Acid Death – Random’s Manifest (Re-Issue)

“Das zweite Album aus den Underground-Zeiten von Acid Death“

Artist: Acid Death

Herkunft: Athen, Griechenland

Album: Random’s Manifest (Re-Issue)

Spiellänge: 64:01 Minuten

Genre: Thrash Metal, Death Metal

Release: 26.02.2016

Label: Copro Records

Link: https://www.facebook.com/AcidDeathGR und http://www.aciddeath.net/

Produktion: S.I.A. Recordings, Athen von Savvas Betinis (Re-Mastering)

Bandmitglieder:

Gesang und Bass – Savvas Betinis
Gitarre – Dennis Kostopoulos
Gitarre – John Anagnostou
Schlagzeug und Percussion – Kostas Alexakis

Tracklist:

  1. Perfect Enemy
  2. Random’s Manifest Pt. I
  3. Psycho Love
  4. Sense Of Annihilation
  5. Curse Of Flesh
  6. In Sorrow
  7. Random’s Manifest Pt. II
  8. Misery Colored Yellow-Black
  9. Teach To Kill
  10. Future Deadlock
  11. Random’s Manifest Pt. III
  12. W.A.R. (Wrong And Right)
  13. Sense Of Annihilation (Demo 1998)
  14. I Walk By The Moonlight (Demo 1998, bislang unveröffentlicht)

Acid Death - Randoms Manifest

 

Die Band Acid Death wurde bereits im Jahr 1989 gegründet und war in ihren Anfangstagen mit ihrem klassischen Thrash Metal eine Underground-Band, wie sie im Buche steht. Die damaligen Releases gingen weg wie die berühmten warmen Semmeln. Das jetzt über das britische Label Copro Records wiederveröffentlichte erste Album Pieces Of Mankind, das ursprünglich im Jahr 1997 auf den Markt kam, war genauso komplett ausverkauft, wie auch das zweite Album Random’s Manifest aus dem Jahr 2000, das ebenfalls seit dem 26.02.2016 wiederveröffentlicht ist und um das es hier gehen soll.

Von 2001 bis 2011 lag die Band Acid Death ja auf Eis, anlässlich der Reunion gab es auf zwei Positionen einen Besetzungswechsel. Von der Originalbesetzung sind immer noch Savvas Betinis und Dennis Kostopoulos dabei, und die o. g. Bandmitglieder stellen den aktuellen Status vom neusten Album Hall Of Mirrors aus 2015 dar.

Für das Re-Mastering zeichnet niemand Geringeres als Savvas Betinis selbst verantwortlich. Er stand  allerdings vor dem Problem, dass die vor fast 20 Jahren verwendeten analogen 24-Spur-Tapes, auf denen damals alles aufgenommen wurde, nicht mehr verwendungsfähig waren, da diese Bänder nur eine Lebensdauer von ca. 10 Jahren haben. Darum verwendete Savvas die Dateien von der damaligen Master-CD und verpasste den Songs eine zeitgemäße Politur, ohne den Klang der späten 90er komplett zu überpinseln.

Und so kann man in über einer Stunde Spielzeit eintauchen in den griechischen Thrash-Underground der späten 1990er. Wie schon beim Re-Issue des ersten Albums Pieces Of Mankind bin ich auch hier sehr überrascht, wie schnell der Hörspaß vorbei und das Album zu Ende ist. Sehr abwechslungsreich die Songs, und auch auf diesem zweiten Album Random’s Manifest beweisen die Männer, dass sie es schon immer verstanden haben, spannende Songs zu schreiben. Das reicht sogar bis zum Einsatz eines Klaviers und fast schon jazzigen Klängen, z. B. bei Random’s Manifest Pt. I. Das hier zu hörende Gitarrenspiel wird dann interessanterweise in Random’s Manifest Pt. II und später im instrumentalen Random’s Manifest Pt. III wieder aufgenommen. Auch das instrumentale Stück Misery Colored Yellow-Black wartet mit sehr entspannten Zwischenparts auf, die mit Thrash so gar nichts zu tun haben.

Umfasste das Originalalbum damals 12 Tracks, wurden für dieses Re-Release von zwei Songs noch die Demoversionen aus dem Jahr 1998 in unveränderter Form mit auf das Album gepackt, wobei der Track I Walk By The Moonlight bislang unveröffentlicht war, also ein ganz besonderes Schätzchen darstellt. Im Vergleich zu den remasterten Songs hört man dann aber ganz deutlich, welche hervorragende Arbeit Savvas geleistet hat. Im Wesentlichen unverändert ist bis heute sein Gesangsstil geblieben, da musste er wohl eher weniger re-mastern 🙂

Fazit: Thrash Metal gehört nicht wirklich zu den Genres, die ich regelmäßig höre. Da ich aber seit meinem Review zu Hall Of Mirrors aus 2015 die Geschichte der Band Acid Death weiter verfolge, habe ich natürlich gern zugestimmt, ein kurzes Review zu den Wiederveröffentlichungen der ersten beiden Alben der Band zu schreiben. Und sogar für mich war diese Zeitreise eine außerordentlich spannende und interessante. Savvas Betinis hatte ja auch schon im Interview mit Time for Metal versucht zu erläutern, wie die Situation damals in den 1990er Jahren für Metalbands in Griechenland war. Jetzt den passenden Soundtrack dazu auf die Ohren zu bekommen, ist schon eine feine Sache.

Anspieltipps: Perfect Enemy, In Sorrow und Random's Manifest Pt. II
Heike L.
8
Leser Bewertung1 Bewertung
9.5
8
Podcast
Leise War Gestern... - Der Time For Metal Podcast

Where To Listen: