Craving – Craving

„Dreisprachiges Debütalbum + Special!“

Artist: Craving

Album: Craving

Spiellänge CD: 45:48 Minuten

Genre: Melodic Black-/ Death Metal/ Folk

Release: 20.01.2012

Label: Apostasy Records

Link: http://www.cravingmetal.de

Klingt wie: Wintersun, alte Ensiferum

Bandmitglieder:

Ivan Chertov – Gesang / Gitarre
Thorsten Flecken – Gitarre
Eugen Deutsch – Bass
Maik Schaffstädter – Schlagzeug

Tracklist CD:

  1. Lord Of The Flames
  2. By The Blowing Wind
  3. The Nameless (feat. Sole Genua)
  4. ??????? (Leopard)
  5. ????? ? ????? ????? (The Song Of The Prophetic Oleg)
  6. Revenge
  7. ? ???! (Into The Forest)
  8. Ein Funken Abendrot (feat. Helge Stang)
  9. Wolfsherz
  10. Lug und Litanei (feat. Helge Stang & Sole Genua)

craving-craving-cover
Die oldenburger Pagan Metaler Craving, die sich bereits überregional durch diverse namhafte Konzertauftritte einen Namen erspielen konnten, bringen zu Beginn dieses Jahres, besser gesagt am 20.01.2012, ihr Debütalbum Craving über Apostasy Records auf den Markt. 2006 wurde von den Norddeutschen bereits eine Demo eingespielt, sowie 2008 die Revenge-EP. Craving vereinen melodischen Black/Death Metal mit einem feinen Hauch von keltischen Klängen. Aufgenommen wurden die zehn Tracks von Lars Schlüter in den Alpha Sound Studios, in denen u.a. In Flames zu Gast waren. Besonders zu erwähnen ist, dass die junge Band gleich zwei nicht unbekannte Künstler für Gastauftritte gewinnen konnte. Sole Genua lässt seine Axt bei zwei Stücken kreisen, Helge Stang hingegen greift sich bei zwei Kompositionen das Mikrophon, um Frontmann Ivan Chertov zu unterstützen.

Das mit ansprechendem Sound versehene Album beginnt mit dem Song Lord Of The Flames, der direkt an die alte Spielweise von Ensiferum erinnert. Sehr verspielt werden Soli angesetzt, diverse Tempowechsel unterstützen zusätzlich den Hörspaß, der bei Craving ganz hoch gehangen wird. Der Mix aus kantigem Growlgesang und Clean Parts schlägt weitere Brücken zu bekannten Bands des Genres, von denen die Niedersachsen aber nicht abkupfern sondern ihre eigenen Gedanken in die Songs mit einfließen lassen. Eine weitere Besonderheit neben den Gastmusikern ist die Tatsache, dass der Longplayer gleich in drei Sprachen eingespielt wurde. Neben Deutsch und Englisch sind russische Lyriks auf dem Debütalbum zu finden, welche allesamt überzeugen können!

Die Underground-Band zeigt eine außerordentliche gute Leistung bei der Zusammensetzung der einzelnen Werke. Dabei sticht nicht nur die Variabilität der Songstruktur ins Auge sondern auch die professionelle Umsetzung, die an den Tag gelegt wird. Die langsameren Zwischensequenzen werden immer wieder durch kleine Highlights aufgewertet. Bei den schnelleren Parts hingegen wird nicht vergessen, welche Thematik die Band herüberbringen will! Harte Riffs lassen immer genug Platz für eine ordentliche Portion keltische Power, die besonders von Ensiferum und Wintersun– Fans dankbar aufgenommen werden könnte. Die beiden Gastauftritte von Helge Stang bei Ein Funken Abendrot und Lug und Litanei wurden ansehnlich eingebunden ohne dass dieses aufgesetzt wirkt. Man könnte gar meinen, dass Helge Stang stetig in der Band anzutreffen ist! Der letzte Track Lug und Litanei ist ein würdiger Abschluss eines durch und durch runden Albums, das die Underground-Szene in Deutschland ins Schwitzen bringen wird.

Fazit: Mit dem Debütalbum Craving hat die gleichnamige Band ganz klar Maßstäbe für weitere Newcomer-Bands des Genres gesetzt und muss sich dabei vor keiner bekannteren Band verstecken. Spielwitz, den Mut dreisprachig aufzutreten und dabei noch Gastmusiker einzubinden, zollt Herzblut und Interesse an dem eingeschlagenem musikalischen Weg, wovon sich so manch eine Band eine Scheibe abschneiden könnte. Kleine Defizite fallen somit einfach unter den Tisch und lassen mich die Flagge mit der vollen Punktzahl schwenken. Anspieltipps: The Nameless und Lug und Litanei
Rene W.
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