Hollywood Vampires – At Montreaux Jazz Festival

14.08.2026 - Rock / Hard Rock - EarMusic / Edel - 95:18 Minuten

Nicht umsonst werden die Hollywood Vampires als die teuerste Coverband aller Zeiten bezeichnet. Immerhin sollte bekannt sein, dass sich die eigentlichen Vampires aus Alice Cooper, Johnny Depp, Joe Perry und Tommy Henriksen zusammensetzen. Dazu kommen noch am Bass Chris Wyse, an den Drums Glen Sobel und an den Tasteninstrumenten Buck Johnson. Also alle gestandene Musiker, die sich zusammengefunden und dem Spirit, der Idee aus den Siebzigern, verschrieben haben. Das vorliegende Konzert At Montreux Jazz Festival fand allerdings bereits am 05.07.2018 statt und wurde nun am 14.08.2026, also gut acht Jahre später, veröffentlicht. Mein Kollege Norbert C. konnte sich am 30.08.2026 in der Hamburger Barclays Arena von den Qualitäten der Truppe überzeugen (Bericht hier). Nun schauen wir rückblickend auf das Konzert von vor acht Jahren.

Viel Cover, aber unbändige Spielfreude

Mit den eigenen Stücken I Want My Now und Raise The Dead fangen die Herren an. Alice Cooper, den ich in den letzten Jahren bei einigen Festivals gesehen habe, ist stimmlich mega drauf und verleiht den Songs seine ganz eigene Note. Die hätten auch als eigene Tracks durchgehen können. Danach beginnt der Cover-Marathon. I Got A Line On You (Spirit) gefolgt von 7 And 7 Is (Love) und dem schwarz angehauchten My Dead Drunk Friends, einem weiteren eigenen Stück, zeigt die Freude an diesen Versionen. Dazwischen immer wieder der ausufernde Beifall des Schweizer Publikums. Das folgende Doors-Stück Five To One / Break On Through hätte in dieser Version sicherlich auch Jim Morrison gefallen.

Munter geht es quer durch die Rockgeschichte weiter

Dabei kommen immer wieder Stücke bereits verstorbener Helden zum Zuge, wie jetzt Motörheads Ace Of Spades oder eben dem Doors-Song. Combination von Aerosmith oder auch Alice Coopers I’m Eighteen (ja, sie covern auch eigene Songs. Sind das dann noch Cover?) verleihen dem Doppelsilberling jede Menge Musikgeschichte. Cool ist auch die AC/DC-Nummer The Jack, oder Baba O’Riley von The Who. Vergleicht man die Setlist von vor acht Jahren mit der der letzten Konzerte, hat sich einiges verändert. Das Grundgerüst bleibt aber bestehen. Eigene Songs wie As Bad As I Am oder Welcome To Bushwackers werden mit Klassikern gemischt. So dürfen Train Kept A Rollin‘ von den Yardbirds und Sweet Emotion von Aerosmith nicht fehlen. Die meisten Songs singen Alice Cooper oder Joe Perry, aber auch Johnny Depp zeigt bei Heroes von David Bowie sein Können. Er ist zwar kein überragender Sänger, aber hier passt es wunderbar. Als Abschluss und sozusagen als Bandvorstellungssong kommt das unverwüstliche School’s Out, bei dem ein wenig Pink Floyd eingebunden wird. Das Publikum beweist seine Textsicherheit und so findet ein großartiges Konzert nach gut 95 Minuten, von viel Beifall begleitet, ein Ende. Schade, dass so viel „Gerede“ ausgeblendet wurde, denn da gab es einige Anekdoten und viele Späße, wie in Hamburg bewiesen wurde.

Hier geht es zu weiteren Informationen zu Hollywood VampiresAt Montreaux Jazz Festival in unserem Time For Metal Release-Kalender.

Hollywood Vampires – At Montreaux Jazz Festival
Fazit zu At Montreaux Jazz Festival
Schöner Mitschnitt eines vor acht Jahren aufgezeichneten Konzerts in der Schweiz. Gut aufgelegte Musiker, die eine bunte Palette an Klassikern zu Ehren verstorbener und noch lebender Legenden interpretieren. Das Konzert in Montreux wird während der derzeit laufenden Tour veröffentlicht und bietet in vielen Fällen eine ähnliche Setlist.

Anspieltipps: Heroes, Ace Of Spades und I' Am Eighteen
Kay L.
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