Skiltron – Legacy Of Blood

“Leider nicht wirklich mitreißend“

Artist: Skiltron

Herkunft: Argentinien

Album: Legacy Of Blood

Spiellänge: 42:50 Minuten

Genre: Folk Metal

Release: 30.09.2016

Label: TrollZorn Records

Link: https://www.facebook.com/skiltron/

Bandmitglieder:

Gesang – Martin McManus
Gitarre und Gesang – Emilio Souto
Bassgitarre – Ignacio Lopez
Dudelsack – Pereg Ar Bagol
Schlagzeug – Matias Pena

Tracklist:

  1. Highland Blood
  2. Hate Of My Life
  3. Commited To The Call
  4. Sailing Under False Flags
  5. The Taste Of Victory
  6. Rise From Any Grave
  7. Sawney Bean Clan
  8. All Men Die
  9. I’m Coming Home (Ltd. Digi Bonus)

Skiltron - Legacy Of Blood

Gegründet im Jahr 2004 hat es bei der ursprünglich aus Argentinien stammenden Band Skiltron bis zum Jahr 2012 gedauert, dass sie zum ersten Mal Shows in Europa gespielt haben, unter anderem dann auch in 2015 auf dem W:O:A. Zu dem Zeitpunkt ihrer ersten europäischen Liveshows hatten sie schon drei Alben veröffentlicht, und nach dem vierten Longplayer Into The Battleground aus dem Jahr 2013 erscheint am 30.09.2016 über Trollzorn Records das fünfte Album Legacy Of Blood.

Der Name Skiltron war mir insbesondere seit dem 2013er Album schon des Öfteren zu Ohren gekommen, und genau das Album hat mich doch zumindest mal ein wenig aufhorchen lassen. Das setzt sich leider, so viel kann ich schon mal sagen, auf diesem Album nicht wirklich fort. Mit Highland Blood startet man das Album ziemlich rasant, da haben sowohl Emilio und Ignacio an den Saiteninstrumenten als auch Matias an den Drums gleich gut was zu tun. Sehr präsent und immer dabei ist natürlich der Dudelsack. Der leicht raue Gesang von Martin wird im Chorus dann noch von Emilio unterstützt, das hier immer wieder gesungene „Highland Blood“ könnte man fast als Einpeitscher für sich auf den Angriff vorbereitende Truppen verstehen. Da möchte man gleich die Faust in die Höhe recken, was wohl bei Liveshows auch passieren wird.

Nur unwesentlich langsamer kommt Hate Of My Life daher, hier darf sich Emilio dann auch mal mit einem schönen Solo präsentieren. Die ständige Wiederholung des Titels im Chorus wirkt allerdings auf Dauer in meinen Ohren etwas penetrant. Bereits mit dem folgenden Commited To The Call geht es dann allerdings mit dem Hörvergnügen ziemlich bergab. Das liegt weniger daran, dass der Song in sehr verhaltenem Tempo daherkommt, er stampft schön kontinuierlich vor sich hin, aber mich erinnert das an einen schwachen Abklatsch von den guten alten Hammerfall-Songs, auch wenn dort natürlich kein Dudelsack zu hören war. Mit einem Spinett startet Sailing Under False Flags, der Song lädt dann fast zum Schunkeln ein, aber hier bewegt sich Martin leider stellenweise in Tonlagen, die er gesangstechnisch nicht wirklich beherrscht. Bei The Taste Of Victory überlege ich dann nur, wann und wo ich das schon mal gehört habe. Ach ja, gerade eben bei den beiden vorangegangenen Songs! Abwechslung hört sich anders an. Rise From Any Grave wechselt dann zumindest mal wieder das Tempo, aber dieser Song ist so was von belanglos. Schon tausend Mal gehört und immer wieder gelangweilt die Skip-Taste gedrückt. Ein wenig aus dem Rahmen fällt dann endlich das im Downtempo gehaltene Sawney Bean Clan, zumindest in den Strophen. Die entlocken mir mit dem recht ausgefallenen Gitarrenspiel sogar mal ein Kopfnicken. Und für die letzte halbe Minute ziehen die Männer dann aber doch noch ordentlich das Tempo an! Das letzte reguläre Stück All Men Die schließt dann den Kreis der Wiederholungen, erinnert es doch stark an Hate Of My Life.

Der Bonustrack I’m Coming Home hat mich dann fast in den Wahnsinn getrieben, denn es gibt auch einen Song von Diddy – wer immer das ist -, der ähnlich heißt, aber mit diesem hier überhaupt nichts zu tun hat. Dieser Song wurde bereits im Jahr 2004 von Ted Christopher, einem schottischen Singer und Songwriter, geschrieben. Wenn ich mir dann einen Auftritt von eben diesem Ted Christopher aus dem Jahr 2015 anschaue, kann ich hier ausnahmsweise mal ein ganz dickes Kompliment an Skiltron aussprechen. Da haben sie eine ganz tolle Coverversion draus gemacht, die die Stimmung des Songs so lässt, wie sie sein soll. Und dem Briten Martin kann man den Text natürlich auch problemlos abnehmen 🙂

Das Video zum Song Highland Blood könnt Ihr Euch hier anschauen:

Fazit: Puh, von diesem Album hatte ich mir mehr erwartet, denn so ziemlich alle Songs, die ich bislang so von Skiltron gehört habe, haben mich eigentlich sofort gepackt. Abgesehen davon liebe ich eigentlich Dudelsackmusik, das hätte ja auch noch einiges rausreißen sollen. Die Songs an sich gehen aber überwiegend komplett an mir vorbei, klingen irgendwann alle gleich und lassen mich demzufolge nur an wenigen Stellen mal aufhorchen. Live mag das was anderes sein, denn da geht auf der Bühne wohl richtig was ab, aber das Album für das Review zu hören, hat mir diverse Male die Zeit mächtig lang werden lassen.

Anspieltipps: Highland Blood, Sawney Bean Clan, I'm Coming Home
Heike L.
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3.3
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