Wie in den letzten Jahren haben wir auch in diesem Jahr im Time For Metal-Team gefragt, was denn für jeden die musikalischen Höhepunkte waren. Dafür haben unsere Teammitglieder ihre ganz persönlichen Top 5-Highlights des Jahres herausgesucht. Viel Spaß mit den Time For Metal-Top 5 Highlights 2025!
Wie in den letzten Jahren ist musikalisch auch 2025 unglaublich viel passiert. Über die Masse und Klasse der neuen Werke möchte ich mich gar nicht beschweren. Zwar waren auch schwächere Veröffentlichungen dabei, meine Favoriten haben jedoch erneut abgeräumt. Die Auswahl der Top 5-Highlights wird wieder schwer, eine Top 20 wäre für mich alleine bei Alben deutlich einfacher. Deshalb beschränke ich meine Höhepunkte darauf, Neuveröffentlichungen einen Platz zu schenken. Bei den besuchten Konzerten und Festivals gab es keine Ausfälle, und sie bilden für mich alle zusammen eine wunderbare Reise durch das Konzertjahr 2025.
Iron Maiden – Infinite Dreams ist in allen Belangen ein absoluter Kracher. Das Buch zu 50 Jahre Iron Maiden berührt mich sofort und bleibt in diesem Jahr besonders im Gedächtnis. Die Seiten wurden mit Bildern und Anekdoten gespickt, die durch alle fünf Jahrzehnte der Band führen. Ab der ersten Seite springt ein Fan in die ersten Tage der Heavy-Metal-Heros und wird langsam bis in die aktuellen Tage geführt. Beim ersten Seitenaufschlag wird man förmlich erschlagen. Die Begeisterung ist sofort da. Die Bilder holen einen sofort ab und lassen die Geschichte um 50 Jahre Iron Maiden lebendig werden. Iron Maiden waren eine meiner ersten Metalbands, und so zaubert Infinite Dreams immer wieder Bilder aus meiner Jugend vor mein inneres Auge.
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Als Album ein Höhepunkt und trotzdem auch eine persönliche Neuentdeckung. High Parasite, die neue Formation von Aaron Stainthorpe, konnten auf dem Burning Q sofort mit ihrer Show überzeugen. Im Nachgang lief Forever We Burn rauf und runter. Zudem ist die Truppe unglaublich sympathisch und wir hatten eine gute Zeit während der Autogramm-Session beim Burning Q. Mit High Parasite einmal warm geworden, kommt man von der Truppe einfach nicht mehr los.
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Unsere Heimat wird von Heaven Shall Burn performt und zeigt mit dem Finger auf die aktuelle Lage. Ihr zehntes Album knüpft an die letzten an und kann noch eine Schippe drauflegen. Die Atmosphären sind feurig wie ein Wärmegewitter im Sommer. Die Balance aus Härte und melodischer Raffinesse ist perfekt abgestimmt und der Ohrwurmgehalt bei über 100 Prozent. Geschickte Zwischensequenzen halten, wie schon beim fulminanten Einstieg, die Spannung enorm hoch. Wenn ich vorab hätte aussuchen dürfen, hätte ich mir von Heaven Shall Burn genau dieses Album gewünscht. Somit steht Heimat direkt ein Platz an der Sonne zu und muss zwingend konsumiert werden.
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Ebenfalls Neuentdeckung und Top-Album kommen von Imha Tarikat mit ihrem aktuellen Longplayer Confessing Darkness. Ruhige Passagen beleben die Klanglandschaft, während schnelle, hasserfüllte Sequenzen den vergifteten Dolch tief ins Herz rammen. Die Vocals von Kerem Yilmaz sind schwer emotional aufgezogen. Wütend, teils verzweifelt und gehetzt, brechen seine Vocals das Korsett, um mit noch festeren Ketten das Innere zu schützen. Genie und Wahnsinn liegen bei Imha Tarikat auf einer Stufe und beflügeln die Produktion. Eine Underground-Truppe, die mit einem messerscharfen Album nicht nur mich in diesem Jahr überzeugen konnte.
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Definitiv als Neuentdeckung ganz weit an der Jahresspitze sind die Newcomer von Royal Sorrow. Die finnische Band vereint auf ihrem Erstlingswerk Elemente aus Progressive Metal, Post Metal, Metalcore und Modern Metal zu einem intensiven Klangbild, das gleichermaßen emotional wie technisch anspruchsvoll ist. Die Gesamtspielzeit des Albums beträgt rund 45 Minuten voller Dynamik, Atmosphäre und musikalischer Tiefe. Das Fundament bilden die progressiven Klänge, die sich mit dem Opener Let Go bis hin zum abschließenden Innerdeeps wie ein roter Faden durch die zehn Kompositionen ziehen.


