Hellhikers – Death Rattle & Roll

“Nicht innovativ, aber gelungen!“

Artist: Hellhikers

Herkunft: Aalesund, Norwegen

Album: Death Rattle & Roll

Spiellänge: 33:54 Minuten

Genre: Hell Pönk Röck, Rock, Rock’n’Roll, Punk Rock

Release: 15.04.2016

Label: Mighty Music

Link: https://www.facebook.com/hellhikers/

Bandmitglieder:

Gesang – Rolf Royce
Gitarre – Roy Redrum
Bassgitarre – Per Perplex
Schlagzeug – Rex Erection

Tracklist:

  1. AlcoTruck
  2. Death Rattle & Roll
  3. Hell on Heels
  4. Choke
  5. Blood Bound
  6. Devil Rides Out
  7. Drink Up, Get Out
  8. Nite Stalker
  9. Hell Honey

Hellhikers album cover

Die Norweger Hellhikers arbeiten auf Death Rattle & Roll gleich mehrere Genres auf. Neben den klassischen Punk Rock-Griffen sitzt den vier Skandinaviern der Schalk im Nacken. Spritzige Rock’n’Roll-Elemente werden in feucht-fröhliche Rock-Refrains getränkt, die ganz frei nach dem Motto „Neben Leber und Milz passt immer noch ein Pils“, agieren. Die neun Songs, die ab Mitte April über Mighty Music zu erwerben sind, kommen auf etwas über eine halbe Stunde Spielzeit und treffen damit genau ins Grüne. Nicht zu lang und nicht zu kurz rotiert Death Rattle & Roll in der Anlage und schießt nicht über das berühmte Ziel hinaus.

Mit AlcoTruck gestartet, tut das Quartett keiner Menschenseele weh, durch das beherzte „Uhhhh“ von Sänger Rolf Royce röhrt die Platte auf zwei Zylindern los und braucht nicht lange, um den Titeltrack einzubinden. Dieser wiederum geht ohne Probleme wie warme Butter herunter. Gleiches gilt für Hell On Heels, der den selben Partyfaktor einnimmt und durch den Mix aus Rock’n’Roll, Punk und alternative Gesangsfarben punktet. Als schwere Kost darf man die Hellhikers wahrhaftig nicht bezeichnen, vielmehr als gelungene Vorspeise für ein deftiges Hauptgericht. Choke ist etwas arg platt und kommt gar nicht richtig ins Rollen. Blood Bound geht da gleich zwei Stufen härter ins Gericht, was nicht nur für schöne Headbang-Parts sorgt, sondern auch mal die Keule derber Kreisen lässt. Gut inszenierte Gitarrenarbeit steigert sich schwungvoll in hektische Salven, die den Teufel an den Hörnern packen. Die Butter vom Brot mag keiner gerne auf dem letzten Meter mehr genommen bekommen – das Gleiche gilt für unsere Hell Rocker, die ihren Stiefel konstant mit Drink Up, Get Out dem Titel Nite Stalker und dem Rausschmeißer Hell Horney herunterzocken.

Fazit: Sommer, Sonne und ein frisch gezapftes Bier bei Hellhikers neuem Album Death Rattle & Roll im Garten - das kann man, ohne groß nachzudenken, aushalten. Die Kompositionen scheppern in der Magengrube, lassen jedoch Platz für eine lässige Unterhaltung, ohne dass man permanent mit gespitzten Ohren krampfhaft zuhören muss.

Anspieltipps: Death Rattle & Roll und Nite Stalker
Rene W.
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