmehr wie der Abschied von einem Ort, an den man irgendwann zurückkehren möchte.
Am frühen Abend mache ich mich auf den Rückweg zum Campingplatz. Auch dort hat sich das Bild verändert. Viele Zelte sind bereits verschwunden, auf den Wegen ist deutlich weniger los als noch in den Nächten zuvor. Trotzdem erklingt weiterhin Musik aus allen Richtungen. Zwischen den Zelten sitzen kleine Gruppen zusammen, irgendwo wird noch gelacht, an anderer Stelle spielt jemand Dudelsack. Das große Finale ist vorbei. Doch das Festival klingt langsam und beinahe friedlich aus. Für mich geht die Reise dagegen schon weiter. Ich möchte noch einige Tage durch Galizien reisen und habe deshalb mein gesamtes Gepäck dabei – Zelt, Kameraausrüstung und alles, was man für mehrere Wochen unterwegs benötigt. Auf eine letzte lange Partynacht verzichte ich deshalb bewusst. Stattdessen setze ich mich mit einem Bier ans Meer und genieße den Abend.
Es ist ein ruhiger Abschied. Und genau deshalb fühlt er sich richtig an. Am nächsten Morgen breche ich auf. Noch lange begleiten mich die Eindrücke dieser Tage. Für mich liegen die Klänge der Gaita und die Melodien Galiziens noch immer in der Luft. Das Festival Internacional Do Mundo Celta De Ortigueira ist weit mehr als nur ein Musikfestival. Es ist ein Ort, an dem die keltische Kultur nicht hinter Glas bewahrt, sondern gelebt wird. Menschen aus den unterschiedlichsten Regionen der keltischen Welt Europas kommen hier zusammen, teilen ihre Musik, ihre Traditionen und ihre Geschichten – und machen Ortigueira für wenige Tage zum kulturellen Mittelpunkt dieser Welt. Mein besonderer Dank gilt dem gesamten Organisationsteam, das dieses außergewöhnliche Festival Jahr für Jahr mit beeindruckendem Engagement und großer Leidenschaft möglich macht.

Ganz besonders bedanken möchte ich mich bei Elisardo De La Cruz, der mich während meines gesamten Aufenthalts in jeder Hinsicht unterstützt hat. Mein Dank gilt außerdem Ramón Roldán, Jonathan, Josef, Javi, Álvaro Ramil und seinem Team sowie all den vielen Menschen, die ich in diesen Tagen kennenlernen durfte. Sie alle haben Ortigueira zu dem gemacht, was es für mich geworden ist. Nicht nur ein Festival. Sondern ein Ort, an den ich sicher zurückkehren werde. Irgendwann reist man aus Ortigueira wieder ab. Ein Teil von einem bleibt jedoch zwischen den Klängen der Gaita, der salzigen Meeresluft und den Menschen Galiziens zurück. Vielleicht ist genau das das Geheimnis dieses außergewöhnlichen Festivals.













































