“Lässt sich da wer die Butter vom Brot nehmen?“
Artist: The Agonist
Herkunft: Montreal, Kanada
Album: Eye Of Providence
Spiellänge: 58:52 Minuten
Genre: Melodic Death Metal
Release: 20.02.2015
Label: Century Media Records
Link: https://www.facebook.com/TheAgonistOfficial?fref=ts
Bandmitglieder:
Gesang – Vicky Psarakis
Gitarre – Danny Marino
Gitarre – Pascal „Paco“ Jobin
Bassgitarre – Chris Kells
Schlagzeug – Simon McKay
Tracklist:
- Gates Of Horn And Ivory
- My Witness Your Victim
- Danse Macabre
- I Endeavor
- Faceless Messenger
- Perpetual Notion
- A Necessary Evil
- Architects Hallucinate
- Disconnect Me
- The Perfect Embodiment
- A Gentle Disease
- Follow The Crossed Line
- As Above So Below
Mittlerweile weiß ja jeder, was da im letzten Jahr bei der kanadischen Band The Agonist los war. Und falls nicht, hier noch mal eine kurze Geschichts-Nachhilfestunde. The Agonist haben sich 2004 unter dem Namen The Tempest gegründet und sich nach Unterzeichnung des Plattenvertrages mit Century Media Records dazu entschieden, sich in The Agonist umzubenennen. Der Name (zu Deutsch „Kämpfer“) sollte für die Einstellung der Band stehen, da sich insbesondere die damalige Frontfrau Alissa White-Gluz aktiv im Tierschutz und politisch engagiert hat. Während The Agonist immer recht bekannt, aber nie wirklich eine der ganz großen Bands war, kam im Frühjahr 2014 der ganz große Coup. Nach einer ganz offensichtlich längeren Vorplanung wurde mehreres zeitgleich bekanntgegeben: 1. Alissa White-Gluz verlässt The Agonist. 2. Angela Gossow verlässt Arch Enemy als Sängerin und bleibt weiter im Management der Band. 3. Alissa White-Gluz ist die neue Sängerin bei Arch Enemy und 4. Vicky Psarakis wird neue Frontfrau von The Agonist. Natürlich gab es für alles schon professionelle Bilder und erste Hörproben/Videos. Was für eine Nummer! Die Metalwelt sprach nur noch von diesem „Tauschgeschäft“ und es wurde (auch bis heute noch) diskutiert, in wie fern die „neuen“ Sängerinnen beider Bands nun passen oder doch totaler Quatsch sind.
Nun denn, während Arch Enemy schon im letzten Jahr ihr neues Album mit neuer Fronterin veröffentlichten, sind The Agonist nun fast ein dreiviertel Jahr später mit Eye Of Providence dran. Zeit, nun auch die neue Sängerin auf Herz und Nieren zu testen.
Tja, was soll ich sagen. Gesanglich ist Vicky Psarakis auf jeden Fall sehr stark. Growlen kann sie wie ein echter Kerl und auch der klare Gesang geht ihr leicht über die Lippen, auch wenn ich finde, dass sie mir in den höheren Passagen ein wenig zu „dramatisch“ klingt. Aber es ist gar nicht mal die neue Frontfrau, die die Musik so anders macht, nein, insgesamt ist man bei The Agonist weicher geworden. Während man früher Wut, Verachtung und Kritik in harte Drum-Salven, schreddernde Gitarren und kraftvolle Growls packte, ist man heute harmonischer unterwegs. Das bedeutet konkret: Weniger Growls und stattdessen mehr klarer Gesang, ein etwas zurückgenommeneres Schlagzeug, melodischere Gitarren (der Beginn von I Endeavor erinnert z.B. stark an Arch Enemy…) und eingängige Riffs.



