Tersivel – For One Pagan Brotherhood

“Weniger ist manchmal mehr“

Artist: Tersivel

Herkunft: Buenos Aires, Argentinien

Album: For One Pagan Brotherhood

Spiellänge: 58: 17 Minuten

Genre: Pagan Metal, Folk Metal

Release: 2011

Label: Eigenproduktion

Link: http://www.facebook.com/TERSIVEL#!/TERSIVEL?v=info

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre, Bassgitarre – Lian Gerbino
Keyboard – Franco Robert
Schlagzeug – Hernán Martiarena

Tracklist:

  1. As Brothers We Shal Fight
  2. The Heathen Sun Of Revenge
  3. Far Away In The Distant Skies
  4. High Germany/Erin`s Jig
  5. And Fires Also Died Away
  6. Those Days Are Gone
  7. Tarantella Siciliana
  8. We Are The Fading Sun
  9. Aeonlian Islands
  10. Cosa Nostra
  11. Pagan Nation
  12. Cruzat Beer House Song

 

Tersivel - For One Pagan Brotherhood

Man bekommt ja nicht jeden Tag Post aus Argentinien. Ich war schon echt erstaunt, als gestern der Postbote bei mir klingelte und ein Päckchen aus Buenos Aires in der Hand hatte, der Postweg dauerte gerade einmal vier Wochen. Meine Vermutung:_ Die Jungs haben das selbst mit dem Ruderboot gebracht, aber auch egal, jetzt halte ich die langerwarte Promo von Tersivel in meinen Händen.
Immerhin ist das Album For One Pagan Brotherhood schon 2011 erschienen, wie wir ja alle wissen ist Metal zeitlos…
Die Erwartungen, die ich hatte, waren, sagen wir‘s mal so: Eher gemischt. Es gibt ja nicht allzu viele Pagan Folk-Bands aus Südamerika. Meistens baut man sich ja schon ein Bild im Kopf zusammen, wenn die CD vor einem liegt. Das Cover ist schön in Erdtönen gehalten und zeigt einen verrosteten Wikingerhelm, gefällt mir irgendwie, also ab damit in den CD-Player.

Der erste Song, der mir entgegenkommt, beginnt mit einem an Power Metal erinnernden Keyboard, was nicht schlecht ist, aber etwas ungewohnt für eine Pagan Metal-Band.
Etwas später setzen dann die Gitarren und das Schlagzeug ein. Es klingt gut produziert, der Sound ist sauber und es geht gut nach vorne. Vom Gesang her ist alles vertreten – von Growls über Schreie bis hin zum klaren Gesang (was mir besonders gefällt). Man merkt, dass die Jungs ihre Instrumente beherrschen. Der Einstieg ist ihnen echt gelungen und macht Lust auf mehr.

Aber mit Pagan Metal hat es nur am Rande oder Textlich gesehen etwas zu tun, was man wahrnimmt, ist eine Mischung aus Keyboards und Death/Thrash Metal-lastigen Songstrukturen, die von atmosphärischen Keyboard-Einlagen unterbrochen sind.

Der zweite Song The Heathen Sun Of Revenge beginnt dann mit Akustigitarren, endlich kommt das Wikingerfeeling auf bis dann der Gesang einsetzt und man ich wieder auf Power Metal-Ebene geholt wird. Aber die Melodie ist echt genial (hymnenhaft, erinnert an Manowar) passt jedoch nicht so recht in die Pagan-Ecke .

Mir will gerade keine Vergleichsband einfallen, denn das, was ich höre, bietet mir einmal querbeet etwas aus sämtlichen Metalrichtungen, was For One Pagan Brootherhood auch wieder zu was Einzigartigem macht.

Je weiter ich in dieses Album eintauche, desto mehr fällt mir dieser Mix auf. Es taucht Klavier und Akkordeon auf, was dann wieder an ein Pub erinnert und Lust auf Bier macht (Korpiklaani lassen grüßen, der Vergleich drängt sich bei Tarantella Siciliana förmlich auf).

Ein roter Faden ist kaum zu erkennen, bzw. nur zu erahnen. Es wechseln sich schnelle und ruhige Passagen ab, es gibt eine Menge Keyboard und auch eine Menge Metal auf die Ohren.

Eine Akustik-Ballade ist ebenso enthalten wie ein italienisch vorgetragenes Stück.

Fazit: Weniger ist manchmal mehr. Man kann hier auf keinen Fall von einem schlechten Album sprechen, denn das ist es nicht. Nur finde ich die vielen verschieden Spielarten des Metals auf einem Album zu übertrieben. Aber da sollte sich jeder sein eigenes Bild machen. In diesem Sinne: „Hoch die Hörner...!“ Anspieltipps: As Brothers We Shall Fight, Those Days Are Gone und Tarantella Siciliana
Rene Börchers6
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