Bands: Misery Index,Resistance, Damnation Defaced und Nailed To Obscurity

Location: Amadeus in Oldenburg

Homepage: www.ah-entertainment.de

Datum: 31.07.2011

Kosten: VK: 15 Euro, AK: 18 Euro

Besucher: 150

Wir schreiben den 31.07.2011 und befinden uns mitten im Sommer. Das Wacken, Summerbreeze und Party-San stehen vor der Tür, doch das Wetter will bis jetzt noch nicht ganz mitspielen. Heute jedoch ist es angenehm mild und so genießen die ersten Besucher des heutigen Misery Index Konzerts ihr erstes Bier. Nachdem Obituray im April 2011 das Amadeus bereits in Schutt und Asche zerlegt hatten, sollen es heute ihre Landsleute von Misery Index ihnen gleichtun.

Die Vorfreude der anwesenden Metalheads ist groß und so beginnt das von Ah-Entertainment in den Norden geholte Konzert, mit dem Ersten von drei Supportern . Nailed To Obscurity aus Ostfriesland, die heute den Exoten-Part übernehmen passen nicht ganz ins Programm. Der Progressiv Doom Death Metal wirkt bei dem ganzen Geballer etwas fremdartig. Dennoch begeben sich schon vereinzelt die Headbang-Willigen, die auf die sonst so finnischen Klänge stehen – die man in ähnlicher Form von Swallow The Sun, Black Sun Aeon und Co kennt – vor die Bühne. So richtig wollte heute bei den Ostfriesen der Funke nicht überspringen, was die fünfer Combo nicht redlich interessiert und sie ihre Show bis zum Ende ordentlich durch spielen.

Da passt die zweite niedersächsiche Band Damnation Defaced besser ins Programm. Zwar werden sie ebenfalls von Progressiven Death Metal geprägt, verzichten aber auch wie ihre ostfriesischen Vorgänger auf feine und hamronische Melodien. Stattdessen gibt es härtere Riffs, die durch explosive Geschwindigkeitsveränderungen aufgepuscht werden! Dennoch vergisst es die Band aus Celle nicht, die für das Genre wichtige Atmosphäre zu schaffen. Ein besonderer Blickfang der noch unbekannten Band ist Frontmann Philip Bischhoff, der es immer wieder mit seiner charismatischen Ausstrahlung schafft die Blicke auf sich zu ziehen und die anwesenden Metalheads zum headbangen anregt. Ein ebenfalls guter Auftritt, der mehr Besucher verdient hätte.

Resistance aus Belgien sind in Oldenburg keine ganz Unbekannten mehr, da sie im Dezember letzten Jahres bereits mit Pro-Pain die Bühne im Amadeus geteilt hatten. Dieses mal passen sie aber bedeutend besser in die Veranstaltung und kommen mit ihrem corelastigen Death Metal besser an. Das mag daran liegen, dass sich die Belgier echt gemausert haben. Deutlich ist ihnen die wachsende Bühnenerfahrung anzusehen, mit der sie heute Abend auf Beutejagt gehen. Diese verbesserte Live Performance dankt das Publikum mit reger Beteiligung und einen schon ganz ordentlichen Pulk vor der Bühne, der sich der Musik der Belgier hingibt. Hass erfüllt und mit starrem Blick pusht Frontman Xerus die Meute immer wieder an bis sie platz für den Headliner Misery Index machen.

Das Highlight sind ganz klar Misery Index und so füllt sich schon während des Soundchecks die Tanzfläche vor der Bühne. Gespannte Blicke werden aus der zweiten Etage auf den Schauplatz des Geschehens geworfen – doch der Showdown verzögert sich durch technische Probleme, welche sich bis in den Auftritt hinein ziehen. Doch das scheint das norddeutsche Publikum nicht zu jucken. Dicht wird sich vor die Bühne gedrängt um ihren Idolen ganz nah zu sein. Zwei todesmutige Metaler klettern gar mit auf die ohnehin schon kleine Bühne und werden dort auch sehr unsanft nach wenigen Sekunden von der Security herunter gerissen. Was in so einem Ausmaß wirklich nicht sein muss! Dieses soll die Stimmung ebenfalls nicht trüben, weiter wird kräftig zu Ruling Class Cancelled gemosht. Die Kommunikation zwischen Band und Publikum passt heute einfach Perfekt! So schickt Mark Klöppel die Circle-Pit willigen Death Metaler um den Pfeiler der sich am Rande der Tanzfläche befindet. So kommen nicht nur die Akteure auf der Bühne bei der bereits gut angestigenen Temperatur in der Location zum schwitzen, sondern auch die Metalheads, die beim Headbangen schweißgebadet vor der Bühne stehen und Songs wie The Arbiter und You Lose der Amerikaner feiern. Die Death Metal Walze kommt auch bis zum Ende nicht ins Stocken und wird erst durch den Schlusssong Theocracy abgestoppt.

Eine im großen und ganzen gelungene Veranstaltung, die an Abwechslung nicht geitzte. Die technischen Probleme bei Misery Index sind ein Wermutstropfen, der durch eine Top-Performance und gut gelaunte Fans wieder wett gemacht wurde! So dürfte sich die Reise in die spezielle Atmosphäre des Amadeus für alle Anwesenden gelohnt haben!

Philip Bischhoff von Damnation Defaced zum Konzert mit Misery Index in Oldenburg: „Die gemeinsame Show mit Misery Index war für uns ein klasse Abend, der besser hätte nicht laufen können! Das Publikum war der Hammer und wir schätzen solch eine Offenheit gegenüber neuen und unbekannten Bands sehr! Top Oldenburg und Umgebung – Jederzeit gerne wieder! Noch mal Danke an alle Beteiligten, die Orga und die Metalheadz vor der Bühne!“

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