Einen lahmarschigeren Start kann eine Crust-Punk-Band wohl kaum hinlegen. Jede Symphonic-Metal-Kapelle wäre neidisch auf die tumben Harmonien im Viervierteltakt. 13 Sekunden Ewigkeit für den Mülleimer. Danach spucken bzw. kommen die britischen Scum Punks Wolfbastard dem schönen Schein ins Gesicht. Mit Satanic Scum Punks inzwischen zum vierten Mal mit voller Überzeugung.
Die drei Bastarde gönnen sich alles, was verpönt ist: saufen, spucken, schimpfen, pöbeln – mit anderen Worten assi und dagegen sein aus Prinzip. Die Gosse ist noch viel zu gnädig für all den lackierten Abschaum. Ein stinkendes Gebräu aus Anti Cimex, Venom und Warfare kotzt das Trio aus. Es holpert, rumpelt, blastet, groovt und lahmt sich durch elf Akte des schlechten Geschmacks, die nur danach schreien: Bleibt uns verdammt noch mal vom Leib! Verpisst euch! Eure Trends sind nicht unsere! Crust Punk, Black Metal oder Rock’n’Roll – vereint in einem Namen – Wolfbastard!
Crust Punk muss so sein – dreckig, ekelig, mitleidlos, sinister!
Wolfbastard verfolgen keine politische oder religiöse Agenda: Anti-System, Antichrist, antisozial – Hauptsache anti. Trotzdem treffen sie den Nagel auf den Kopf oder besser in den Kopf, ans Kreuz. Wild prügeln sie drauflos, lassen den D-Beat gnadenlos rollen, speien ihre Meinung heraus, erschüttern den Boden und machen dabei unglaublich viel Spaß. Wenn die Folterinstrumente verrostet sind, ist ihnen dies gerade recht. Wenn in offene Wunden uriniert wird, sind Wolfbastard dabei. Erlösung gibt es keine für unseren Weg der Gier, des Konsums, der Gläubigkeit oder der Unterwerfung. Hölle und Himmel, Himmel und Hölle – alles dasselbe. Nur das Preisschild ist ein anderes. Und nach oben offen.
Hier geht es lang für weitere Informationen zu Wolfbastard – Satanic Scum Punks in unserem Time For Metal Release-Kalender.



