Heart Of A Coward – The Disconnect

Fängt saustark an, lässt aber leider auch ein wenig nach

Artist: Heart Of A Coward

Herkunft: Milton Keynes, England

Album: The Disconnect

Spiellänge: 37:11 Minuten

Genre: Metalcore, Progressive Metalcore, Djent

Release: 07.06.2019

Label: Arising Empire / Nuclear Blast

Link: https://www.facebook.com/heartofacowardofficial/

Produktion: Justin Hill (Recording) und Will Putney (Mixing und Mastering)

Bandmitglieder:

Gesang – Kaan Tasan
Gitarre – Carl Ayers
Gitarre – Steve Haycock
Bassgitarre – Vishal „V“ Khetia
Schlagzeug – Christopher „Noddy“ Mansbridge

Tracklist:

  1. Drown In Ruin
  2. Ritual
  3. Collapse
  4. Culture Of Lies
  5. In The Wake
  6. Senseless
  7. Return To Dust
  8. Suffocate
  9. Parasite
  10. Isolation

 

Nachdem wir gerade einen Post zum neuen Sänger von Heart Of A Coward veröffentlicht haben, wird es langsam auch mal Zeit für das Review zum neuen Album The Disconnect, das morgen über Arising Empire / Nuclear Blast veröffentlicht wird. Es ist das vierte in der Discographie der seit dem Jahr 2009 existierenden Band. Ich habe zugegebenermaßen den Briten noch nicht allzu viel Beachtung geschenkt, aber gleich mit dem ersten Song Drown In Ruin kriegen sie mich. Ein ordentlicher Metalcore-Kracher, der mit voller Wucht daherkommt und erst einmal alles niederwalzt, um dann im Chorus tatsächlich ein klein wenig auf die gefühlvolle Schiene umzuschwenken. Dass diese Gefühle nicht gerade positiv sind, wird schon durch die Worte „You will suffer, like the others“, die in jeder Strophe auftauchen, mehr als deutlich. Flirrende Gitarren, rasanter Bass, wohlgesetzte Doublebase-Angriffe und ein ausdrucksstarker Gesang von Kaan sorgen für einen richtig gelungenen Einstieg. Hier kommt das sehr intensive Video zum Song:

Das folgende Ritual setzt noch mal einen drauf, das Tempo wird mächtig angezogen, mich erinnert der Song ein wenig an As I Lay Dying, und hier darf Kaan beweisen, dass er auch Clean Vocals kann.

Auch zu Collapse dürfen sich die Fans im Moshpit ordentlich austoben. Das bis hierhin schon klar erkennbare Schema, im Chorus das Tempo ein wenig rauszunehmen, nehmen die Jungs hier auch noch mit. Dazu dann noch einen geilen Breakdown, also von Langeweile trotzdem keine Spur, ich liebe das! 😀

Meinetwegen hätten Heart Of A Coward gern so weitermachen können, aber ab jetzt wird das Tempo – von einigen schnelleren Parts, wie zum Beispiel bei Senseless oder Suffocate, abgesehen – gedrosselt, und djentartige Anleihen kommen des öfteren zum Vorschein. Auch diese Songs haben natürlich ihren Charme, aber für etwas mehr Abwechslung bis zum Ende des Albums hätte vielleicht eine andere Songreihenfolge sorgen können. Aufhorchen lassen kann noch die Ballade Return To Dust, die mich mächtig an Linkin Park erinnert, und zwar allein schon deshalb, weil der Gesang von Kaan hier dem von Chester Bennington (R.I.P.) schon verdammt nahe kommt.

Fazit
Objektiv kann ein Review natürlich nie sein, die Anspieltipps sind meine ganz persönlichen Lieblingssongs des Albums, weil ich auch im Metalcore lieber die schnelleren Tracks mag. Das soll die anderen Songs nicht herabwürdigen, aber wie auch schon im Review geschrieben, wäre eine andere Songreihenfolge vielleicht schon besser gewesen. So zieht es sich für mich ab dem vierten Track schon ziemlich, weil ich da nicht mehr die großen Unterschiede höre.

Anspieltipps: Drown In Ruin, Ritual, Collapse
Heike L.8
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8
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