Small Heap Misery – Injected Overdose

“Modern und neu!“

Artist: Small Heap Misery

Album: Injected Overdose

Spiellänge: 49 Minuten

Genre: Thrash Metal

Release: 13.12.2011

Label: selbst veröffentlicht

Link: http://www.smallheapmisery.de/

Bandmitglieder:

Gesang – Timbo
Gitarre – Oliver
Gitarre – Tim
Bass – Mark
Schlagzeug – Alex

Trackliste:

  1. Standalone Complex
  2. Blasphemic
  3. Suffer From The Pain
  4. Crucifucked
  5. Children Of Tomorrow
  6. Start The War
  7. Obsessed To Kill
  8. Breath Of Death
  9. Detect/Destroy/Defeat
  10. Black Rotted Flesh

Small_Heap_Misery-Injected_Overdose-Cover

Eine junge Band aus dem Norden will in den Thrash Olymp. Small Heap Misery sind gerade in Norddeutschland bekannt und oft gesehene Gäste auf Konzerten, die es sich nicht haben nehmen lassen, ihr erstes Album Injected Overdose aufzunehmen. Thrash Metal der alten Schule wird in ein neues Gewand gepackt und somit erinnern die Songs nur entfernt an die Vorbilder Slayer oder auch [/b]Sodom[/b]. Die Truppe hat sich erst im Jahr 2010 gefunden und eine lange Suche nach dem perfekten Sänger begann. Mit Timbo (Obsensifer) wurde die geeignete Stimme gefunden.

Charakteristisch für die Songs ist das schnelle Tempo und die geschürte Aggression darin. Die Klangqualität ist perfekt abgemischt und der Hörer erhält Einblick in jedes Detail. Das harte Riffing kommt exakt zur Geltung und bestimmt den melodischen Grundstein der Tracks. Die kurzen Soli sorgen für Auflockerung und zeigen das technische Können der Gitarristen. Dazu passt die kraftvolle Stimme des Sängers, die genauso vielseitig ist, wie die Instrumente. Von tiefer Intonation, die aggressiv durch die Boxen klingt, bis zu höheren Tonlagen reicht das Spektrum. Ein gutes Beispiel für die genannten Attribute ist Blasphemic. Grandios wird hier das Zusammenspiel gezeigt und das Ineinandergreifen der Instrumente. Das Schlagzeug hämmert die Blastbeats heraus und sorgt für das Einleiten der verschiedenen Abschnitte.

Das Setzen der Breaks ist ein geeignetes Stilmittel, um Bewegung hineinzubringen. Meist folgt darauf eine instrumentale Passage, die extrem rasant ist und das Solo beherbergt. Man verzichtet zudem auf eine Überladung von Soundeffekten, denn es werden nur selten welche benutzt.

Ein besonderes Highlight ist das Stück Crucifucked, das sehr seicht beginnt und somit brutaler als die UpTempo-Nummern klingt. Auch wird der Gesang hier höher angesetzt, womit die Eindringlichkeit und die Message des Songs verstärkt wird. Textlich geht es ebenso rasant zu und man spart nicht mit Obszönität. Dennoch herrscht zeitweise etwas Gleichklang und es könnte die Gefahr bestehen, dass etwas Langweile aufkommt. Trotzdem sind die Songs druckvoll und strotzen vor Energie. Das hineingelegte Herzblut der Jungs ist spürbar und sie wirken echt.

Fazit: Abschließend lässt sich sagen, dass Small Heap Misery nicht ganz so aggressiv klingen, wie andere Bands dieses Genres. Dieser Aspekt mag an der eher weichen Stimme des Frontmannes liegen. Dies ist jedoch nicht negativ aufzufassen, denn ihre Machart klingt nicht abgekupfert. Technisch gibt es keine Mängel und gerade die zahlreichen Soli zeigen deutlich, dass die Truppe ihre Instrumente beherrscht. Ihr Debüt sollte gelungen sein und die Fans begeistern können. Die Norddeutschen haben ihren eigenen Weg gefunden und klingen frisch und neu. Anspieltipps: Crucifucked, Breath Of Death
Nadine S.
7.5
7.5
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