Restless Spirits – Restless Spirits

Viele Köche müssen nicht immer zwingend den Brei verderben

Artist: Restless Spirits

Album: Restless Spirits

Spiellänge: 55:32 Minuten

Genre: Hard Rock, Melodic Rock

Release: 17.05.2019

Label: Frontiers Music srl

Link: https://www.facebook.com/RestlessSpiritsBand/

Bandmitglieder:

Gesang – Johnny Gioeli, Alessandro Del Vecchio, Diego Valdez, Kent Hilli, Dino Jelusic, Alessandro Del Vecchio
Bassgitarre – Tony Hernando
Keyboard, Piano – Victor Diez
Keyboard – Leif Elhi
Schlagzeug, Gesang – Deen Castronovo

Tracklist:

  1. Stop Livin‘ To Live Online
  2. Unbreakable
  3. I Remember Your Name
  4. ‚Cause I Know You’re The One
  5. Nothing I Could Give To You
  6. Calling You
  7. Live To Win
  8. You And I
  9. When It Comes To You
  10. Lost Time (Not To Be Found Again)
  11. In The Realm Of The Black Rose

Restless Spirits ist ein Hard Rock Projekt mit allerhand Musiker, die diesen Mai das gleichnamige Album veröffentlicht haben. Über Frontiers Music srl geht es in eine 55 Minuten starke Session, die auf verschiedene Gesänge setzt und zwischen Hard Rock, Melodic Rock und seichtem Heavy Metal variiert. Das Artwork zeigt eine große Weidefläche umrahmt von einem dichten Wald. Auf dem kargen Feldweg spaziert eine leicht bekleidete Dame während ein US-Schlitten ganz zufällig am Wegesrand parkt. Nun gut, ein amerikanischer Sound lässt sich dadurch vermuten und genau dort landen Restless Spirits, ohne in staubige Wüsten Rock Regionen vorzudringen.

Lebendig gehalten wird die Produktion durch die diversen Gesangsfarben Johnny Gioeli, Alessandro Del Vecchio, Diego Valdez, Kent Hilli, Dino Jelusic und Alessandro Del Vecchio. Jeder Song bekommt seinen eigenen Meister am Mikrofon, der wiederum durch eingängige Backvocals supportet wird. Je nach Gesangsfarbe steigt das Tempo in den Werken. Mal dürfen die Gitarren aufdrehen, dann steigt ein Piano ein oder die Tasten des Keyboards werden gefühlvoll betätigt. Die einzelnen Kompositionen haben dadurch nicht selten einen ganz anderen Höhepunkt bzw. Augenmerk, worauf geachtet werden muss. Die Refrains sitzen z.B. nicht immer, manchmal wünscht man sich mehr Power und die Balladen treiben einem nicht immer die Tränen in die Augen. Andersherum überzeugen Stücke wie der Opener Stop Livin‘ To Live Online. Licht und Schatten ganz nach dem Motto: Zu viele Köchen verderben den Brei. Ganz so schlimm ist es aber zum Glück nicht, da ein Grundgerüst von Qualität immer gehalten werden kann. Jemandem, der gerne mal ein Album einlegt und durch Abwechslung getragen werden möchte, kann man Restless Spirits ruhig empfehlen. Durch die unkomplizierte Handschrift kann man das Langeisen wunderbar nebenher laufen lassen. Als Hintergrundbeschallung während der Arbeit oder bei einem netten Gespräch tragen einen die liebevollen Riffs und die herzliche Umsetzung. Das Konzept hat noch Luft nach oben, kann aber im Grundsatz den Hörer erreichen, auch wenn es kein Platin Album werden wird.

Fazit
Nach Stop Livin' To Live Online habe ich schon gedacht, Restless Spirits wird `ne richtig geile Platte. Das konnten die anderen zehn Tracks jedoch nicht bestätigen. Wobei der Anfang weitere Leckerbissen wie Unbreakable innehat. Mit einem ernsten Blick auf das Gesamtgebilde muss man erkennen, dass der Spannungsbogen irgendwie hängen bleibt. Der Silberling verflacht und manche Balladen hätten mehr Pep vertragen können. 80iger-Love Story Rock brauchen wir in der Aufmachung nicht noch mal aufgewärmt bekommen. Das Potenzial ist da und ich persönlich mag es, wenn am Mikrofon starke Sänger zusammen Hits zum Strahlen bringen.

Anspieltipps: Stop Livin' To Live Online
René W.7
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7
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