Nach ihrem viel beachteten Debütalbum Noble Art Of Desolation (2025), das von der internationalen Metal-Presse durchweg positiv aufgenommen wurde, kehren The Great Sea nun mit ihrem zweiten Album Silent Feeble Cries zurück, das am 29. Januar über AOP Records erscheint.
The Great Sea wurden 2022 von Janosch Rathmer und Stefan Hackländer gegründet und stehen seither für eine intensive Form des Black Metal, die sich bewusst fernab billiger Klischees und Oberflächlichkeit bewegt. Im Mittelpunkt steht stets die Musik selbst, angetrieben von dem kompromisslosen Bestreben, dem eine Stimme zu verleihen, was für langjährige – teils jahrzehntelange – Anhänger dieses Genres von so großer Bedeutung ist: die ursprüngliche Essenz der Natur. Durch ein dynamisches Songwriting, in dem sich feierliche, weitläufige Passagen mit Ausbrüchen fanatischer Wut verweben, entsteht ein tief verwurzeltes Gefühl eines natürlichen Rausches.
Die Reise, die mit Noble Art Of Desolation begann, fand einen ersten Höhepunkt beim Live-Debüt der Band auf dem Prophecy Fest 2025, wo The Great Sea in der vollbesetzten Balver Höhle ihre Live-Qualitäten unter Beweis stellten. Ihr Auftritt auf dem Rock Hard Festival 2026 unterstrich zudem, dass die Band in der Lage ist, die Atmosphäre und Intensität ihrer Alben mit einer Mischung aus Wucht und Finesse auf die Bühne zu übertragen.
Mit Silent Feeble Cries schlagen The Great Sea das nächste Kapitel auf und erweitern ihr etabliertes musikalisches Fundament auf subtile, aber entschlossene Weise. Aggressive Stimmungen werden noch stärker ausgeprägt als bisher, während zugleich melancholische Momente vermehrt Einzug in das Songwriting halten. Auch bei den Vocals bleibt vieles beim Bewährten: Neben Leadsänger A. sind erneut die Gastsänger Azathoth (Gràb, ex-Dark Fortress) und Phil „sG“ Jonas (Crone, ex-Secrets Of The Moon) zu hören. Doch durch das Hinzukommen neuer Kräfte – allen voran Pelle Åhman (ex-In Solitude), dessen Stimme auf dem Opener Thirteen Moons zu hören ist – erschließt sich die Band völlig neue und zutiefst immersive Atmosphären. Textlich widmet sich das Album erneut der komplexen Beziehung zwischen Mensch und Natur. Die Songs greifen sowohl ekstatischen Wahnsinn als auch die Kräfte des Verfalls, der Zersetzung und des Niedergangs auf.
Das Musikvideo zum Song Thirteen Moons, bei dem David Gregory Regie führte und das inmitten der atemberaubenden Landschaften der schottischen Highlands gedreht wurde, lässt die zentralen Themen des Albums lebendig werden. Fernab von effekthascherischen visuellen Spielereien oder KI-generierten Massenprodukten fängt das Video die karge, kompromisslose Schönheit der Natur ein und lässt die Atmosphäre von Silent Feeble Cries auch auf visueller Ebene nachklingen.
Im Kern befasst sich Silent Feeble Cries mit der Wiederverbindung des Menschen mit der Natur – jenem Ursprung, aus dem wir einst hervorgegangen sind und zu dem wir letztlich zurückkehren werden. Diese Verbindung ist zugleich versöhnlich und rau, intim und doch unausweichlich: ein Hingeben an den ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen. Trotz aller Grausamkeit und Vergänglichkeit, die dem Dasein innewohnen, bietet sie dem Menschen etwas – die Gewissheit, dass wir nicht einfach spurlos verschwinden, sondern Teil von etwas Größerem bleiben. Genau diesen Zustand möchten The Great Sea mit ihrer Musik erfahrbar machen: keinen Trost im herkömmlichen Sinne, sondern einen intensiven, beinahe berauschenden Moment, in dem der Hörer – solange die Musik erklingt – selbst wieder zu einem Teil jener ursprünglichen Natur wird. Dort blieb die Band ihrer eigenen klanglichen Vision und ihrem DIY-Ethos kompromisslos treu.
Silent Feeble Cries – Trackliste:
- Thirteen Moons
- Ashborn Ruins
- Meadow Of Broken Horses
- Under The Firelight
- I Am Not Of Your World
- Within Cold Veins
- The Mountains Regent
Janosch Rathmer übernahm Aufnahme, Produktion und Mischung und schuf einen Sound, der gleichermaßen weit und kraftvoll wie rau, unmittelbar und organisch wirkt. Auf herkömmliche Drum-Samples wurde bewusst vollständig verzichtet, um die natürliche Dynamik und Energie der Darbietungen zu bewahren. Das abschließende Mastering übernahm Tom Porcell, der dem Album mit frischen Ohren und jahrelanger Erfahrung seinen finalen Schliff verlieh. Während Schlagzeug, Bass und ein Großteil des Gesangs erneut im bandeigenen Studio in Deutschland aufgenommen wurden, reisten The Great Sea für die Aufnahmen von Gitarren und Keyboards in eine abgelegene Hütte im verschneiten Schweden, unweit der großen Seen Vänern und Vättern.
Silent Feeble Cries ist ein kraftvolles Bekenntnis zur musikalischen Identität von The Great Sea – weit mehr als nur ein Nachfolgealbum. Es ist ein Zeugnis für die kompromisslose künstlerische Überzeugung der Band und ihre Entschlossenheit, den eigenen Weg konsequent bis zum Ende zu gehen.
The Great Sea – Release Shows
Special Guest: Nail By Nail
29.01.27 Dresden – HD Rock & Metal Bar
30.01.27 Weiher – Live Music Hall
31.01.27 Oberhausen – Helvete
Tickets: https://linktr.ee/thegreatsea
The Great Sea sind:
Janosch Rathmer – Gitarren, Schlagzeug, Bass, Keyboard, Hintergrundgesang
Stefan Hackländer – Gitarren, Keyboard, Hintergrundgesang


