Fen – Elemental Part One: Mourning Earth

21.08.2026 – Atmospheric Black Metal, Post Black Metal – Prophecy Productions – 76:49 Minuten

Bereits im Sommer (21.08.2026) ist das aktuelle Album Elemental Part One: Mourning Earth der Briten Fen bei Prophecy Productions erschienen. Dort ist es als CD, Artbook und auf Vinyl erhältlich.

Wenn Dunkelheit auf Schönheit trifft

Gemeinsam mit Formationen wie Winterfylleth und Wodenthrone stehen die Briten Fen für eine eigenständige Spielart des Black Metal, die düstere Härte mit ausladenden Klanglandschaften verbinden. Als großer Fan der britischen (Post)-Black-Metal-Szene durfte ich das Trio 2024 beim Prophecy Fest in der Balver Höhle live erleben. Die intensive Atmosphäre dieses Auftritts ist mir bis heute in Erinnerung geblieben. Bereits 2023 hatte mich das Album Monuments To Absence regelrecht begeistert. Entsprechend gespannt war ich darauf, welchen Weg Fen mit Elemental Part One: Mourning Earth einschlagen würden. Das Ergebnis zeigt eine Band, die ihren charakteristischen Sound konsequent weiterentwickelt und dabei neue Facetten ihrer musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten erschließt.

Fen, Prophecy Fest 2024,
Pic by Big Simonski

Zwischen drückender Härte und weiten Klangwelten

Schon der Opener Glacier nimmt uns mit auf eine atmosphärische Reise. Verhallte Gitarren, behutsame Schlagzeugpassagen und das Zusammenspiel von rauem Gesang und klaren Stimmen formen nach und nach ein dichtes Klangbild. Fen lassen ihren Kompositionen Raum zur Entfaltung und entwickeln daraus einen Spannungsbogen, der mit seiner Vielschichtigkeit unmittelbar fesselt. Die härteren Ausbrüche fügen sich dabei ebenso selbstverständlich ein wie die ruhigen, beinahe schwebenden Momente.

Mit Tectonic zieht das Tempo spürbar an. Treibende Gitarren, kraftvolles Drumming und die markanten, harschen Vocals bringen die aggressive Seite der Briten eindrucksvoll zur Geltung. Gleichzeitig sorgen melodische Passagen und klare Gesangselemente für reizvolle Kontraste. Gerade dieses Wechselspiel zwischen Wucht und Atmosphäre gehört zu den großen Stärken des Albums.

Massif schlägt anschließend ruhigere Töne an. Sanfte Gitarren und klarer Gesang verleihen dem Stück eine melancholische Tiefe, bevor sich die Musik allmählich zu einem vielschichtigen Klanggebilde verdichtet. Auch Abyssal Plain überzeugt mit warmen Basslinien, abwechslungsreicher Gitarrenarbeit und dem gekonnten Wechsel zwischen atmosphärischer Weite und schwarzer Intensität. Barrow bringt wieder mehr Nachdruck ins Geschehen und verbindet raue Vocals mit eindringlichen Melodien.

Den krönenden Abschluss bildet Moor. Über zwölf Minuten entfaltet sich eine Komposition, die sich Zeit nimmt, ihre Wirkung zu entwickeln. Aus ruhigen Instrumentalpassagen wachsen kraftvolle Ausbrüche, während melancholische Melodien immer wieder neue emotionale Akzente setzen. Hier laufen die unterschiedlichen Elemente des Albums eindrucksvoll zusammen und münden in ein stimmungsvolles Finale.

Hier! geht es für weitere Informationen zu Fen – Elemental Part One: Mourning Earth in unserem Time For Metal Release-Kalender.

Fen – Elemental Part One: Mourning Earth
Fazit zu Elemental Part One: Mourning Earth
Mit Elemental Part One: Mourning Earth beweisen Fen einmal mehr ihre außergewöhnliche Klasse. Die Briten verbinden atmosphärischen Black Metal, progressive Strukturen und melancholische Klanglandschaften zu einem vielschichtigen Gesamtwerk. Besonders das Zusammenspiel aus harscher Wucht, filigraner Gitarrenarbeit und eindringlichen Clean-Vocals macht den Reiz des Albums aus. Nach meiner Begeisterung für Monuments To Absence und dem eindrucksvollen Live-Erlebnis beim Prophecy Fest ist auch dieses Album ein echtes Highlight für mich. Ein starkes Werk, das die Vorfreude auf einen zweiten Teil weckt.

Anspieltipps: Tectonic, Massif und Moor
Juergen S.
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