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Taskforce Toxicator – Countdown To Death

18.09.2026 - Thrash Metal - Iron Shield Records - 38:30 Minuten

Klar, fällt der Name Taskforce Toxicator, fällt einem, so ist es zumindest bei mir, Dominik Rothe ein, der ja in den letzten Jahren durch sein Wirken bei Darkness in den Thrash-Metal-Fokus geraten ist. Allerdings war er eben schon vorher bei TT. Die Band aus Münster gründete sich im Jahre 2017 und nach zwei EPs, einem Livealbum und einer Kompilation erschien 2023 das Album Laser Samurai. Trotz seiner Tätigkeit bei Darkness sind Taskforce Toxicator  sehr viel live präsent und spielen sich in die Herzen der Thrash-Metal-Gemeinde. Nach einigen Singles im Jahre 2026 erscheint endlich das zweite Album namens Countdown To Death. Man sollte erwähnen, dass 3/5 der Band schon seit 2011 (u. a. auch Dominik) zusammen zocken. Die Burschen waren vorher bei den Heavy Thrashern von Marauder.

Und obwohl Taskfoce Toxicator ja zur Nachrückergeneration in Sachen deutschen Death Metal gehören, könnte man meinen, sie gehörten schon immer dazu, und so hatten sie für dieses Album durchaus einen Plan und gingen an die Herangehensweise nicht so ungestüm heran. Sie wollten sich selber nicht wiederholen bzw. kopieren, sondern einige Überraschungen mit einbauen, und das ist es, so viel vorweg, durchaus gelungen.

Los geht es mit The Necromancer. Und wichtig ist ja, dass man gut in ein Album hineinkommt, sowohl als Zuhörer, als auch als Musiker. Und wenn man nicht wüsste, welche Musikrichtung die Burschen einschlagen, wäre diese Frage innerhalb von einigen Sekunden geklärt. Thrash Metal steht auf der Agenda. Typische thrashige Riffs fliegen einem um die Ohren, aggressive Shouts und ein grooviger, aber aggressiver Mitgröl-Refrain-Part. So reitet man zügig vor sich hin. Hohe Screams begleiten den Necromancer, bis man dann zum absoluten Groove-Part kommt. Die höher gezockte Gitarre spielt vor und man holt ein ziemlich fettes Riff heraus. Sehr stark. Diese hohen King-Diamond-Gedächtnisschreie gesellen sich dazu und man verwendet das Riff auch für das Solo. Danach wiederholt man sich und fertig ist der gelungene Einstieg.

Mental Agony ist eine absolute Abrissbirne und verkörpert alles das, was wir an Thrash Metal so lieben. Der Begriff „Dreschen“ kommt nicht von irgendwoher und so greift man hier nun an, hat aber auch immer Platz für eine kleine Verschnaufpause. Ein kleines und auch ein längeres Solo dürfen nicht fehlen und natürlich auch nicht diese Art von Refrainpart. Ansonsten ist das Ding straight forward und hat mich von der allerersten Sekunde an absolut abgeholt und überzeugt, auch wenn man natürlich nicht wirklich etwas Neues anbietet.

Kleiner Bass am Anfang bei Intergalactic War und dann geht es rein in eine groovige Attacke mit Refrain-Charakter. Bay Area lässt grüßen. Der Kopf des Zuhörers geht rauf und runter und man lässt sich von dem treibenden Part einfach mitreißen. Da gibt es kein Entkommen. Gangshouts und fettes Solo.

Gitarre vorweg und dann volle Attacke. Ja, so wollen wir’s hören. Revived Scum kommt wie eine geölte Maschine aus den Boxen. Kleine Bremsen mit eingebaut, aber ansonsten gibt es absolut auf die Glocke. Auch hier wieder wildes Riffing und ungeschliffene Energie. Das Solo ist ziemlich fett. Klaro, das kennt man schon irgendwie, aber das macht hier alles Spaß ohne Ende und das ist doch das Wichtigste. Break, langsames Vorspielen und dann in den groovigen Refrain-Part und anschließendes Solo. Ja, lecker hoch zehn. Das gefällt mir. Da sind meine weißen Adidas-Turnschuhe und meine schwarze Leggings auf Angriff eingestellt. Zumal sich der Song gegen Rechtsextremisten richtet. Da sind wir mit dabei!

Erwähnen sollte man unbedingt, dass das Teil sehr geil produziert ist. Der Experte Cornelius Rambadt, der ansonsten ja auch für und mit Sodom, Darkness oder Bondes arbeitet, hat hier mehr als amtlich abgeliefert. Ein absolut fetter und passender Sound.

Ein bisschen verspielter und grooviger zeigen sie sich bei dem Song Midnight Mass. Diese schaurige Horrorgeschichte kommt eher gediegen und getragen ums Eck und überzeugt mit einer düsteren Atmosphäre und gelungenen Melodiebögen und ist eben eine dieser angekündigten Überraschungen.

Eine gelungene Abwechslung, denn Deepest Abyss ist wieder eine absolute Vernichtungsmaschine. Besonders der Anfang ist fix ohne Ende. Ansonsten gibt es groovigen Thrash Metal. Und dann mittendrin wieder eine Attacke und ein leckeres Solo.

Ihre Liebe zum Crossover kann man gut bei Countdown To Death, dem Titeltrack, hören. Hier werden Gangshouts mit eingebaut. Diese machen ja immer Stimmung und kleine Breaks und technische Spielereien, die aber nicht stören oder den Rhythmus stören, sondern einfach nur ins Gesamtbild passen, welches ja mehr als positiv ist. Dieser abgehackte Abgehpart wird sicherlich einige Mitbrüll-Effekte erzeugen. Sehr geil. Diese kleinen Stopps machen die Sache sehr interessant. Geiles Stück. Auch diese melodische Gitarrenarbeit am Ende kann mich überzeugen.

Und diese Slayer-Hommage am Anfang von Rebellion Strikes Back.

Mit See You In Hell hat man dann auch noch eine kleine Hymne am Start. Alleine der Anfang mit betonenden Drums und Gesang, die alleine agieren. Das schockt schon einmal. Aber das Riffing und die ganze Herangehensweise des Songs sind ein geiles Manifest. Und alle – See You In Hell. Live ein absoluter Burner, da bin ich fest von überzeugt.

Hier geht es für weitere Informationen zu Taskforce Toxicator – Countdown To Death in unserem Time For Metal Release-Kalender.

Futuristisches Sci-Fi-Bild mit Kampf gegen Monster und Aliens.
Taskforce Toxicator – Countdown To Death
Fazit zu Countdown To Death
Wenn man erwachsen wird, testet man Grenzen aus und sucht seinen eigenen Weg. So auch die Münsteraner von Toxic Taskforce. Auf ihrem zweiten Album haben die Burschen einen guten Sprung nach vorne und zur eigenen Identität vollzogen, ohne dabei ihre Wurzeln und Einflüsse zu vergessen. Hier wird Dreschen großgeschrieben. Man hat sowohl komplette Abrissbirnen als auch groovige Abgehmomente am Start. Dabei liefert man fettes Riffing ab und hält die Spannung und die Qualität aufrecht. Bay Area Thrash, Speed Metal und natürlich Teutonen Thrash Metal treffen auf Crossover-Passagen und Gangshouts. Selbst Platz für düstere Atmosphäre wurde geschaffen. Das macht Laune ohne Ende. Diese Spielfreude und pure Energie werden dann durch die Produktion noch einmal verstärkt. Bleibt nur zu sagen: Thrash ’em all and Buy Or Die!

Anspieltipps: Mental Agony, Revived Scum und Countdown To Death
Michael E.
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