Age Of Life – Emergence, Pt. 1

30.10.2026 – Cinematic Post-Rock, Electronica, Soundtrack – CB Records – 42:14 Minuten

Am 30.10.2026 ist das Album Emergence, Pt. 1 von Age Of Life erschienen. Erhältlich ist das Album digital und als CD über das Label CB Records.

Wenn die Erdgeschichte zum Soundtrack wird

Hinter Age Of Life steckt der Musiker Chris Burda, der mit diesem Projekt eine weitere Facette seines musikalischen Schaffens präsentiert. Wer Collapse Under The Empire kennt, weiß, dass der Musiker ein Faible für ausladende Instrumentalkompositionen und große Klangbilder besitzt. Mit seinem Soloprojekt geht er allerdings thematisch noch einmal ganz andere Wege. Auf Emergence, Pt. 1 beschäftigt er sich mit den ersten 542 Millionen Jahren unseres Planeten. Acht instrumentale Kompositionen erzählen von den Anfängen der Erde und der allmählichen Entwicklung des Lebens. Das Ganze ist als zweiteiliges Projekt angelegt, dessen Fortsetzung 2027 erscheinen soll. Ein durchaus ungewöhnliches Konzept, das musikalisch zwischen Postrock, elektronischen Spielereien und opulenter Filmmusik angesiedelt ist.

Elektronische Klangwelten mit ordentlich Dynamik

Epoch One eröffnet das Album mit zurückhaltenden, gläsernen Tönen und langsam anschwellenden Synthesizerflächen. Das klingt zunächst fast meditativ, entwickelt aber nach und nach eine eigene Dynamik. Mit Cambrian Pulse kommt deutlich mehr Bewegung ins Spiel. Hier treffen druckvolle Drums und verzerrte Gitarren auf elektronische Elemente. Genau diese Verbindung gefällt mir ausgesprochen gut, denn Chris Burda versteht es, den synthetischen Klängen auch eine ordentliche Portion Rock mitzugeben.

Pelagic Drift schlägt anschließend etwas ruhigere Töne an. Die Nummer besitzt einen angenehm schwebenden Charakter und erinnert stellenweise an die großen Elektronikkomponisten vergangener Jahrzehnte. Bei Reef Consciousness sorgen Piano und abwechslungsreiche Rhythmen für weitere Farbtupfer. Mein Favorit ist allerdings Carbon Bloom. Die markanten Synthesizerläufe entwickeln einen regelrechten Sog, während die Gitarren dem Stück zusätzliche Durchschlagskraft verleihen. Hier darf es gerne etwas kräftiger zur Sache gehen!

Mit The First Collapse wird die Stimmung deutlich finsterer. Schwere Schlagzeugpassagen und dramatische Klangschichten sorgen für einen spannungsgeladenen Moment. Extinction führt diese Atmosphäre weiter, bevor After The Silence das Album mit melodischen Synthesizerpassagen und einer vergleichsweise entspannten Grundstimmung beendet.

Hier! geht es für weitere Informationen zu Age Of Life – Emergence, Pt. 1 in unserem Time For Metal Release-Kalender.

Age Of Life – Emergence, Pt. 1
Fazit zu Emergence, Pt. 1
Chris Burda verbindet auf Emergence, Pt. 1 unterschiedliche musikalische Einflüsse zu einem instrumentalen Gesamtwerk, das durchaus seine eigenen Reize besitzt. Die Kombination aus elektronischen Elementen, Gitarren und kraftvollem Schlagzeug funktioniert richtig gut. Für mich ist das eine interessante Abwechslung zum ordinären Metal-Alltag. Wer sich gerne auf ausgedehnte Klangreisen einlässt und auch vor einer ordentlichen Portion Synthesizer nicht zurückschreckt, sollte Age Of Life unbedingt ausprobieren. Auf die Fortsetzung bin ich jedenfalls gespannt.

Anspieltipps: Cambrian Pulse. Carbon Bloom und The First Collapse
Juergen S.
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