Wie in den letzten Jahren haben wir auch in diesem Jahr im Time For Metal-Team gefragt, was denn für jeden die musikalischen Höhepunkte waren. Dafür haben unsere Teammitglieder ihre ganz persönlichen Top 5-Highlights des Jahres herausgesucht. Viel Spaß mit den Time For Metal-Top 5 Highlights 2025!
Mit insgesamt fünf Konzerten, dem Wacken Open Air und einem kleinen Mini-Festival im Sauerland war der Terminkalender für das Musikjahr 2025 recht überschaubar gefüllt. Im Januar stand das erste Konzert von Dark Funeral in der Hamburger Markthalle auf dem Plan. Nach (für mich) sechs Monaten Musik aus der Konserve machten Guns N’ Roses dann Ende Juni in Aarhus Station, also fuhr ich mit Kollegen hin. 19 Grad Tagestemperatur sind für Dänemark eigentlich ein guter Durchschnitt, allerdings nicht, wenn man mehr als drei Stunden knallharten Wind ins Kreuz bekommt. Die Schlange am Kaffeestand war zeitweise länger als die vom Bierstand … Der unübertroffene Härtetest des Jahres war der „Mudfight“ des alljährlichen Wacken Open Airs im August. Vier Tage „Full Metal Kneippkur“ inklusive einer durchnässten wie auch durchwachten Nacht hinterließen ihre Spuren – Ganzkörpertraining vom Feinsten. Im Oktober besuchte ich das kleine, aber feine Mini-Festival Wir Rocken Den Keller, bei dem ich erstmals für Time For Metal vor Ort war. Im letzten Quartal des Jahres folgten noch die Konzerte von Orbit Culture und Annisokay sowie Imminence als krönender Jahresabschluss. Was will man mehr?
Wie das 2024er-Album The Black von Imminence an mir vorbeirauschen konnte, ist mir unerklärlich. Das Video zu The God Fearing Man zwei Tage vor dem Release-Termin, hat jedenfalls meine Aufmerksamkeit direkt in seinen Bann gezogen und mich ohne Umweg zur 2025er-Version The Return Of The Black geführt, der Deluxe-Version von Vorgänger The Black, das mit Kollaborationen bei den Songs Heaven Shall Burn feat. Scott Kennedy, Death By A Tousand Cuts feat. Lucas Woodland und Come What May feat. Tim Charles erweitert wurde. Dieses Album lief bei mir wochenlang rauf und runter. Schnell wurde klar, dass das eines der Highlights des Jahres werden würde.
https://time-for-metal.eu/releases/imminence-the-return-of-the-black/
Auf die neue Scheibe von Orbit Culture bin ich ebenfalls über YouTube-Videos aufmerksam geworden. Schon beim ersten Reinhören hat mich der Titeltrack Death Above Live mit seinem fetten Sound gecatcht, The Tales Of War hat dem Ganzen noch einen kräftigen Tritt verpasst und den Eindruck nachhaltig zementiert, sodass ich auch hier nicht lange überlegen musste, ob ich mir ein Ticket für die Hamburger Markthalle kaufen soll. Das Konzert war ein fettes Brett, auch wenn der Gesang an dem Abend etwas mager abgemischt war. Das nennt man wohl Jammern auf hohem Niveau, geil war es trotzdem!
https://time-for-metal.eu/orbit-culture-death-above-life/
Ein bisschen stinkig war ich schon, als im April wieder „nur“ eine EP von Annisokay erschien, nachdem ich auf ein Album gewartet hatte, auch wenn es eigentlich logisch ist, dass auf Abyss Pt I Teil Abyss Pt II folgen muss. Entschädigt wurde ich dann durch den Abschluss der Trilogie mit Abyss – The Final Chapter, auf dem dann beide Teile der EPs zu einem Album zusammengefasst und mit den drei Songs Silent Anchor, My Effigy und Splinters angereichert wurden. Live habe ich Annisokay gleich zweimal gefeiert, zuerst auf dem „heiligen Acker“ in Wacken und im Oktober noch einmal in der Großen Freiheit 36 in Hamburg, wobei mich die Band dann vollends abgeholt hat. Alles richtig gemacht!
https://time-for-metal.eu/releases/annisokay-abyss-the-final-chapter/
Als im Mai Lorna Shores erster Song Oblivion vom kommenden Album I Feel The Everblack Festering Within Me erschien, war ich schon gleich angefixt. Traurig war ich allerdings schon, dass es bis zum Album-Release noch viele Monate dauern würde. Die Wartezeit habe ich mir mit weiteren Brechern wie Unbreakable, Prison Of Flesh und der herzzerreißenden Hymne Glennwood versüßt, zu dem ein Video gedreht wurde, auf dem er sich mit seinem Vater nach vielen Jahren voller Differenzen wieder versöhnt hat – eine Aufarbeitung von Will Ramos’ Vergangenheit, bei der man einfach etwas Pipi in den Augen hat, egal wie oft man es sich anschaut. Als echtes Ramos-Fangirl habe ich mir den Hoodie zum neuen Album gekauft und auch gleich eine Konzertkarte für Februar 2026 gesichert. Wenn Lorna Shore schon in Hamburg aufschlagen, will ich das natürlich auf gar keinen Fall verpassen!
https://time-for-metal.eu/lorna-shore-i-feel-the-everblack-festering-within-me/
Kneel Before The Death habe ich eher zufällig beim nächtlichen „Wochenendsurfen“ auf YouTube entdeckt. Der gleichnamige Titeltrack hat schon gleich einen bleibenden Eindruck hinterlassen und mich dazu gebracht, mir die gesamte EP einzuverleiben. Für eine Debüt-EP ist das schon ein echt fettes Brett! Weil mir die Scheibe so gut gefallen hat, habe ich sie einfach mal unserem Brutal-Death-Metaller „Lommer“ vorgeschlagen, der sich diesem Werk nach anfänglicher Skepsis angenommen und ein Review dazu geschrieben hat, das sich mehr als sehen lassen kann. Kneel Before The Death können ihr Debüt somit als vollen Erfolg für sich verbuchen.
https://time-for-metal.eu/kneel-before-the-death-kneel-before-the-death/


